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SENDUNGSARCHIV

25.02.2008
Folge 91

TEC TV : Ein weiterer Sender im Internet

Als ich die Pressemeldung vom VDI las, ärgerte ich mich gleich über den ersten Satz. Da muss man mit Blindheit geschlagen sein, wenn man heute noch meint, man wäre der erste überhaupt. Aber das ist sicherlich zweitrangig. Wichtig ist, dass üb erhaupt etwas in Deutschland passiert. Lange Zeit sah es ja so aus, als wäre es fast unsittlich über technische Zusammenhänge etwas im Fernsehen zu zeigen. Ich habe dies viele Jahre am eigenen Leib gespürt.
Als Grund konnte ich nur die fehlende Ausbildung der Hierarchien entdecken, die sich lieber nicht blamieren wollten und daher lieber einen Technikboykott anzettelten.
Jetzt ist der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) mit einer Initiative gestartet, die vor allem junge Menschen im Blick hat. Ganz plötzlich stgellt man nämlich fest, dass Ingenieure und Techniker Mangelware in unserer Wirtschaft sind.
Hier der Wortlaut der Pressemeldung in kursiv dargestellt.


TecTV: Der erste Techniksender im Internet

Gestern ging im Rahmen der vom VDI gegründeten Initiative SACHEN MACHEN Deutschlands erster Technik-TV-Sender an den Start. Der insbesondere für den Nachwuchs gegründete WebTV-Sender 'TecTV' ist unter www.tectv.de zu erreichen.


Logo: TecTV

"Pro Jahr fehlen rund 50.000 Ingenieure in Deutschland, Tendenz steigend. Wir möchten mit TecTV bei jungen Menschen wieder das Interesse für Technik wecken", erklärte Dr. Willi Fuchs vom Verband Deutscher Ingenieure (VDI) und Sprecher der Initiative SACHEN MACHEN, das Konzept. Die 'Sendung mit der Maus für Große' soll komplexe technische Sachverhalte unterhaltsam und informativ vermitteln, und das auf 'ihrem' Medium.

"Schon heute schauen 46 Prozent der 14- bis 19-Jährigen mindestens einmal pro Woche Web-TV", so Andreas Vill, Geschäftsführer des Produzenten von TecTV, der Werbeagentur fischerAppelt. "SACHEN MACHEN geht mit TecTV auch technologisch in Führung. Nach diesem Beispiel werden sich weitere Branchen-IPTV Plattformen formieren und etablieren."

Unterhaltsam und informativ

Alternative zum Technikunterricht
TecTV zeigt zum Beispiel, wie über Windräder Strom erzeugt wird, wie Biokraftstoffe eine ökologisch sinnvolle Ausweichlösung sein können oder wie ein umweltschonendes Kohlekraftwerk in Zukunft aussieht. "Mit diesen und ähnlich attraktiven Themen werden wir gezielt auf Schulen zugehen, um ihnen eine Alternative für den meist fehlenden Technikunterricht anzubieten", zeigte Christoph Dänzer-Vanotti, Personalvorstand der E.ON AG und Partner bei TecTV, weitere Schritte auf.


Wir sprachen mit Sven Renkel vom VDI

Programmbeirat
Um die redaktionelle Neutralität des Programms kümmert sich ein eigens geschaffener Programmbeirat bestehend aus kompetenten TV- und Wissenschaftsexperten, darunter Manuela Kasper-Claridge, Abteilungsleiterin der Wirtschafts- und Wissenschaftsredaktion von Deutsche Welle TV, und Prof. Stefan Korol, Professor für Technikjournalismus an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Für Betrieb und Hosting von TecTV arbeitet fischerAppelt, tv media mit TV1.DE, der führenden technologischen Plattform für internetbasierte Televisions- und Mediendienstleistungen, zusammen.
Zusatzinformationen
Im Web

   * www.tectv.de
     TecTV präsentiert monatlich jeweils am ersten Montag ein aktualisiertes moderiertes      TV-Magazin mit unterschiedlichen Beiträgen. Es wird auch on demand verfügbar sein.
   * www.sachen-machen.org
     SACHEN MACHEN wurde 2006 auf Initiative des VDI gegründet und umfasst mittlerweile mehr als 100 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft.




