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07.04.2008
Folge 103

Mensch - Maschine. Ein Gestencomputer

Konrad Zuse, der den Computer erfunden hat, hatte schon das Problem, dass er die "Eingabe" von Anweisungen definieren musste. Für ihn war ein Film der Träger der Eingabeinformationen. Eine Maus oder ein ähnliches Gerät gab es noch lange nicht. Andere Möglichkeiten, um eine Mensch - Maschine Schnittstelle zu realisieren waren völlig utopisch. Bei ihm ging es um das pure Demonstrieren von Fähigkeiten einer Maschine.
Heute sind wir da schon ein ganzes Stück weiter. Wir können auf die Maus am Computer nicht mehr verzichten. Dennoch stellt man fest, dass manche User am Laptop mit dem Keypad optimal zurechtkommen. Versuche, die Mensch-Maschine- Kommunikation mit der natürlichsten Form zu verquicken, sind meistens in der Realität gescheitert. Auch Vista macht da keinen riesigen Fortschritt.
Die Kommunikation mit dem Computer über Gedanken hat zuerst der Computerclub gezeigt. 1986 zeigrten wir, wie man mit den sogenannten Alphawellen die Gehirnaktivitäten zur Steuerung eines Computerprogramms einsetzen kann.
Eine weitere Mögtlichkeit zur Kommunikation stellt ein gestengesteuerter Computer dar. "Daumen nach oben" oder "Daumen nach unten"  können zwei lesbare Signale für eine Software sein, um darauf zu reagieren.

An der Uni Ilmenau wurde an den Möglichkeiten geforscht. Wie kann man ein System entwickeln, das möglichst schnell mit den natürlichen Gesten kommunizieren kann? Voraussetzung war zusätzlich: der Hardwareaufwand muss gering bleiben.

Interessant war die Erkenntnis, dass Leute, die auf eine Gestenkommunikation angewiesen sind, keine normierte Sprache vorfinden. Man sollte meinen, dass hier evtl. auf ein internationales Gestenalphabet zurückgegriffen würde. Chinesen verstehen Franzosen, Franzosen verstehen Deutsche. Weit gefehlt.

Dennoch könnte die leichte Implementierung der Software in eine billige Webcam vielen Menschen in der Kommunikation mit dem Computer helfen.


Unsichere Garagenfunkschlüssel

Sicherheitslücke betrifft alle Keelock-basierten Zugangskontrollen
Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben nach eigenen Angaben den Schlüssel für Keylock geknackt, der in zahlreichen Türöffnungssystemen für Garagen und Gebäude zum Einsatz kommt. Die aufgedeckte Sicherheitslücke besteht den Forschern zufolge bei allen Systemen, die auf Keelock basieren.

Einer Gruppe um Professor Christof Paar vom Bochumer Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit gelang es unter Einsatz kryptoanalytischer Verfahren, eine Angriffsmethode zu entwickeln, mit der sich z.B. Garagentoröffner über eine Entfernung von bis zu 100 Metern klonen lassen. "Das Abfangen von nur zwei Nachrichten erlaubt es Unbefugten, einen Schlüssel zu kopieren und sich Zugang zu Auto oder Haus zu verschaffen", sagte Paar. Mittels eines anderen Angriffs könne die Garage so manipuliert werden, dass die normalen Sender nicht mehr funktionierten und dem rechtmäßigen Besitzer der Zugang verwehrt bleibe.

Ein Funktüröffner besteht aus einem Sender, und einem Empfänger, der sich in der Garagensteuerung befindet. Beide Seiten, Sender und Empfänger, verschlüsseln ihre Funkkommunikation mit der Keylock-Signatur. Die Angriffe der Bochumer Gruppe ermöglichen die Rückgewinnung des geheimen Schlüssels sowohl auf der Sender- als auch auf der Empfängerseite durch die Messung der elektrischen Energie, welche die Geräte verbrauchen.

Unter Anwendung der so genannten Seitenkanalanalyse konnten die Forscher den Herstellerschlüssel - eine Art Generalschlüssel für sämtliche Produkte einer Serie - aus dem gemessenen Stromverbrauch des Empfängers herleiten.

Keylock wird seit Mitte der neunziger Jahre standardmäßig in Zugangskontrollsystemen eingesetzt. Es ist eines der am weitesten verbreiteten Verfahren in Europa und den USA. Neben der häufigen Verwendung in Türöffnern und Gebäudezugangskontrollsystemen wird Keylock auch von anderen Produkten  eingesetzt.


Prof. Christof Paar


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