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16.10.2006
Folge 13

Verdienen mit Google Adsense

Seltsam. Die meisten Träume vergisst man wieder. Doch ein Traum, den ich schon vor vielen Jahren träumte, blieb in meiner Erinnerung. Es war ein schöner Traum, weil ich mich voll im Glück wähnte.



Auf irgendeine Weise hatte ich plötzlich ein riesiges Windrad auf meinem Grundstück. Es war mir nicht klar, wie dieses klobige Teil zu mir kam. Das ist auch weiter nicht schlimm. Ich hatte es ganz einfach und begann nun mich mit den Möglichkeiten anzufreunden. Ich weiß noch, dass es mich unheimlich anmachte und ich ganz realistische Zahlen im Traum jonglierte. Offenbar war mir am wichtigsten, dass man mit so einem Teil ja gut Geld machen kann. Ich rechnete und rechnete. Der Generator hatte das ist bis heute präsent- 250 KW Leistung.  

Der Wind blies wie ein Teufel – ständig wurde das Maximum an Energie herausgeholt. Mit meinen Berechnungen kam ich dann auf ein tolles Ergebnis: Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass ich für die Einspeisung von  1 KW/h 20 Pfennige bekommen hätte. Dann wären ja 5 KW/h nötig für 1 Mark.

Soweit ist das ja auch scheinbar nachts noch zu lösen. Das wären dann ja immerhin 250 / 5 = 50 Mark in der Stunde und am Tag dann 1200 Mark. Diese Aussicht führte zu einem Traum im Traum. Ich stellte mir vor, dass ich auf der Wiese liege, auf der das Windrad
arbeitet – natürlich bei schönstem Wetter und ich lese ein Buch, höre Musik, mache es mir richtig gemütlich.

Vorher hatte ich jedoch eine Erfindung gemacht, die ich mit dem Bausatz von LALLUS realisierte. Immer wenn 5 Kilowattstunden erreicht waren, fiel eine Mark von ganz oben
herunter. Klack, klack machte es – ein Geräusch, das ich nie mehr vergessen werde.

Ab und zu nahm ich mir ein paar Mark von dem Geldhaufen und kaufte mir ein Eis, oder ging in die Kneipe, um ein Bier zu trinken.Komischerweise war die Infrastruktur perfekt
vorhanden. Es gab einen Italiener und eine Kneipe vor Ort.

Dass es nur ein Traum war, musste ich dann am nächsten Tag einsehen. Es wäre alles so schön gewesen, doch es fehlte das Windrad, der perfekte Goldesel.


Ein etwas komischer Goldesel

Bevor die Psychologen jetzt beginnen, das Innerste meiner Seele umzustülpen,und mir eine krankhafte Mammonhysterie bestätigen, will ich lieber die Geschichte hier beenden und mit einer anderen Story beginnen, die am Anfang ähnliches versprach.

Seit dem WEB 2.0 Gedanken ist vieles möglich, was man sich vorher einfach nicht vorstellen konnte. Google Adsense ist so eine neue Entwicklung, die vieles über den Haufen wirft. Zur Erklärung: Wenn man Inhaber einer Website ist, so kann man versuchen, damit Geld zu verdienen. Google Adsense hilft einem dabei.



Man sucht sich in der Anleitung zur Einrichtung der Werbefläche eine Form der Platzierung aus, ein Kasten hier und vielleicht ein Kasten da. Diese Flächen stellt man Google zur Verfügung. Wenn man das Prozedere bestanden hat, das offenbar die geplante Website begutachtet, dann dauert es nicht lange und die Flächen werden mit Werbung gefüllt. Vorher jedoch hat ein Robot –ein kleines Programm- die Webseite durchsucht und Schlüsselwörter extrahiert.

Bei uns war das am Anfang so, dass ich in einem Text irgendetwas geschrieben hatte, das ungefähr so klang: „die Philosophie, die dahinter steckt, ist …..“ Daraus haben die Roboter wohl geschlossen, dass bei uns auf der Seite das Thema Philosophie wohl eine große Rolle spielt. Und plötzlich strotzte unsere Seite von Werbeangeboten, die sich mit Philosophie befassten. Da gab es einen Kurs zu buchen, wie man die Philosophie erlernt, da erschien Amazon mit Philosophiebüchern usw. Jetzt muss ich schon wieder aufpassen,dass das nicht nochmals passiert. Denn immerhin habe ich das Wort mit Ph…. am Anfang mehrmals auf dieser Seite benutzt. Wenn die bei uns im Internet erscheint, könnten wir evtl. wieder zum Ph... - Opfer werden.