Die Soundbridge machte auch mir Schwierigkeiten

"Back packt aus" zeigte in der vorletzten Sendung die Pinnacle Soundbridge von Roku, die erstaunlich günstig bei http://www.pearl.de angeboten wird. Mit 70 Euro ist das ein sicherlich faires Angebot. Doch man muss bedenken, dass diese Ausgabe eben auch nur eine abgespeckte Ausgabe der großen Roku Soundbridge. Zum Beispiel fehlt der LAN Stecker. Nicht jeder ist Freund dews WLAN's. Und dann stellt man plötzlich Probleme fest, die zwar alle lösbar sind - aber ein Suchen vorausschicken.



Bei mir führte es zu Problemen, als ich meinen Router das DHP verboten hatte. Ich wollte nur noch mit festen IP Adressen  arbeiten und die MAC Adressen dazunehmen. Nicht etwa, dass ich in einer Gegend wohne, wo Routerknacken zum Alltag gehört; doch es ist mittlerweile zu gefährlich geworden.
Wenn WPA geknackt wurde und der Einbrecher auf den Router kommt, so können mit meiner IP-Adresse einige dummen Sachen angestellt werden. Deshalb sollte man das tun, was in punkto Sicherheit möglich ist.
Mittlerweile versorge ich schon eine ganze Menge mit WLAN im Haus. Da sind zwei WLAN Kameras montiert, drei Webradios im Haus verteilt, ein PDA und ein Handy fungieren als Client. Zusätzlich will eine WLAN Platte wireless in das Netzwerk. Dann kommen noch zwei Computer hinzu. Alle ließen sich einwandfrei auf eine feste IP Adresse legen. Nur die Soundbridge machte Schwierigkeiten.
Da man nur mit der Fernbedienung mit dem Gerät kommunizieren kann und es keinen Punkt im Menü: "Einstellen der IP Adresse" gibt, guckt man erst einmal "dumm aus der Wäsche".
Ich blätterte und blätterte im Netz herum, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt. Ich stieß dann bei Pinnacle auf eine Anleitung. Es wird mir schwerfallen, die noch einmal herauszufinden. Ich werde es aber gleich probieren.
Die Soundbridge funktionierte eigentlich von Anfang an ohne jegliche Probleme. Doch als das automatische Beziehen einer IP Adresse abgeschaltet hatte, war es vorbei. Die Bridge sattelte jetzt auf einen völlig anderen IP Adressraum. Aus den Daten 192.168.1.xxx wurde plötzlich ein 169.254.xxx.xxx. Das konnte nicht mehr passen.
Jetzt musste ich meinen Router umstellen. Die Gatewayadresse setzte ich auf 169.254.1.1 und ging in das gute alte DOS Fenster. Mit ipset 169.254.xxx.xxx (also die neue IP - Adresse der Soundbridge) konnte ich mit dem Gerät Kontakt aufnehmen. Dann war alles passiert. Als ich dann meinen Router wieder auf die alten Werte setzte, dann funktionierte es prächtig. Jetzt spielt sie unter der 192.168.1.35 ohne Probleme.

Hier wird erkärt, wie man die IP Adresse setzt:
http://www.rokulabs.com/support/soundbridge/static_ip.php

Die zweite Sache, die ich hier ansprechen möchte ist Vistaspeziell. Bei dem Radio ist eine Software dabei, die sich Roku Radio Snooper nennt. Mit ihr kann man Sender auf die Presettasten legen. Zum Beispiel ist es ganz nett, die Heimatsender, die nicht in der Datenbank sind dort einzutragen. Sie lassen sich dann per Fernbedienung aufrufen.
Irgendwie klappt das eben mit VISTA nicht. Ich habe dann den Umweg gewählt und die Software als Virtuelle Maschine unter Windows 2000 installiert. Damit geht es recht easy. Ob das ein guter Tipp war, seinen Computer erst mit anderen Betriebssystemen auszustatten, um die Heimatsender zu empfangen, weiß ich noch nicht ganz. Denn bis die VM läuft, muss man auch einigen Gehirnschmalz hineinstecken. Vielleicht gibt es ja bald ein Update.


