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18.09.2006
Folge 9

PDA und Webradio

Die Welt wächst zusammen

Auf der Internationalen Funkausstellung stellten wir ein Radio vor, das lediglich zum Empfang von Webradio vorgesehen ist. Ein eingebautes WLAN Modul macht das Radio innerhalb des Hauses mobil. Doch an den Einbau eines Akkus hat man nicht gedacht.

Daher ist der gut dran, der einen PDA sein eigen nennt. Am besten gleich mit eingebautem WLAN. Ansonsten tut es auch eine CF- oder SD WLAN Karte. Der PDA hat schon einen Akku und für den besseren Sound gibt es heute kleine Boxen, die sich nicht schlecht anhören.



Bei der Suche nach einem PDA Webradio stieß ich dann auf die Firma RESCO. Die Produkte, wie RESCO Dateimanager und RESCO Regeditor kenne ich bereits und bin sehr zufrieden, da sie die Software von Microsoft um Meilen schlagen. Doch das Webradio hat einen Schönheitsfehler. Es kostet 19.95 $. Ich glaube 14 Tage spielt die Demoversion.

Ich dachte mir schon, dass ich nach 14 Tagen mein eigenes Radio programmiert haben muss, doch dann fand ich einen kostenlosen Player, den GSPlayer.

Es dürfte gar nicht so schwer sein, das Radio zu realisieren. Mit der Winsock.ocx, die es ja auch für den PDA gibt, holt man den Stream ab und übergibt ihn dann dem MP3 Plugin.

Aber warum das Rad noch einmal erfinden? Der Player macht einen guten Eindruck; jedoch fehlt die Möglichkeit, das Gehörte auch abzuspeichern, was beim RECO funktioniert.



Der Player hat sogar einen Equalizer eingebaut, bei dem ich allerdings keinen Unterschied hörte, wenn ich die Buttons bewegte.

Wer nun Radios hören will, der braucht auch einen Sender dazu. Vor allem braucht man elektronische Hilfe bei der richtigen Auswahl. Immerhin mehr als 15000 Stationen soll es weltweit bereits im Netz geben.



Die beste Seite für das Suchen einer Station ist Die zentrale Radioseite scoutcast.com Hier kann man nach Themen suchen und sich dann die gewünschte Station aussuchen. Es ist schon lustig, was es da alles zu hören gibt.

GSPlayer Download
Die Shoutcast Seite
Zum RESCO Webradio Download


Zukunft der OLED's

Wer glaubt, dass die Displaytechnik die Spitze ihres Könnens erreicht hat, der irrt sicherlich. Immer dann, wenn man eine Technologie perfekt beherrscht, dann steht schon der Nachfolger in den Startlöchern. Besser, schneller, schöner. In diesem Fall heißt die neue Displaytechnologie OLED (organic light emitting diode). Das raffinierte an dieser Technik ist, dass man luminiszierende Partikel so, auf verschiedene Materialien aufbringen kann, dass sie in verschiedenen Farben quasi selbst leuchten. Das spart Strom und bringt andere Grenzen ebenfalls zum Einsturz.

Ich erinnere mich an eine irre Demonstration bei Epson vor wenigen Jahren. Mit einem Tintenstrahldrucker wurden verschiedene OLED Partikel auf eine flexible Folie gespritzt. Mit dabei war schon die Matrix zur Ansteuerung der einzelnen Pixel. Als die Folie voll bedruckt war, schloss man sie an einen Computer an und sie begann zu leuchten und zeigte ein schönes Farbbild.



Leider haben die OLED's heute noch Nachteile. Die einzelnen Partikel haben eine zu geringe Lebensdauer altern je nach Farbe verschieden, so dass sich der Bildeindruck ständig verändert. Währen rote OLED's bereits Jahre halten, sind vor allem die blauen Pigmente, gefolgt von den grünen, nur sehr kurzlebig. Doch es ist zu erwarten, dass die Ingenieure auch dieses Problem in den Griff bekommen.

Es tuen sich hier völlig neue Aspekte auf. Dadurch, dass man die OLED's auf flexiblen Folien aufbringen kann, wird es einrollbare Displays geben. Eine völlig neue Betrachtungsweise für Mobilgeräte. Oder: da man in der Größe nicht beschränkt ist, spricht man schon vom Tapeten Fernsehen, also ganze Wände werden als Display ausgebaut.

Eine schöne neue Welt hält für uns noch viele Überraschungen bereit.

Mehr in unserem Audiodatsignal!


Kauftipps für Fernseher

CCZwei im Gespräch mit Stefan Witzel
Chefredakteur der Zeitschrift av-magazin


Es ist momentan ziemlich unübersichtlich, wenn es um eine Kaufentscheidung für ein neues Fernsehgerät geht. Was will der Kunde?

Entscheidet er sich für eine Bildschirmdiagonale über 1 Meter, so kann wenigstens eine Entscheidung abgehakt werden. Ein Röhrengerät wird es dann nicht werden. Es ist in doppelter Funktion "nicht tragbar". Zum einen ist es für den Transport zu schwer und zum anderen sind auch die Grenzen der Glastechnolgie und die Ablenktechnik für die Ränder beginnt, problematisch zu werden. Plasma oder LCD? Man sollte sich klar darüber sein, dass es kein billiges Vergnügen wird. Denn von den Schnäppchen rät Stefan Witzel ab, da man hier meistens feststellen muss, dass an der Elektronik gespart wurde. Dann hat man zwar ein großes Bild, doch es will sich keiner so recht mit Genuß anschauen.