Hierin sieht man auch noch die Schwäche der Automaten. Die Robots können noch nicht den größeren Zusammenhang verstehen, wenngleich es meistens schon sehr gut klappt.
Kann auch sein, dass Google sich das alles merkt und festgestellt hat, dass dieses oder jenes Thema nichts bringt, weil keiner die Werbung anklickt. Könnte daher sein, dass wir in Zukunft in Ruhe gelassen werden.



Aber was hat die Geschichte mit dem Windrad zu tun? Auch hier sind die Aussichten verlockend, denn es gibt Geld für die Bereitstellung der Werbeflächen. Und dies, ohne etwas dafür zu tun, was man nicht sonst auch machen würde. Man muss natürlich für den Traffic sorgen, der auf der Seite stattfinden muss, damit irgendetwas passiert. Insofern ist die Windradgeschichte schon vergleichbar, obgleich ich sagen muss, dass die herunterfallenden Markstücke in ihrer Frequenz stark gebremst sind. Hier geht es um Klicks und noch nicht mal um Euro, weil Google Adsense wohl weltweit mit US Dollars rechnet.
Das interessante ist natürlich, wie Google seine Bewertungen macht. Es ist nicht so, dass irgendwann ein Google Mitarbeiter anruft und fragt nach den Klicks auf unserer Homepage. Und dann noch – und wie viel haben die Werbeflächen angeklickt – so schätzungsweise.


Google weiß das alles und noch viel mehr. Es wird ein Riesendatenverkehr umgesetzt, um diese Methode aufrechtzuerhalten. Natürlich weltweit betrachtet. Wenn ein Leser bei uns auf die Seite geht, dann wird dies schon an Google gemeldet. Wenn er dann auf eine Werbung geht, so wird auch dies an Google gemeldet und vor allem landet jetzt in dem Browser des Lesers ein Schwung an Cookies. Was da alles drinsteht, kann ich nicht entziffern. Jedenfalls werden es so einige Erkenntnisse sein. In dem Bericht, den man bei Adsense einsehen kann, ist penibel aufgeführt, wie viele Klicks am soundsovielten auf der Seite waren und wie viele davon die Werbung angeklickt haben. Daraus wird eine Klickrate ermittelt, die in Prozent angegeben wird.

Das ist kein Kunststück. Wenn zum Beispiel 1000 Leute auf der Seite waren und 100 haben angeklickt, dann errechnet sich die Klickrate zu 10%. Hieraus errechnet sich jetzt einen Seitenpreis, der während des Tages ständig schwankt. Was dazu alles in Betracht gezogen wird, ist mir noch nicht so recht bekannt, es wird aber eine ganze Menge sein. Unten folgt ein Ausschnitt aus diesem Google Adsense Bericht.



Google wusste zum Beispiel letztens, dass ich zweimal auf die Werbung gedrückt habe. Das ist verboten, wenn der Betreiber auf seine eigene Seite klickt.  Da sofort eine Email mit einer Mahnung kam, weiß man daher, dass die eingesetzten Robots alles merken.

Hat man eine gute Klickrate, so bekommt die Seite mehr Wert und man verdient besser an der Werbung. Ganz so schön wie der Goldesel im Windrad ist es nun doch nicht.
Aber dennoch: es ist eine ganz andere Geschäftsform. Nun gibt es ja seit langem sogenannte Franchisebetriebe, die Warenregale an Fremdfirmen vermieten. Das wäre ja vergleichbar mit der Miete einer Werbefläche bei einem anderen Anbieter. Doch das, was in das Warenregal im Kaufhaus kommt, ist meistens die gleiche Ware. Hat ein Kaffeeröster das Regal gemietet, so wird er immer dort Kaffee einlagern.

