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14.07.2008
Folge 117

Keine Sommerpause für Viren

Viren und Malware sind die unnötigsten Partner bei unserer Computerarbeit. Doch sie sind allgegenwärtig und die Entwicklung neuer Ideen lässt nich nach. Die Veränderung ist zu erkennen: die Witzbolde, die noch am Anfang ungefährliche Weihnachtsbäume in  der Adventszeit auf Computer verschickten, ist lange vorbei, Mittlerweile wird das Netz zur Bereicherung genutzt. Wer Spam verschickt, der hat vielleicht einen kleinen Prozentsatz an Erfolg, dass tatsächlich ein Spamempfängern auch etwas bestellt.
Dann heißt es "Bingo" und in die Kasse wandert ein bestimmter Betrag. Dass jemand, der 250 Millionen Spammails verschickt, einen monatlichen Salär von 7000 € einstecken kann, ist nicht geeignet, um diese Abzocke durch Erfolglosigkeit ein zustellen. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen unterliegen der Versuchung, dabei zu sein.


Thorsten Urbanski, G DATA, Bochum

Mit Thorsten Urbanski haben wir uns in der Sendung mit einem Fachmann auf dem Gebiete der Malware unterhalten. Er beschäftigt sich rein berufsmäßig mit den Angriffspotentialen, denn er er ist der Pressesprecher von G DATA, die wieder im letzten Test der Computer Bild auf Platz 1 kamen, gefolgt von Avira, die die kleine Version kostenfrei abgeben.
Mittlerweile ist es üblich, dass man nach Computern im Netz Ausschau hält, die nicht bombensicher abgeschottet sind. Diese Computer übernimmt man, ohne dass es der User merkt. Zu gegebener Zeit nutzt man den Computer, um Spam zu übertragen, oder um etwas anderes zu tun.
Der Besitzer hat keinerlei Kenntnis von dem Tun.
Und dennoch kann es sein, dass er in den Fokus der ermittelnden Beamten gerät.Denn die IPAdresse der Spamquelle weist genau auf den Unwissenden hin.
All dieses sind völlig neue Qualitäten, mit den auch ungeübte Technikleute konfrontiert sind. Hier entstehen neue kriminelle Situationen, die nicht beschrieben sind.


Das Kino, das aus den Ohren kommt

Peter Welchering berichtet von einer neuen "Display-Brille", die man an eine Video-Quelle anschließt um dann einen Film "wie im Kino" zu erleben. Eine spezielle Prismen-Optik projiziert das Videobild so, dass es vor den Augen wie auf einer großen Leinwand erscheint. Auch 3-D-Darstellungen sind mit dieser Video-Brille möglich. Peter Welchering war recht überzeugt von dem Erlebnis mit dieser Brille. Er berichtete, dass die Simulation immerhin eine Leinwand von ca. 3*4 Meter projizieren kann. Und dann noch in 3D.


Peter Welchering, freier Journalist, Stuttgart

Sensationell ist es schon, dass man Videos, die man auf einen iPod speichert, in Kinoqualität auf seine Augen projizieren kann. Doch Peters Erzählungen führten zu der Titelgabe: "Das Kino, das aus den Ohren kommt". Es ist wohl in der Tat so, dass die Bilder in Ohrhöhe erzeugt werden und dann über Prismen eingeblendet werden. Ein raffiniertes Verfahren. Wie und wann es zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar. Jedenfalls wird man mit ca. 300 Euro rechnen müssen, um ein 3D Ereignis erleben zu können. Vielleicht wird das 3D Erlebnis endlich zum Standard.



Kabinettstücke

Diese Überschrift taugt auch zu einem Running Gag. Wenn man sieht, wo überall in der Gesellschaft "Kabinettstückchen" entwickelt werden, dann fragt man sich manchmal, wer sich so etwas ausdenkt.

Ein großes Kabinettstück war sicherlich die Diskussion im Bundestag über das Rauchverbot. Da diskutierte man hin und her und machte  sinnige und unsinnige Vorschläge, bis man später feststellte, dass man als Bundestag gar nicht zuständig ist. Das Rauchverbot, so war plötzlich zu hören, ist Ländersache. Hätte man das wirklich nicht früher wissen können?
Ähnlich erscheint mir die Entwicklung bei der Gesundheitskarte.
Wenn ich micht recht entsinne, dann diskutieren wir schon 10 Jahre über dieses digitale Werkzeug: "Was soll drauf, wie weit sollen Informationen gespeichert werden, wer darf es lesen und verändern?" Alles wichtige Fragen. Doch an das wichtigste Argument hat man nicht gedacht. Auf der Gesundheitskarte soll als Identifizierungshilfe ein Foto des Versicherten abgebildet sein.



Das macht natürlich auch Sinn, denn gerade der Missbrauch der Karten soll ja unterbunden werden. Nur - die Krankenkassen sind keine hioheitliche Institution und somit ist das Vorlegen eines Passfotos eines Versicherten Glückssache. Da gibt es schon einige Vorgänge, wo Versicherte sagen: das kostet mich 2 Stundn Zeit, und 10 Euro. Mach ich nicht, oder zahlt mir  eine Aufwandsentschädigung.
So - da stehen wir jetzt. Wahrscheinlich wird es bald heißen: Gesundheitskarte ahoij. Nicht machbar. nicht bezahlbar.

Es sind einige Fachleute jetzt freigestellt, um erneut die digitale Unterschrift vorwärts zubringen, oder bei der Neuerstellung des großen SZ mitzuwirken. Die Aufgaben nehmen nicht ab.


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