Gerade beim LCD gibt es so Eckpunkte, die man unbedingt beachten sollte. Man muss sich über die Reaktionsgeschwindigkeit informieren, weil dies ein direktes Maß für die Qualität ist. Ist sie zu lang, so ist der Bildaufbau zu langsam. Dann sollte man sich auch über den Verbrauch informieren. Mittlerweile sind Plasma und LCD ungefähr auf dem gleichen Level. Ganz teure Apparate wiederum wie der von JVC mit HD-ILA benötigen für ihr Riesendisplay von 178 cm unter 200 Watt. Das ist schon sensationell. Mit 200 Watt muss man auch bei kleineren Geräten rechnen.


Flachbildschirme

CC2 im Gespräch mit Jürgen Wilkin
Leiter Presse/Kommunikation, JVC


Nachdem man nun wirklich flache Bildschirme kaufen kann, kommt die nächste Qual. "Für welches System soll man sich nun entscheiden?" Da gibt es Geräte mit HDready- und HD TV- Logo, manche sprechen von FullHD und andere wiederum preisen als allerletzten Schrei Fernsehgeräte mit HD - ILA an.

Fest steht, dass man sich beim Kauf eines großen Bildschirms darüber klar sein muss, was man damit anfangen will. Will man in Zukunft an der neuen digitalen Welt teilnehmen, so ist ein Fernseher mit HDready mindestens angebracht. Nun ist digitale Welt nicht gleich der digitalen Welt. DVB-T, das Überallfernsehen ist zwar digital, doch wurde die Bandbreite der einzelnen Sender so weit heruntergeschraubt (wegen der Vielzahl der Programme), dass sich da 4 Programme einen 10 Mbit/s Stream teilen müssen. Wenn man das auf einen großen Flachbildschirm einspielt, so wird man es sehen: die Auflösung des Signals ist zu gering, um ein gutes Bild zu erzeugen.

Das Kabel und vor allem der Satellit liefern da schon etwas bessere Auflösungen. Am besten ist natürlich ein spezielles HD Signal, das man von der DVD beziehen kann. Doch auch hier sind Grenzen gesetzt. So langsam kommen jetzt die Medien, wo man HD Streams bester Qualität aufzeichnen kann. Mit HD DVD und BlueRay sind solche Geräte, die das können, im Anmarsch.

Im Unterschied zum analogen Fernsehen, wo alles über Jahrzehnte genormt war, galt: 625 Zeilen und ca. 800 Bildpunkte horizontal, 25 Halbilder Interlace. Daran hatte man sich zu halten, denn sonst passte das Signal einfach nicht. Alles, was neu kam, musste sich dieser Norm unterordnen und kompatibel mit der Norm von 1936 sein.

Zunächst musste das Farbfernsehen in das Signal gequetscht werden. Mit dem PAL System hat dies ja wunderbar geklappt. Schwarz Weiß Fernseher konnten ohne Verlust an der Ausstrahlung teilhaben. Dann kam der Videotext, der TOP Videotext, der sich mit den ersten 23 Zeilen der Austastlücke zufriedenstellen musste. Schließlich wurde noch der Fernsehton in Stereo, das VPS- Signal und das 16:9 Signal in die alte Norm gepresst.

Beim Digitalfernsehen ist dies anders. Hier ist weitgehend der Stream skalierbar. Ob ich nun eine Diskussion mit 1 MBit/s und ein schnelles Autorennen mit 10 MBit/s ausstrahle, das ist in der Welt der Digitaltechnik machbar.

Um noch einmal auf die Qualität des HD Fernsehens zurückzukommen. Die Amerikaner sehen das richtige HDTV ab 19 MBit/s. Das wird wahrscheinlich bei uns -wegen der Bandbreitenknappheit- nur über neue Kanäle möglich sein.

Ein Ausweg ist das neue IPTV, das die Provider momentan in Vorbereitung haben. Die Telekom will mit 50 Mbit/s zu uns ins Haus kommen, NETCOLOGNE peilt sogar die 100 MBit/s an. Nötig wird dafür das Verlegen von Lichtwellenleitern bis zu unserem Haus. Die paar Meter bis zu unserer Wohnung soll das alte Kupfer unserer Telefonleitung übernehmen.

In dem Gespräch mit Jürgen Wilkin wird klar, dass wir eine neue Zukunft in punkto Fernsehen erwarten können. Wer sich öfter auf Messen aufhält, der hat die Möglichkeit sich die Qualität der Zukunft anzuschauen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass wir uns freuen können, bei den nächsten Qualitätsschüben dabeizusein. Das Fernsehen der Zukunft hat noch wenig mit dem Fernsehen von 1936 gemein, das auf der Olympiade überhaupt erst laufen lernte.

Mehr in unserem Audiodatsignal.


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