Hier ist es ja ganz anders. Google probiert ständig durch Wechseln der Werbung das Optimum für alle zu finden. Stimmt die Werbung mit dem Publikum überein, dann freut sich der Besucher über die Informationen. Der Betreiber freut sich, dass seine Seite gut besucht wird und die Anzeigen geklickt werden – und zum guten Schluss freut sich Google am meisten, weil es kräftig in der Börse rappelt. Aber vielleicht freut sich später das Finanzamt noch mehr über den gelungenen Coup.

Nun ist es nicht so, dass Google das Internet erfunden hätte. Das was sie dort an Datenverkehr produzieren, ist kein Geheimnis. In der letzten Zeit schwirrten intelligente Tools im Netz, die ähnliches machen. Ich habe mir vor ein paar Tagen ein Tool geladen, das alle Seitenaufrufe mitschneidet und die Klicks auf die Werbung zählt. Ein Stück Google Adsense könnte ich jetzt auch schon realisieren.

Doch es steckt natürlich mehr dahinter. Auch kann ich mir eine Email schicken lassen mit der IP-Adresse des Besuchers. Immerhin kann man damit schon geografische Informationen ermitteln. Ich habe das mal mit meiner IP getan und es wurde mir mitgeteilt, dass ich in Rodenkirchen bei Köln angesiedelt wäre.  Das könnte sogar sein, dass mein Fernmeldeamt in Rodenkirchen ist, obwohl ich in Köln wohne. Doch verwaltungstechnisch gehören wir nach Rodenkirchen.


Das würde auch erklären, warum ich keine 16 MBit/s bekommen habe, weil wahrscheinlich das Amt zu weit weg ist. Ich bin aber auch mit meinen 6 MBit/s ganz zufrieden.

Das Postfach rappelte nur noch so – das wurde einfach zu viel, so dass jetzt der Automat nur noch eine Mail schickt, wenn jemand fünfmal auf die Werbung geklickt hat. Und das ist natürlich bedeutend weniger. Aber auch an dieser Möglichkeit kann man sehen, dass man das Verfahren nutzen kann, um einiges zu erreichen und auch, um einiges zu verhindern. Denn wenn jemand beauftragt ist, dauernd die Werbung anzuklicken, dann macht der dem Betreiber keinen Gefallen. Denn dieses wird auch bemerkt und der Klick zählt nicht bei der Preisberechnung. Man muss diese Methoden verstehen lernen und sie durchschauen können.

Mittlerweile kommt mir diese Googlegeldmaschine schon fast bedrohlich vor. Gerade in den letzten Tagen kündigten sie Erweiterungen auf diesem Sektor an. Sie wollen die Werbung ausdehnen auf Handys, Telefon und Videos. Sollte das weiterhin so ungebremst geschehen können, dann sind wir bald nur ein kleines Staubkorn in der Mühle von Google.
Google wird so viel Geld verdienen können, dass Microsoft aufpassen muss, dass keine feindliche Übernahme ins Haus steht. Denn bei Microsoft musste ich noch ein Produkt kaufen und esIn der Sendung werden wir ausführlich über dieses neue Geschäftsmodell sprechen. Vielleicht wird uns bis zur Ausstrahlung noch weiteres klar. Es ist wichtig, dass wir die M gehörte dann mir. Das ist die klassische Geschäftsform.



Bei Google als WEB 2.0 Company ist das ja ganz anders. Sie wollen von mir überhaupt nichts an Geld – nein, im Gegenteil: sie bieten mir phantastische Möglichkeiten. Ich kann effektiv im Netz suchen, ich kann Google als Taschenrechner benutzen, ich kann Bilder finden, demnächst wahrscheinlich alle Bücher lesen, mit Google Earth kann ich
mich dreidimensional von Kontinent zu Kontinent bewegen. Doch in diesem tollen Schafspelz ist auch ein böser Wolf versteckt. Das, was man dem Besucher bietet, lässt man sich hintenherum bezahlen.  Kapitalismus pur.


Es könnte sein, dass wir die meisten Dinge mit der Zeit durchschauen. Wenn es uns dann gelingt, die Methoden umzudrehen und Google mit seinen Methoden zu toppen, dann führt dies wahrscheinlich zur relativ schnellen Einstellung des Dienstes. Und dann könnte Microsoft wieder Google kaufen. Ich bin mal gespannt, was die Robots auf dieser Seite mit dem Wort Google veranstalten. So oft benutzt finden sie es kaum vor. Ob sie wieder eine Mahnung schicken, oder mich loben werden, das wird sich herausstellen.
Wir werden die Entwicklung weiter beobachten.


