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26.11.2007
Folge 78

Per Computer über den Atlantik

Ein spannendes technisches Thema ist das Management eines autonomen Segelbootes, das letztendlich völlig alleine den Atlantik überqueren soll. So ähnlich muss sich Kolumbus gefühlt haben, als er auf Entdeckungsreise ging. Er wusste noch weniger als das Boot, das immerhin die Koordinaten des Längen- und Breitengrades kennt. Dennoch bleibt es ein Abenteuer, wenn das 4 Meter lange und 300 Kilogramm wiegende Segelboot sich auf seine Tour macht. Ein Problem stellt die Energieversorgung dar, da sich an Bord eine Menge Elektronik befindet, die kräftig Strom zieht. So wird neben einer Solaranlage auch noch die Windkraft in elektrischen Strom umgesetzt. Im Herbst nächsten Jahres soll die Ausscheidung stattfinden.

Roboat ist ein autonomes Roboter-Segelboot, das in der Lage ist jedes beliebige Ziel anzusteuern, es müssen lediglich die Koordinaten eingegeben werden. Die optimale Route wird anhand von Wetterdaten berechnet und ständig angepasst. Roboat hat die Fähigkeit zur autonomen Navigation mit dem ersten Platz bei der Microtransat 2006, dem weltweit führenden Wettbewerb für autonom segelnde Boote, bereits erfolgreich unter Beweis gestellt. Anfang September 2007 gelang es den InnoC-Forschern den Titel auf der Irischen See in Aberystwyth, Wales erfolgreich zu verteidigen.

 
Dipl.-HTL-Ing. Roland Stelzer aus Wien ist der Organisator der RobotChallenge


World Robotic Sailing Championship 2008
Roboter Segel Weltmeisterschaft mit Microtransat Generalprobe
20. bis 25. Mai 2008 in Breitenbrunn/Neusiedlersee, Österreich
Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften in Kooperation mit dem Yachtclub Breitenbrunn.

Die Vision von Maschinen, die uns in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens Aufgaben abnehmen, hat zahlreiche wissenschaftliche Initiativen in der Robotik entstehen lassen. Die Forschung im Bereich von vollautonomen Roboter-Segelbooten hat zuletzt 2006 durch die Microtransat-Initiative von Mark Neal und Yves Briere einen großen Aufschwung erfahren. Immer mehr Teams versuchen ihren Roboterbooten die komplexen Abläufe des Segelns bei zu bringen. Die beste Routenplanung, der perfekte Umgang mit sich ständig ändernden Windverhältnissen, sowie das perfekte Timing bei Wende und Halse sind nur einige der Skills, die die künstlichen Segler bei der Weltmeisterschaft beherrschen müssen.

Von 20. bis 25. Mai 2008 werden die besten Roboter-Segelboote der Welt in Breitenbrunn am Neusiedlersee (Österreich) um den ersten Weltmeistertitel im Roboter-Segeln kämpfen. Der Wettkampf gilt gleichzeitig als Generalprobe für die Microtransat im Herbst 2008 - die erste vollautonome Atlantiküberquerung von Robotersegelbooten mit maximal 4m Länge.

Ein besonderes Highlight der WM-Woche wird auch ein Mensch/Maschine-Rennen sein, bei dem wir beobachten können, wie gut die Roboter derzeit im Vergleich zum Menschen segeln können. Eine wisschenschaftliche Konferenz zum Thema rundet die einwöchige Veranstaltung ab.


Tonband ist out - Flashrecorder sind angesagt

Professionelle Mobil Recorder


Heinz Schmitz

Heinz Schmitz, der schon öfter für unsere Redaktion gearbeitet hat, machte aus Eigeninteresse einen Test mit den professionellen Recordern, die heute weder Tonbändet, noch Kassetten als Aufzeichnungsmedium benutzen. Der Trend zum Flashrecorder ist nicht umkehrbar.

Digitalrecorder setzen sich zaghaft für die Aufzeichnung von Sprache und Musik durch. Die Qualität moderner Gerät ist dabei so hoch, dass die Aufzeichnung problemlos für den Sendebetrieb genutzt werden können. Der analoge Kassettenrecorder, das Tonbandgerät und sogar der digitale DAT-Recorder kann durch kompakte Geräte ersetzt werden, die auf Compactflash-Karte oder SD-Karte aufzeichnen. Wichtig bei den Recordern ist, dass die eingebauten Mikrofone eine sehr gute Qualität haben um vor den empfindlichen Ohren der Toningenieure zu bestehen.

