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20.10.2008
Folge 131

Schleswig Holstein macht Ernst mit dem Datenschutz

Gemeinde Molfsee will Sondernutzungserlaubnis nach der Straßenverkehrsordnung verweigern

Die schleswig-holsteinische Gemeinde Molfsee bei Kiel will Google untersagen, die Häuser und Straßen des Ortes für Street View zu fotografieren. Da das Fotografieren ganzer Straßenzüge in Deutschland erlaubt ist, will Molfsee laut einem Bericht der Lübecker Nachrichten von Google eine Sondernutzungserlaubnis nach der Straßenverkehrsordnung verlangen. Google müsse die Sondernutzung der Straße beantragen, und Molfsee werde diesen Antrag ablehnen, erklärte der örtliche CDU-Fraktionschef Reinhold Harwart.


Dr. Thilo Weichert, Landesdatenschützer SWH

Die Bedenken des Politikers richten sich dabei nicht nur gegen mögliche Verletzungen des Datenschutzes durch Street View. Seiner Ansicht nach zeigen die Bilder Details von Häusern, die anschließend von Verbrechern missbraucht werden könnten. Dieser Einschätzung schlossen sich auch der Lübecker Innensenator Thorsten Geißler (CDU) sowie die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm an. Hiller-Ohm kündigte an, dass sich auch der Bundestag mit dem Thema Google Street View beschäftigen werde.

Der Datenschutzbeauftrage  des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Thilo Koch, stufte Google Street View als bedenklich ein. Mit den Fotos für Street View würden personenbezogene Daten gesammelt und ins Internet gestellt. Die Fotos zeigten Menschen in ihrer Freizeit, vor ihren Häusern und in ihren Autos. Das habe im Internet nichts zu suchen, so Weichert.

Google bietet Street View außer in den USA auch in europäischen Ländern wie Italien, Frankreich und Großbritannien an. Britische Datenschützer hatten Anfang August ihr Einverständnis gegeben, dass Google alle britischen Straßen fotografieren und für Street View ins Internet stellen darf. Nach Ansicht der Datenschützer hat Google mit dem Verwischen von Gesichtern und Nummernschildern ausreichende Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre ergriffen.


Bundeswettbewerb Informatik 2008



Der Bundeswettbewerb Informatik (BWINF) ist ein seit 1980 jährlich durchgeführter bundesweiter Wettbewerb für Schüler, der das Interesse an der Informatik wecken und anwendungsbezogenes Denken fördern soll. In drei Runden werden schließlich fünf bis sieben Bundessieger und fünf bis sieben weitere Preisträger ermittelt. Die Bundessieger werden in der Regel ohne besonderes Aufnahmeverfahren in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Weiterhin werden Geld- (750 €) und Sachpreise vergeben. Der Bundeswettbewerb Informatik ist eine Möglichkeit zur Qualifikation zur Teilnahme an der Internationalen Olympiade in Informatik (International Olympiad in Informatics, IOI).

Träger des Wettbewerbes sind die Gesellschaft für Informatik (GI) und die IuK-Gruppe der Fraunhofer-Gesellschaft. Finanziell gefördert wird der Wettbewerb außerdem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hat der Bundespräsident (Deutschland). Der Wettbewerb gehört zu den von der Kultusministerkonferenz anerkannten gesamtstaatlich geförderten Schüler- und Jugendwettbewerben.


Dr. Wolfgang Pohl

Am 26. September wurde der 26. BWINF beendet. Bei der Siegerehrung am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken wurden die sechs Bundessieger und alle Preisträger feierlich geehrt - wie alle anderen auch, die in den Tagen zuvor an der Endrunde teilgenommen hatten. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger, aber auch an alle Finalisten.


Die Sieger v.l.n.r.: Robert Czechowski, Martin Maas, Eike Müller, Aaron Montag, Oleg Yuschuk und Fabian Gundlach.

Die Endaufghabe stelle Prof. Dr. Nicole Schweickardt zusammen.


Prof. Dr. Nicole Schweikardt

Alles über den Bundeswettbewerb Informatik:
http://www.bwinf.de/


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