Neues von der GEZ

Was ist eigentlich los in Deutschland?

Kommentar von Wolfgang Rudolph:

Das Finanzamt verlangt die Steuererklärung von Selbständigen per Internet zu übermitteln! Als wenn jeder einen Computer hätte. Ich kenne genug Leute die ein kleines Geschäft haben und noch immer ohne Computer auskommen. Allerdings müssen die, die sich eine solche "Fortschrittsbüchse" anschafften - natürlich mit Internetzugang fnur für das Finanzamt - ab dem nächsten Jahr eine monatliche Zusatzgebühr in Höhe von 5,52 EUR an die GEZ abdrücken, weil ihr Rechner internetfähig ist?!
Toll!
Ich frage mich ob das Minimalangebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, in teilweise miserabler Qualität, welches sie freiwillig einfach so ins Internet stellen und das nur einen Bruchteil des tatsächlich gesendeten Programmes beim Fernsehen ausmacht, wirklich einen solchen Wahnsinnsbetrag wert ist?

Ich empfinde dies als Zwangsbetankung zum Gelddrucken. Als würde der Zwangsbeitrag, welcher Rundfunk- und Fernsehgebühr genannt wird, die Werbung welche tagsüber einen öffentlich-rechtlichen Sender kaum noch von den Privatsendern unterscheidbar macht und die Beiträge der Sponsoren in der werbefreien Zeit sowie die ausführlichen Informationen über Firmen durch Gummibärchenspezialisten in ihren Unterhaltungssendungen, welche uns auch Big Mac u.ä. schmackhaft machen wollen, nicht ausreichen.

Nein, es muß noch einmal zugelangt werden! Auch ein Journalist, Rechtsanwalt oder Steuerberater zahlt privat bereits an die GEZ, warum noch einmal für einen Zwangscomputer mit Zwangsinternetzugang eine Zwangsgebühr?

Und überhaupt die Rundfunk- und Fernsehgebühr - ich würde gern zahlen, für ein Programm welches sachlich fundierte und gut recherchierte Informationen bietet, die wahr und richtig sind und von qualifizierten Moderatoren authentisch herübergebracht werden. So zahle ich nur meine Zwangsgebühren für etwas wovon ich noch nicht einmal 10 Prozent konsumiere. Eigentlich ein verdammt schlechtes Geschäft.


Adriane - Internet ohne Monitor

Veranstaltungshinweis:



IT-Messe “Practical Linux 2006” am Samstag, den 21. Oktober an der Fachhochschule Gießen (Gebäude G). Eine Veranstaltung der Linux User Group Gießen mit freundlicher Unterstützung durch die Fachhochschule Gießen- Friedberg und das Transferzentrum Mittelhessen. Eintritt frei, Beginn 10 Uhr.

http://www.practical-linux.de/


Adriane - Linux Software für Behinderte
Linux ohne Monitor


Letztens war es wieder meine Rettung. Als mein Computer seinen Geist aufgab,  konnte ich mir nur mit Hilfe von Knoppix die Daten retten. Windows war einfach nicht mehr in der Lage, das Betriebssystem zu reparieren Alle Versuche gingen ins Leere.



Mit Knoppix jedoch war es absulut kein Problem, die Daten zu retten. Die CD machte alles von selbst. Da, wo Microsoft jede Menge Treiber installiert haben möchte, für das Display, die Netzwerkkarte, das Modem usw., da läuft Linux hoch und installiert alles selbst. Das ist schon überzeugend. Wenn ich nicht so einige Anwendungen, wie PDA und Telefonprogrammierung hätte, da wäre der Umstieg schon längst geschehen. Denn die Zeit, die ich nutzlos bisher mit Microsoft Produkten verbrachte, ist ellenlang. Linux ist im Moment wieder aus dem Hobbybereich ein wenig auf dem Rückzug. Verdient hat es das nicht. Aber in professionellen Einsätzen ist der Anstieg der Installationen enorm.

