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29.10.2007
Folge 74

Die Sache mit der Schwiegermutter

Wolfgang Rudolph's Schwiegermutter ist 93 Jahre alt. Das ist ein stolzes Alter. Doch nach seinen eigenen Angaben soll sie noch wohlauf sein. Dieser Frau hat man am Telefon einen neuen Vertrag aufgezwängt. Dieser beinhaltete auch eine Mailbox im T-Com Netz. Doch wie sich bals herausstellte, wusste sie überhaupt nicht, was eine Mailbox bedeutet. Sie wurde durch automatisierte Anrufe 10 mal am Tag aufgefordert, nun endlich ihre Nummer freizuschalten. Doch wie soll man so etwas machen, wenn man absolut keine Ahnung hat. Der Sohn von Wolfgang Rudolph besuchte nun seine Oma und wollte Abhilfe schaffen.
Die erste Entdeckung: das Telefon war noch ein altes Modell, das nur die Impulswahl beherrschte. Die Mailbox jedoch war nur mit DTMF Tönen zu bedienen. Also musste man zunächst einmal ein anderes Telefon besorgen, um die Mailbox zu aktivieren, damit sie danach deinstallieren konnte. Unglaublich aber wahr.
Dazu gehört natürlich noch der bekloppte Schriftverkehr von TCom. Wolfgang hatte auch an Rene Obermann geschrieben. Doch bisher hat der noch nicht geantwortet. Die Leute, die solche Verträge 93 jährigen aufdrängen, gehören saftig bestraft.


Computer ohne Betriebssystem?

Die EU ist mittlerweile eine mächtige Institution. Sie kann vor allem saftige Strafen verhängen. Im Zusammenhang mit der Microsoft Bestrafung kamen auch wieder ganz neue alte Ideen auf.

Beim Kauf eines Rechners ist die Microsoft-Software in der Regel schon an Bord. Nun fordert das Brüsseler Globalisierungsinstitut die Europäische Kommission auf, dies zu ändern und in der EU nur noch Rechner ohne vorinstalliertes Betriebssystem zum Verkauf zuzulassen. Die kürzlich getroffene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen das US-Unternehmen, das durch zu enge Verknüpfung seiner Produkte den Wettbewerb verzerren würde, brachte den Stein ins Rollen. Denn Microsoft hätte seit nahezu zwei Jahrzenten eine Art Monopolstellung auf dem Betriebssystem-Markt inne. Dagegen würde die von den Brüsselern gewünschte Vorgehensweise, Hardware und Betriebssystem nicht mehr als Bundle zu verkaufen, dem Wettbewerb mehr Chancen bieten.

Es gibt natürlich heute schon jede Menge an Hardware, die auch ohne Betriebssystem geliefert wird. Vielleicht aber brachte unsere letzte Fernsehsendung einen kleinen Eindruck in die Zukunft. Heinz Schmitz berichtete, dass es Tendenzen gibt, die Computer ohne Betriebssystem auszuliefern. Installiert ist eine Virtuelle Maschine. Alle Betriebssysteme, für die man eine Lizenz hat, können dann nachinstalliert werden.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht ....


Ein Rechtsanwalt verklagt nicht Microsoft, obwohl nur die die Beklagten sein können

Thomas Feill aus Hannover betreibt eine Rechtsanwaltkanzlei. Er ist Fachanwalt für Informationstechnologie. Ihn störte es mächtig, dass offensichtlich Microsoft Willensbekundungen nicht ernst nimmt. Er hat dem Updatedienst für automatische Updates widersprochen und musste feststellen, dass dennoch upgedatet wurde. Dies ist ein Vertragsbruch und so etwas kann man anzeigen. Er verspricht sich zwar keinen großen Erfolg - dennoch wird damit vielleicht erreicht, dass Microsoft sich nicht alles herausnehmen kann und gegen bestehende Gesetze verstößt.


RA Thomas Feill, Hannover
Es gibt da ja schon manch ähnliche Nachricht von Leuten, die versuchten den Media Player vom Computer herunterzunehmen. Sie wunderten sich nicht schlecht, dass der Player immer wieder hintenherum präsent war.

Raffiniert ist seine Anklage gegen Unbekannt. Dadurch verlagert er die Recherche, welches Microsoft dafür verantwortlich ist, an die Staatsanwalt. Denn Microsoft Deutschland könnte der falsche Adressat sein. Auch Microsoft Frankreich oder England wird den Kopf nicht dafür hinhalten.

Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt.


Einmal im Internet - Immer im Internet


Eine verkleinerte Computerclubseite aus www.archive.org
Gefunden unter www.wdrcc.de

Wer in der Hoffnung lebt, dass das, was er im Internet von seiner Seite gelöscht hat, un auch für immer verschwunden wäre, der täuscht sich gewaltig. Schon längst haben Roboter seine Seite durchsucht und die Information abgespeichert. Das kann richtig peinlich werden, wenn man vielleicht im Laufe seines Lebens seine politische Meinung ändert.
Perfide ist es schon, dass Personalchefs erst man die alten Archive bemühen, um einen potentiellen Bewerber zu durchleuchten. Nur wer sich "wohl" verhalten hat, bekommt eine Chance.

Der WDR Computerclub wurde bis zurück nach 2000 in vielen Seiten abgespeichert. Jedoch die Links, die auf der Seite zu finden sind, sind nicht aktiv.
Ich habe einen Schrecken bekommen, als ich die alte Seite wiedersah. Ich konnte mich nicht erinnern, dass wir so tiefblau daherkamen. Ziemlich traurig mutet das an.

Also immer daran denken: das Internet vergisst nichts.

http://www.archive.org


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