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05.05.2008
Folge 107

15 Jahre www - eine Erfolgsstory

Ich weiß es noch wie am ersten Tag - als ich Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal den Videotext in Farbe gesehen habe und mich mit einer Fernbedienung durch viele viele Seiten quälen konnte, da hatte ich kapiert, was man mit einem Fernsehgerät oder einem Monitor alles machen kann. Schnelle Nachrichten auf Wunsch abrufen, auch wenn sie nur geschrieben waren, war ein Stück neue Freiheit.
So wünschte ich mir die neue Welt. Ich bekam sie dann ja auch mit vielen neuen Facetten.

Es begann Anfang der achtziger Jahre das Zeitalter der Mailboxen. Obwohl es schon bald Netze gab, so verlief der Mailboxkontakt doch meistens im Zwiegespräch mit einem Computer. Und dann Anfang der achtziger Jahre kam Bildschirmtext. Eigentlich eine ganz nette Sache, wenn nicht alles so kompliziert abgelaufen wäre. Aber man konnte sich schon auf etwas "Besseres" vorbereiten.

Endlich - im April 1993 kam die Kunde vom www. Vom CERN aus Genf kam ein sogenannter  Browser namens Mosaik. Mit dem sollte es nun möglich sein, das Internet einfach zu bedienen. Und es wurde nicht zu viel versprochen. Plötzlich konnte man alle Fesseln ablegen, die uns die Bundespost mit Btx angelegt hatte und konnte sich weltweit bewegen. Am Anfang probierte ich aus, ob es denn wirklich möglich sein kann, dass man Informationen aus Australien holen kann. Die Welt rückte näher zusammen und plötzlich hatte man etwas mit der Weltzeit am Hut, ohne dass man im Flugzeug saß. Wollte man damals mit den Vorläufern von Netmeeting einen Kontakt herstellen, brauchte man sich nicht zu wundern, dass keiner ansprechbar war, wenn wir es von hier in der normalen Zeit versuchten.
Dann ging es bei uns eigentlich erst 1994/95 bei uns so richtig los. Irgendwann hatten die Medien entdeckt, dass es chic ist, sich mit einer www.xxx.de  Adresse  zu schmücken. Das, was die Mailbox und der Bildschirmtext nicht schafften, das schaffte das Internet spielend. Plötzlich wollten alle an der elektronischen Kommunikation teilnehmen. Der Ansturm auf das Netz so gewaltig, dass man 1998 prophezeien konnte: Wenn der Zuspruch so bleiben würde, wie er zu dieser Zeit war, dann hätte jeder Mensch auf der Erde im Jahre 2002 einen Internetanschluß. Natürlich war dies eine unsinnige Prognose; doch zeigte sie das gewaltige Interesse der Menschen an Kommunikation.


Mal ein anderes Bild von den "Dinos"

Wir wollen uns in der Sendung einmal an die Zeiten erinnern, die wir natürlich von Anfang an mitgemacht haben. Uns blieb auch keine der häufigen Sensationen verborgen.


Das lebendige Handy kennt man am Herzschlag

Im Projekt Ambient Life wird untersucht, wie lebensähnliche Zustandssignale wie Atmung und Puls durch mobile Geräte dargestellt werden können.
Mit Hilfe von Servo- und Vibrationsmotoren können unterschiedliche Zustände des Geräts, wie z. B. verpasste Ereignisse oder ein kritischer Batterieladezustand, durch lebensähnliche, dauerhafte Bewegungen wie Atmung, Puls oder Muskelkontraktion signalisiert werden. Der Ansatz der Lösung stellt den Menschen ins Zentrum und setzt dabei auf einen kognitiven Mechanismus, der auf Selbstverständlichkeit und vertraute, natürliche Signale setzt.


Rechts ist unser Gesprächspartner Fabian Hemmert

Bald soll es die ersten Demoversionen geben, mit denen man sein Vibrationshandy zum Gamagotchi verwandeln kann. Ein interessanter Ansatz.


Der gläserne Mensch im Internet

Jeder Klick im Internet hinterlässt Datenspuren, aus denen die Betreiber von Anzeigen-Servern mehr über uns lernen. Aus den Inhalten, auf die wir zugreifen, lassen sich soziodemographische Eigenschaften, Vorlieben und Interessen ableiten. Werbetreibende können ihre Werbung so an eine genau definierte Zielgruppe ausliefern. Auch im Spam- und Phishing-Geschäft ist es wichtig, Informationen über Interessen und Neigungen der potenziellen Empfänger zu sammeln.


Prof. Tobias Scheffer

Mittel der Wahl ist dabei zumeist, Datenbanken verschiedener Internet-Services zu hacken und zu kopieren. Phishing-Angriffe lassen sich so durch Social Engineering auf den Empfänger abstimmen und kaum von legitimen Nachrichten unterscheiden. Spam- und Online-Betrug bieten ein weites Feld wissenschaftlicher Herausforderungen für die Informatik.
Die Vorlesungsreihe behandelt das kontrovers diskutierte Thema der immer größeren Durchleuchtungsmöglichkeit des Menschen aus verschiedensten Perspektiven. Dabei geht es sowohl um aktuelle Forschungsansätze als auch um neue Erkenntnisse aus der Praxis des Datenschutzes.


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