Der Gedanke der Open Software ist einfach faszinierend und dennoch läßt sich auch mit Linux Geld verdienen. Doch zum Glück steht das nicht im Vordergrund.

Von Klaus Knopper in Zusammenarbeit mit vielen Linux Usern kommt jetzt eine Behindertensoftware zur Auslieferung, die vor allem blinden Mitbürgern "ein Auge" zurückgeben soll. Der sprechende Internetcomputer. Vielfach sind die Bestrebungen nach barrierefreier Software noch nicht durchgängig realisiert. Doch wenn der Blinde sich alle Dateien anhören kann, dann ist ihm schon viel geholfen. Vor allem versucht man, die Software und die Hardware möglichst preiswert anzubieten.

Auf Basis der bekannten Linux-Distribution Knoppix laufen derzeit Arbeiten an einem “sprechenden” Betriebssystem: Das freie System ADRIANE soll es Blinden ohne tiefgehende Computerkenntnisse ermöglichen, Internetdienste komfortabel zu nutzen.
Besondere Hardware oder Kauf-Software soll hierfür, im Gegensatz zu kommerziellen und nur über die Krankenkasse finanzierbaren Systemen, nicht erforderlich sein.

Klaus Knopper ist Ingeneur der Elektrotechnik und seit über 15 Jahren Systemadministrator und überdies Gründungsmitglied der Unix-AG an der Universität Kaiserslautern, selbstständiger IT-Consultant und einer der Initiatoren des LinuxTag e.V.. Bekannt wurde Klaus Knopper vor allem durch seine von CD lauffähige Linux - Distribution Knoppix. Seine Ehefrau Adriane Knopper arbeitet bei Knopper.Net im Bereich Accessibility, Software-Alphatests und Usability-Improvement.

Sie erblindete im Alter von 15 Jahren und benutzt seit kurzem ein auf die Bedürfnisse von Blinden zugeschnittenes GNU/Linux-System für den Zugang zu Internetdiensten und Handyfunktionen. Dieses System hilft sie aus der Anwenderperspektive heraus mitzuentwickeln.

http://knopper.net/knoppix-adriane/


Alte Zeiten - mit Ulrich Rohde



Lang, lang ist es her, als dieses Bild entstand. Es ist aus der ersten Computerclubausgabe entnommenes Bild. Zu sehen ist außer mir noch Ulrich Rohde, der mit zu den Initiatoren des Clubs gehörte. Das Bild ist jetzt 25 Jahre alt und es zeigt eine der frühen Entwicklungen, die den Club später so auszeichneten. Ein Kran in Fischer-Technik realisiert, spielt Schach. Angeschlossen an einen Computer machte der Kran Bewegungen
und setzte die Schachfiguren mehr schlecht als recht auf das Brett ab.

Wenn ich Ulrich treffe, dann reden wir oft über die Entwicklungen in der Computerbranche. Dabei blicken wir oft in die vergangene Zeit zurück und ziehen Bilanz.
Was da in der doch relativ kurzen Zeit von ca. 20 Jahren so alles passiert ist, kann man nur einschätzen, wenn man es selbst erlebt hat.

Dies nahmen wir beim  letzten Treffen in Garmisch zum Anlass, um einfach einmal zu reflektieren. Das Thema Telekommunikation aus den 80er Jahren brachte einige seltsame Ereignisse zum Vorschein. Das Ganze habe ich dann einfach aufgenommen und das Gespräch in zwei Beiträge zusammengeschnitten. Ich glaube, dass gerade für jüngere
Zuhörer, die diese Zeit nicht selbst erleben konnten, einige Überraschungen dabei sind.
Natürlich muss man aufpassen, dass solche Rückblicke nicht als senile Altersangelegenheit angesehen wird. Aber ich glaube, dass  einige  Entwicklungen einfach keine Chance hätten, überhaupt bekannt zu werden.


Und da ich schon im Museum in Paderborn in der Wall of Fame als einer der 150 Pioniere der Computertechnik aufgenommen wurde, darf man sicherlich von Zeit Zeit auch einmal alte Zeiten reflektieren.

Wenn dieser Rückblick Gefallen findet, dann können wir dies noch mit anderen Themen wiederholen. Lasse Sie uns das dann wissen.


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