Mp3-Player sind seit Jahren der Standard der mobilen Musikversorgung. Was früher der Walkman war, ist heute ein iPod oder Anverwandte. Auf der Aufnahmeseite erobern die potentiellen Nachfolger analoger Recorder erst langsam den Markt. Ein Grund mag darin zu suchen sein, dass die breiteste Auswahl an Digitalrecordern im Musikalienhandel zu finden ist.

Der Grund dafür wiederum mag darin liegen, dass die Hersteller die Geräte mit Funktionen Ausstatten, die vor allem Musikerherzen erfreuen. So finden sich Funktionen wie Metronom, Gitarrenstimmgerät, digitales Schlagzeug oder auch Effekte wie Hall, Echo, Verzerrer oder Verstärkersimulator in den kleinen Recordern.



Einige Recorder sind mit so genannten Multitrack-Funktionen ausgestattet. Das heißt, man kann, wie in einem Tonstudio, mehrere Spuren nacheinander einspielen. Dabei können  schon eingespielte Spuren während der Aufnahme abgehört werden. Musiker nutzen solche Funktionen um zum Beispiel Rhythmus und Melodiespuren schrittweise einzuspielen und zum Schluss noch den Gesang aufzunehmen. Für eine  Interviewsituation ist Multitrack nicht notwendig.

Die Aufzeichnung der Recorder erfolgt verlustfrei im WAV Format, mit einstellbarer Qualität und Abtastrate. Die meisten können auch direkt im MP3 Format mit unterschiedlichen Bitraten aufzeichnen. Da das unkomprimierte WAV-Format fast den zehnfachen Speicherbedarf wie das komprimierte MP3 Format hat, reduziert sich die mögliche Aufzeichnungszeit dramatisch. Desweiteren setzt die unkomprimierte Aufzeichnung voraus, dass man schnelle Speicherkarten verwendet, die den entstehenden Datenstrom in Echtzeit wegspeichern können. Andersfalls läuft das Gerät auf einen Fehler oder, noch schlimmer, beim Abhören entdeckt man Aussetzer.

Die Recorder verfügen in der Regel über ein paar Kondensatormikrofone, die direkt Stereoaufzeichnungen ermöglichen. Dabei sind, je nach Bauform feste oder unterschiedliche Richtichcharakteristiken realisiert. An fast alle Geräte könne darüber hinaus externe Mikrofone angeschlossen werden. Beim Einsatz professioneller Kondensatormikrofone, muss man allerdings darauf achten, dass der Recorder die 42 Volt Phantomspeisung liefert, die Voraussetzung für die Funktion sind. Ein weiteres Hindernis beim Einsatz professionelle Mikrofone können die Anschlusskabel werden. In der Regel werden Mikrofone mit so genannten XLR-Steckern angeschlossen. Die Recorder haben in der Regel die kompakten 3,5 mm Mini-Klinkenstecker. Wenn man nicht selber löten kann oder will findet man entsprechende Adapter meist im Musikalienhandel.



Die wachsende Beliebtheit von PodCasts wollen immer mehr Anwendern Sprache und Musik mit ihrem Computer  aufzeichnen. Digitale Recorder können hier helfen, weil die Tonaufzeichnung unabhängig vom Computer erfolgt. Das akustische Logbuch kann auch „im Feld“ entstehen. Beim Anschluss des Recorders verhält er sich wie ein Massenspeicher und man kann die Audiofiles einfach auf seinen Rechner kopieren.

Einige Recorder können auch als USB-Sound Device betrieben werden. Das eingebaute Mikrofon kann zur direkten Aufnahme mit dem Computer verwendet werden. Will man nur am Computer aufzeichnen, werden mittlerweile auch Mikrofone angeboten, die über USB-Schnittstelle verfügen und so ohne Umweg über Verstärker, Mischpult oder Audiokarte direkt mit dem Aufnahmeprogramm betrieben werden.

Digitale Recorder sind ab etwa 200 Euro erhältlich. Der Preis für USB-Mikrofone beginnt bei 60 Euro.






