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26.01.2009
Folge 147

Eine prima Idee


http://www.regman.de

Die Hauptsache der Idee ist eine zentrale Webseite und eine dahinterstehende Datenbank.
In diese Datenbank kann jeder, der Lust dazu hat, seine Wertsachen mit der Seriennummer registrieren.
Fahrräder, Computer, Handys usw. sind hier die erwarteten Kandidaten. Es ist schon seltsam, dass ein Feature, das in die digitalen Handys eingebaut ist, nicht konsequent genutzt wird. Die sogennate IMEI Nummer ist international einmalig vergeben und könnte zum Sperren von Telefonen genutzt werden. Doch offensichtlich bleibt es bei swm "können". Also muss man sich selbst helfen, war wohl auch die Ideen des Gründer des Registrierungsdienstes.


Heiko Pohlmann

Der Registrierungsdienst soll für den Anwender kostenlos bleiben. Er meldet sich als User an und hat dann die Möglichkeit alle möglichen Wertsachen einzutragen.
Kauft jemand jetzt gebraucht z.B. einen Laptop, so gibt er dessen Seriennummer ein und er erfährt im Normalfall, dass keine Eigentumsvorbehalte vorliegen - oder aber er erfährt, dass der Computer als vermisst erklärt wurde.Hierdurch lassen sich evtl. viele Unbehaglichkeiten im Vorfelde vermeiden.
Voraussetzung ist natürlich, dass viele viele Nutzer dabei mitmachen und sich sofort nach dem Neukauf bei regman.de registrieren.

Oder noch besser: die Industrie und der Handel finden Interesse an der Idee und machen freiwillig bei der Registrierung mit.

Untenstehender Ausriss zeigt, wie die Datenbank aussieht, wenn man die ersten Wertgegenstände registriert hat.



Das ach so sichere DECT ist nur Fassade

Schnurlostelefone können mit wenig Aufwand abgehört werden

Der Herstellerverband DECT-Forum hält die von unsicheren DECT-Telefonen ausgehenden Gefahren für gering. Bundesdatenschützer Peter Schaar fordert hingegen eine gesetzliche Regelung. Viele Schnurlostelefone können mit geringem Aufwand abgehört werden.
DECT-Telefone sind leicht abhörbar. Das demonstrierte der Informatiker Erik Tews und seine Kollegen von der TU Darmstadt. Viele Geräte arbeiten ohne Verschlüsselung und können so mit einer ComOnAir-Karte und dem von den Hackern um Tews geschriebenen Linux-Treiber abgehört werden. Die Hardware dafür kostet rund 23 Euro.

Einwand Euer Ehren: Seit dem das Sicherheitsloch bekannt wurde, sind die Preise für eine ComOnAir PCMCIA Typ 2 Karte ins Unermessliche gestiegen. Siehe Ebay.

Das bedeutet nicht, dass verschlüsselte Gespräche über DECT abhörsicher sind, denn auch dem Verschlüsselungsalgorithmus A11 rücken die Hacker mit Reverse-Engineering auf den Leib und veröffentlichten Ende 2008 unter dedected.org ihre Forschungsergebnisse.

Rund 30 Millionen Haushalte in Deutschland nutzen Schnurlosapparate. Heutzutage arbeiten fast alle Schnurlostelefone mit dem DECT Standard.

Die Industrie wiegelte ab: Erich Kamperschroer, Vorstand des Herstellerverbandes "DECT-Forum", erklärte: "Wenn man sich das im wirklichen Leben vorstellt, müsste sich dann eine kriminelle Person - denn das Abhören von Telefongesprächen ist eine kriminelle Handlung - mit einem Überwachungslieferwagen direkt vor ihre Haustür stellen, oder, wenn sie eine Etagenwohnung haben, müsste sich diese kriminelle Person einige Tage vorher in die Nachbarwohnung einmieten". Daher sei das Risiko für den Verbraucher eher gering, so der Industrievertreter.

Derweil fordert Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für Datenschutz, gegenüber Frontal21 eine gesetzliche Informationsverpflichtung, um Nutzer über die Gefahren aufzuklären.

Was da so rund um die Abhörsicherheit diskutiert wird, kommt mir ein bisschen so vor wie aus der Vergangenheit. Autotelefone der B-Klasse waren abhörsicher, obwohl die Sprache unverschlüsselt über Funk ging. Und warum? Weil man sie nicht abhören durfte. Könnte man doch heute auch mit argumentieren. Abhören von Telefonaten ist verboten und damit landet DECT in einem ganz anderen Licht.

Ultimativer Tipp: Meiden Sie Schnulostefone, gehen Sie in den Keller und holen das alte Gerät von Philipp Reis oder Graham Bell wieder zum Vorschein.

Wir sprechen mit Peter Welchering.


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