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03.11.2008
Folge 133

In Russland gibt es nicht nur Wodka - Peter Welchering auf Fährtensuche

Dass der CCZei mit Peter Welchering und Heinz Schmitz zwei echte Profis für seine Sendungen gewinnen konnte, gibt der Sendung einen hohen Qualitätsanspruch. Peter Welchering war immerhin einmal der Chefredakteur der Computerwoche, bevor er sich die Selbständigkeit verabschiedete. Er ist ja auch Mitgeschäftsführer von Voxmundi, die unseren Audiocast realisieren.

Wenn man lange Chefredakteur einer Publikation war, dann hat man in der Regel eine Menge Kontakte, die man auch später noch nutzen kann. So wurde er vor kurzem nach Moskau privat eingeladen. Man wollte ihm tatsächlich einen Einblick in die russische Kriminalität ermöglichen. Aber nicht Geldwäsche, Rauschgift oder andere krummen Dinge waren gemeint. Der Schwerpunkt lag auf der kriminellen Internetseite. Was kann man alles machen, um aus der Ferne anderen Menschen das Geld abzunehmen. Phishing, Farming usw. sind keine Fremdworte für den kriminellen Zirkel in Russland.


Peter Welchering

Peter Welchering ist der festen Überzeugung, dass da von Russland noch viele intelligente Angriffe ausgehen werden. Dabei ist alles interessant, was Geld bringt. Ob es Kreditkarten oder Kontodaten sind, ob man im Internet durch Falschleiten Geld abzocken kann, alles wird man versuchen.
Ein hochinteressantes Gespräch, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


Open Source - einmal wörtlich genommen

Als google seinen Chromium Browser dienstags abends ins Netz stellte, da war ich auch dabei, ihn downzuloaden. Erstaunlich war, dass der Download sofort funktionierte, wo doch die ganze Welt auf 21:00 Uhr MESZ wartete. Beim ersten Betrachten fiel sofort die Geschwindigkeit auf, mit der Chromium Seiten lud.
Doch vorsichtshalber habe ich den Chromium am selben Abend wieder gelöscht. Am nächsten Morgen erfuhr ich dann schon in den Newsforen von den zu erwartenden Macken. Chromium plaudert ein wenig viel aus und generiert eine ID, an der man einen Rechner erkennen kann. Dieses interessiert natürlich Google besonders, denn damit könnte man zumindest bei Computerleichtgewichten ein falsches Klicken auf die Adsense Werbung ausfindig machen. Dieses scheint sowieso im Moment die große Angst von Google zu sein, dass man an ihrem Programm vorbei die Klicks erhöhen kann.

Wenn man dan Chromium erneut lädt, so erhält man seltsamerweise die selbe ID Nummer wieder. Getreu nach dem Motto, auch wenn der User einmal den Chromium auf der Platte hatte, dann kann es ja nicht schaden, wenn wir ihm die ID als Restmüll hinterlassen. Obwohl für Google ist dies natürlich kein Müll.

Diese Hinweise, die man bald im Netz lesen konnte, scheinen viele User von einer Installation abgehalten haben. Denn mittlerweile hört man recht wenig vom Chrome. Es gibt zwar ein Update - doch ich werde die Finger davon lassen.

Schon kurze Zeit später erfuhr man etwas von einem neuen Browser, der sich IRON (Eisen) nennt. Die Idee war clever: Google Chrome hat ein Vorbild. Er stammt von einem Open Source Projekt namens Chromium. Google hat genau nach der Lizenz gehandelt und einige spezifischen Dinge eingebaut. Damit muss Google auch den Quellcode öffentlich machen.



Der Entwickler des Iron (Stefan Reich) nahm sich aber zunächst einmal den Chromium Source Code vor und dichtete alle Stellen ab, die zu Plaudertaschen werden können. Er entfernte auch die Generierung einer ID, die so viele User ärgert.

Und da Google vor kurzer Zeit ein Update herausbrachte, ließ sich Stefan nicht lange bitten und lieferte seinerseit auch ein Iron Update. Auf dem Bild ist Stefan Reich, mit dem wir in der Sendung reden, nicht besonders gut getroffen. Zu viel Gegenlicht. Wer heute noch nicht von der Google Bildersuche gefunden wurde, der muss so schlechte Fotografien einstellen.
Nicht zu vergessen: Der SRW Iron ist natürlich kostenlos.

http://www.srware.net/software_srware_iron.php


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