Ein Drucksensor im Auge?

Sensoren überwachen Produktionsprozesse, entlarven winzige Risse in Flugzeugen und ermitteln die Wäschemenge in der Maschine. Künftig sollen sie ihre Dienste auch im menschlichen Körper leisten und bei erhöhtem Druck im Auge, in der Blase oder im Gehirn Alarm schlagen.


Schnitt durch einen Drucksensor

Ist der Druck im Auge zu hoch, sterben dort kontinuierlich Nervenfasern ab - es kommt zu Gesichtsfeldausfällen oder gar Erblindung. Da der erhöhte Augeninnendruck meist keine Schmerzen bereitet, wird die als "Grüner Star" bezeichnete Krankheit oft zu spät erkannt. Zusätzlich neigen diese Patienten im Alter oft zum Grauen Star: Die Linse trübt sich.

Ärzte entfernen die natürliche Linse operativ und ersetzen sie durch eine künstliche. Um einen weiteren Verlust an Nervenfasern zu vermeiden, stellen sie anschließend den Augeninnendruck über Medikamente möglichst genau ein. Das Problem: Der Druck schwankt trotz der Medikamente - die Patienten müssen ihn ständig vom Arzt kontrollieren und die Medikamentendosis entsprechend anpassen lassen.


Links: Mikroskopaufnahme eines Drucksensorarrays. Rechtes: Vergrößerte Aufnahme eines Schnittes durch ein Sensorelement.

Ein Sensor, den Forscher am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg entwickelt haben, soll den Betroffenen künftig die permanenten Arztbesuche ersparen. "Wir integrieren den 2,5 mal 2,6 Millimeter großen Sensor in die künstliche Augenlinse", sagt Thomas van den Boom, Gruppenleiter Biohybride Systeme am IMS. "Das Sehvermögen wird dabei nicht beeinträchtigt." Boden und Deckel des Sensors bestehen aus leitfähigem Material, der Deckel ist im Gegensatz zum Boden flexibel. Steigt der Druck, dellt sich der Deckel entsprechend ein - der Abstand zwischen Boden und Deckel verringert sich, die elektrische Kapazität steigt. Über eine kleine Antenne sendet das Implantat die Druckdaten an ein Lesegerät, das sich im Bügel einer Brille befindet. Der Patient kann die Ergebnisse auf einem Zusatzgerät ansehen und feststellen, ob der Druck in einem kritischen Bereich liegt. Eine Antenne im Brillengestell versorgt den Sensor über ein elektromagnetisches Feld mit der nötigen Energie. "Der Stromverbrauch des Sensors muss dafür extrem gering sein", sagt van den Boom. "Alle ungenutzten Komponenten werden in eine Art Schlafmodus versetzt und nur bei Bedarf angeschaltet."


Schematischer Querschnitt durch einen monolithisch integrierten Drucksensor in einem 1.5 µm CMOS-Prozeß mit Einlagenmetallisierung.(Bilder IMS Duisburg)

Das dauerhafte Augenimplantat ist in der klinischen Studie, in etwa zwei bis drei Jahren könnte es regulär zum Einsatz kommen. Doch nicht nur im Auge kann der Sensor wertvolle Dienste leisten: In Gefäßen des Oberschenkels oder des Oberarms eingesetzt, hilft es Patienten mit chronisch erhöhtem Blutdruck. "Herkömmliche Blutdruckmessgeräte für zu Hause sind nicht geeignet, um die Dosierung der Medikamente optimal einzustellen", sagt van den Boom. Auch bei erhöhtem Hirndruck und bei Inkontinenzproblemen verspricht der Sensor Hilfe.


Wir sprachen in der Sendung mit Thomas van den Boom

Ansprechpartner:
Thomas van den Boom
Telefon: 02 03 / 37 83-2 07
Fax: 02 03 / 37 83-2 78
thomas.van.den.boom@ims.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS
Finkenstraße 61
47057 Duisburg


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