Eine Untersuchung gibt Auskunft über die Netiquette

Wer nicht weiß, was mit dieser Überschrift gemeint ist, dem lege ich die Definition der Netiquette aus einer Internetseite vor:

Netiquette
Wortkreuzung aus Net und Etiquette. Mit Netiquette werden die Verhaltensregeln der Kommunikation im Internet bezeichnet. Es entspricht z. B. nicht der Netiquette, bei einer Nachricht GROSSBUCHSTABEN zu verwenden - damit bringt man zum Ausdruck, dass man schreit.


Ich frage mich bei dieser Definition, ob das nicht ein wenig danebenliegt. Wieso "schreie" ich, wenn ich Großbuchstaben verwende? Man muss ja auch nicht alles verstehen.

An der Hamburg Media School wurde eine Studie über das Verhalten der Internetnutzer erstellt.

Welche Rolle spielt Ethik im Web 2.0? Brauchen Nutzer im Web 2.0 Privatsphäre? Welche Ansprüche stellen Nutzer an Weblogs? Machen sich Blogger Gedanken über angemessenes Verhalten im Web 2.0? Ein aktuelles Forschungsprogramm an der Hamburg Media School unter Leitung der Medienpsychologen Prof. Sabine Trepte, Leonard Reinecke und Katharina-Maria Behr widmet sich der Frage, wie unsere Vorstellungen von Medienethik sich durch das Internet verändern.
Gefördert wurde das Forschungsprogramm von "Wertevolle Zukunft - Stiftung für ethisches Handeln" ansässig in Hamburg.

Wir sprachen in der Sendung mit dem Diplompsychologen Leonard Reinecke.


Leonard Reinecke

Im Internet kann jeder zum Medienmacher werden. Journalistische Standards und die Qualität von Berichterstattung scheinen dabei keine Rolle zu spielen. Trotzdem ist Medienethik im Internet nicht bedeutungslos. In der Blogosphäre entwickeln sich neue Verhaltensweisen und andere Konzeptionen von Medienethik.

Selbstoffenbarung und Schutz der Privatsphäre sind kein Widerspruch.
Wer Artikel und Kommentare in Weblogs schreibt, ist eher bereit, gegenüber Freunden und Fremden etwas von sich preiszugeben. Diese Internetnutzer legen mehr Wert auf Erleben von Gemeinschaft und sind stärker an Innovationen interessiert als Personen, die weniger mit dem Web 2.0 vertraut sind. Ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Privatsphäre haben im Internet aber alle, egal, ob sie sich aktiv am Web 2.0 beteiligen oder keine Web 2.0-Angebote nutzen.

Müssen Tageszeitungen wirklich besser sein?
Internetnutzer sind der Meinung, dass Tageszeitungen mehr auf die Qualität ihrer Artikel achten und stärker den Pressekodex einhalten müssen als Weblogs. Dennoch spielt das Medium keine Rolle, wenn Internetnutzer tatsächlich einen Text bewerten. Derselbe Text als Blogeintrag wurde als genau so hochwertig beurteilt wie als Tageszeitungsartikel. Aber: Ethisch fragwürdige Berichterstattung wird in Weblogs und Tageszeitungen gleichermaßen kritisiert.

Brauchen die Blogger einen Kodex?
In der Blogosphäre wird intensiv über Medienethik diskutiert. Viele Themen sind hier so aktuell wie in den klassischen Medien: Schutz der Privatsphäre, Einhaltung der Sorgfaltspflicht, Kennzeichnung von Werbung und PR. Aus dem Web 2.0 ergeben sich aber auch neue Aspekte. Die Sicherheit von Daten spielt beispielsweise eine wichtige Rolle. Ein Konsens zu Medienethik im Internet liegt zwar in weiter Ferne, aber in einer Sache sind sich die Blogger einig: Allgemeine Regeln des Zusammenlebens sollten eingehalten werden. Dann braucht man keinen Bloggerkodex.

Weitere Informationen zu den Studien:
Dipl. psych. Leonard Reinecke, Hamburg Media School, Finkenau 35, 22081 Hamburg
E-Mail: reinecke[at]hamburgmediaschool.com
Internet: www.hamburgmediaschool.com


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