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06.10.2008
Folge 129

Wie Hightech den Leistungssport beflügelt

Wenn bei der Olympiade die Radrennfahrer im Team einen Gipfel
erstürmen oder die Handballer ein Match besprechen, dann werden sie von Informatikern unterstützt. Die noch junge Disziplin der
„Sportinformatik“ beschäftigt sich nicht nur mit der Analyse von Spielen und der Entwicklung neuer Sportgeräte, sondern auch mit elektronischen Trainingshilfen und der Robotik.


Unser Gesprächspartner: Prof. Jürgen Perl, Uni Mainz

Nicht nur hartes Training, sondern auch die vielfältige technische
Unterstützung entscheidet heute über olympisches Gold. So entwickeln Ingenieure und Sportwissenschaftler immer effizientere Sportgeräte. Hierfür werden die menschlichen Bewegungen mit Hilfe von Computern systematisch erforscht. Diese Analyse hilft auch beim Training, wenn beispielsweise ein Speer-werfer genau erkennen kann, wie die optimale Flugbahn des Speeres aussehen sollte. Auch bei Teamspielen wie Fußball oder Badminton werden alle Spielzüge heute über Videokameras systematisch erfasst und später im Detail ausgewertet. Hierfür werden Informatiker benötigt, die dann zum Beispiel aus den schnellen Bewegungen auf dem Video den genauen räumlichen Ablauf rekonstruieren können. Mit Hilfe von Multiagentensystemen werden außerdem optimale Spielzüge simuliert, die Schritt für Schritt von den Sportlern trainiert
werden können.

Aber auch im Freizeit- und Gesundheitssport ist das computerunterstützte Training nicht mehr wegzudenken. Mit Kraftmessplatten lassen sich Sprungkraft, Koordination und Ausdauer messen. Anhand von Trainingsuhren kann man außerdem die eigene Leistung optimal bestim-men und sowohl für den sportlichen Anfänger als auch den Athleten einen individuellen Trainingsplan erstellen. Eine besondere Herausforderung für Informatiker
und Sportwissenschaftler ist dabei jedoch die stetig wachsende
Datenmenge. Über Elektroden können heute zahlreiche Messdaten wie Höhe, Geschwindigkeit, Pulsfrequenz oder Atemtechnik erfasst werden, doch es wird immer schwieriger, diese Datenflut auch sinnvoll zu interpretieren.

Hierbei helfen nicht allein leistungsfähigere Computer, sondern es
müssen bessere Methoden und Techniken entwickelt werden.
Die Informatik ist aber nicht nur wichtiger Impulsgeber für den Sport, sondern im Gegenzug hilft sportlicher Ehrgeiz auch der Robotik weiter.


Tischfußball Roboter KIRO
Beim jährlichen RoboCup spielen Roboter miteinander Fußball und zeigen, wie schwierig es ist, menschliches Verhalten sowohl beim Kicken als auch beim logischen Denken im Teamspiel nachzuahmen. Informatiker und Sportwissenschaftler arbeiten hierfür eng zusammen, um die spielerische Taktik mit Hilfe von Computern zu simulieren und die Bewegungen des menschlichen Körpers genau zu analysieren. Dabei sind auch Experten aus anderen Fachgebieten wie der Medizin, Biologie oder Künstlichen Intelligenz gefragt, etwa wenn es darum geht, künstliche neuronale Netzwerke zu entwerfen. Der Freiburger Informatiker Bernhard Nebel, hat außerdem den Tisch-fußball-Roboter KiRo entwickelt, gegen den man in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen Tischfussball spielen kann. Indem das gesamte Spielfeld per Kamera erfasst wird, entscheidet KiRo je nach Spielsituation, wie sich die von ihm kontrollierten Spielstangen bewegen.


Peter Welchering über kritische Infrastruktur


Quelle: BSI

Auf dem Weg ins Informationszeitalter entstehen durch den zunehmenden Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) zwangsläufig neue Verwundbarkeiten und Abhängigkeiten. Wenn sich Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bei den alltäglichen Arbeiten immer mehr in die Abhängigkeit von IT begeben, sind immer mehr Bereiche nur noch arbeitsfähig, wenn die zugrunde liegende Informations- und Kommunikationstechnik zuverlässig und sicher funktioniert. Ist dies in den so genannten Kritischen Infrastrukturen nicht gewährleistet, kann es zu unabsehbaren Folgen für Staat und Gesellschaft kommen.
Der Schutz der Kritischen Infrastrukturen (engl. Critical Infrastructure Protection (CIP)) ist angesichts dieser Bedrohungen und Verwundbarkeiten eine Aufgabe, der sich Staat und Wirtschaft gemeinsam stellen müssen.
Das BSI widmet sich innerhalb der KRITIS-Thematik insbesondere den IT-Bedrohungen, also dem Schutz der Kritischen Informationsinfrastrukturen (engl. Critical Information Infrastructure Protection (CIIP)). Unter dem Begriff "Kritische Informationsinfrastruktur" versteht das BSI sowohl den IKT-Sektor an sich (die großen IT- bzw. TK-Netze mit ihren Komponenten und Betreibern) als auch die IKT-basierten Infrastrukturen der anderen Sektoren.


Endlich mal ein neues Bild von Peter Welchering

www.bsi.bund.de


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