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07.07.2008
Folge 116

Radio - was ist das eigentlich?

Man kann sich trefflich streiten, wenn es um Grundsätzliches geht. Geht man als Techniker an die Sache und will die Frage nach der Definition des Radios beantworten, daa wird man auf den Begriff Rundfunk stoßen. Ich denke da an den Chefingenieur des Westdeutschen Rundfunks, Dr. Danilenko, der mir auch immer das Fernsehen als Rundfunk "verkaufte". Natürlich ist der Ausdruck auf beide Technologien anwendbar, denn technisch gesehen wird ja mit einer Sendeantenne rundgefunkt. Und dieses ist natürlich bei anderen Medien nicht der Fall. Kommt der Hörfunk über das Kabel, so ist es nicht als Rundfunk anzusehen. Was ist mit dem Satelliten? Schon eher zum Rundfunk zu zählen. Doch ganz und gar nicht passt das Internet in diese Definition. Hier ein Server und dort ein Computer. Point to Point. Doch das Radiohören entwickelt sich nach und nach immer mehr in die Richtung Internet. Stirbt damit der Rundfunk?
Diese Fragen besprechen wir mit Dr. Wolfgang Hagen, der in Berlin beim Deutschlandradio Kultur die Hauptabteilung Kultur und Musik leitet. Zusätzlich ist er der Leiter der Medienwissenschaft des Senders.



Die Diskussion in der Sendung ging zweierlei Wege. Für uns ist es eigentlich egal, über welchen Weg ich meienen Inhalt beziehe; doch für die Öffentlich Rechtlichen bedeutet der digitale Weg über das Internet, dass sie den Transport zahlen müssen. Dr. Hagen hat die Rechnung aufgemacht, dass die 1.4 Millionen tägliche Hörer des Deutschlandfunks so viel Traffic auf der Leitung erzeugen würden, dass dies nicht bezahlbar wäre.

Aber hören Sie selbst .......




Die Kunst der Datenquetschung

XML ist das Standard-Datenformat zum Datenaustausch mit Webservices,
was wiederum die derzeit bedeutendste Technologie zur Kopplung
heterogener Softwaresysteme ist.
Ein weiterer Grund für die weite Verbreitung von XML ist, dass sich Daten für Menschen und Maschinen lesbar sehr flexibel beschreiben lassen und dadurch Datenintegration zwischen unterschiedlichen Datenbeständen erheblich erleichtert wird.
Das verbleibende Problem ist die Größe der ausgetauschten XML-Daten. Hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt forschen an der Lösung dieses Problems und haben sich in einer einwöchigen Klausurtagung in Schloss Dagstuhl im Saarland über Lösungsideen dazu ausgetauscht und erste praktische Resultate zu diesem Thema diskutiert.


Prof. Dr. Stefan Böttcher, Uni Paderborn

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wurden an der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Böttcher, Uni Paderborn,
zwei verschiedene Verfahren zur effizienten Kompression von XML-Daten
entwickelt, die mit Standard-Textkompressoren wie gzip oder bzip2 kombiniert werden können.
Diese Verfahren erreichen bereits auf älteren PCs
Kompressionsgeschwindigkeiten von 4-12 Mbit/s in Kombination mit gzip
und Kompressionsgeschwindigkeiten von 1-4 Mbit/s in Kombination mit bzip2.
Die Dekompressionsgeschwindigkeiten sind sogar etwas mehr als doppelt so schnell. Dabei erlaubt die Technologie der Universität Paderborn zusätzlich die Auswertung von XPath-Anfragen auf komprimierten XML-Daten, ohne sie vollständig dekomprimieren zu müssen.
Desweiteren ist die Technologie der Universität Paderborn darauf ausgelegt, auch sehr große XML-Datenmengen, wie sie z.B. in Banken anfallen, zu komprimieren, und ist sogar in der Lage, quasi unendlich lange Ströme von XML-Daten zu komprimieren, zu dekomprimieren und durch Anfragen zu bearbeiten.
Damit ist die Erzeugung und Übertragung komprimierter XML-Daten bereits heute eine gute Alternative zur Übertragung von großen XML-Dateien mit ADSL. Wie sich auf der Experten-Tagung in Dagstuhl zeigte, lässt sich die Paderborner Technologie zur XML-Kompression hervorragend kombinieren mit verbesserten Zugriffsverfahren für komprimierte Texte, die von Wissenschaftlern aus Chile und Finnland entwickelt wurden. Deshalb räumt Prof. Dr. Stefan Böttcher der XML-Kompression auch in Zukunft entscheidende Bedeutung beim Austausch von XML-Daten ein.



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