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23.10.2006
Folge 14

VISTA - die nächste OS - Generation

Ob bei der Namenfindung des neuen Betriebssystem VISTA auch Spanier beteiligt waren, ist nicht bekannt. Die Assoziation zu Vista könnte im Spanischen schnell auf den Ausspruch (H)asta la Vista führen, was umgangssprachlich so viel bedeutet, wie  "Verpiss Dich".

Ich persönlich wollte eigentlich eine komplette Betriebssystemgeneration aussetzen. In der Redaktion hatten wir natürlich XP Rechner laufen. Doch zu Hause blieb ich standhaft bei meinem Windows 2000 pro. Ich sah keinen Sinn, mein funktionierendes System umzustellen. Bis - bis den Laptop plötzlich den Schlag getroffen hat. Blauer Bildschirm und ein zerfetztes Betriebssystem. Irgendwie war der Rechner so kaputt, dass sich anschließend auf eine frisch formatierte Festplatte das System nicht mehr aufspielen ließ. Aber Knoppix läuft jetzt einwandfrei darauf - ohne Probleme.



Also kam ich früher als geplant an einen neuen Rechner. Und der hat natürlich XP aufgespielt. Doch jetzt hatte ich wenigstens einen Rechner, bei dem es sich lohnte, auch einmal das nächste Betriebssystem auszuprobieren. Microsoft beschritt ja diesmal den Weg, dass nicht nur registrierte Betatester an die Vorabversionen kamen, sonder jedermann, der Interesse daran hat.

Ich überlege dauernd, wie groß die Installation von Windows 3.11 war. Waren das 5 Disketten? Ich glaube ja. Das hat sich gründlich geändert. Heute muss man 2.5 Gigabyte laden. Aber wer hat, der hat. Mit meinen 6 MBit/s ging es eigentlich ganz flott in 1 1/2 Stunden waren die Daten geladen. Aber um das Image zu brennen und die Installation vorzunehmen, hatte ich an diesem Tag keine Zeit. Ein oder zwei Tage später schaute ich in den Posteingang und hatte eine Mail mit einem neuen Link. Aus dem Release Candidate 1 wurde über Nacht ein Release Candidate 2. Also alles auf neu. Wieder 2.5 Gigabyte.

Wenn wir einmal überlegen, was wir in unserer Laufbahn so mitgemacht haben, dann ist das schon immens. Man muss sich vorstellen, dass eine Installation mit Disketten heute etwa 1700 Discs von der 3,5" er Sorte mit 1.4 MByte verlangen würde. Das wäre damals gar nicht möglich gewesen.

Am übernächsten Tag ging dann die Meldung um, dass Microsoft die RC2 wieder aus dem Downloadbereich herausgenommen hat. Nach dem "warum" fragte man vergebens. Man munkelte, dass der Downloadtraffic zu teuer geworden wäre. Das kann es aber nicht sein, denn RC1 und RC2 unterscheiden sich vom Datenvolumen kaum.

Da hätte man eher die RC1 rausnehmen können, zumal man dieser Version noch 2479 Fehler andichtet. Der Kandidat 2 ist in punkto Fehler auch kein Musterknabe. Hier sollen noch 1450 versteckt sein.

Auch hier sollten wir einmal eine Rechnung machen, was der Download an Traffic verursacht. Jetzt sind wir ja nicht alleine auf der Welt, sondern in allen Ländern wollen Menschen VISTA probieren. Wenn bei 6 Milliarden = 6000 Millionen Menschen nur 1 Million weltweit den Download fährt, dann summieren sich die Zahlen. 2,5 * 109 * 10 6 . Dürfte nach Adam Riese - nein, der konnte das noch nicht mit seinen Rechenvorschriften, sich auf  2.5 * 1015 addieren. 6 Nullen ist Mega, 9 Nullen ist Giga, 12 Nullen ist Tera, 15 Nullen ist Penta. Das ist ein ganz schöner Deal. Ich habe eben mal nach Terabyte Traffic gesucht und wohl ein Superangebot von 70 USD/Terabyte gefunden. Das wären dann also 2.5 * 1000 * 70 USD = 175.000 Dollar pro Release. Da macht man sich normalerweise gar keine Gedanken darüber. Man leidet höchstens unter dem langen Download und denkt nicht darüber nach, dass auf der anderen Seite jemand blechen muss.



Jedenfalls  bin ich jetzt im Besitz einer RC2, die ich am besten bei Ebay einstellen würde. Die Installation ging -bis auf ein paar Haken-, die ich mir weitgehend selbst in die Schuhe schieben muss, recht problemlos. Wenn ich mich recht erinnere, dann war nach ca. 1 Stunde das System aufgespielt.

Angenehm ist bei der Version, dass fast gar nicht nachgefragt wird. Nach der Eingabe der Seriennummer kann man fast zum Kaffeetrinken gehen - er rödelt und rödelt, fährt runter und fährt auch wieder hoch und ist irgendwann fertig.

Als dann alles vorbei war, konnte ich einen Perfomancetest absolvieren, der Auskunft über den Computer geben soll. Alles in allem wurde meine neue Maschine mit 4.6 bewertet. Wie ich von anderen hörte, soll das sogar ein sehr guter Wert sein.

Und noch etwas: er fand drei Toshiba Treiber für Toshiba nicht. Jatzt war ich endlich mal schneller als Microsoft. Mein neuer Laptop hat Hardware eingebaut, die treibermäßig noch nicht in der Datenbank gespeichert sind. Den RAID Treiber musste ich dann manuell nachinstallieren.

Als ich das erste Mal XP gesehen habe, sagte ich sehr schnell: "Nein, das will ich nicht". Bei VISTA sagte ich das nicht. Ich konnte mich sofort mit der Oberfläche anfreunden. Ich finde sie ist sehr elegant und übersichtlich geworden. Natürlich kenne ich noch nicht alles, was VISTA ausmacht, aber die Bedienung ist auf jeden Fall sehr intuitiv zu schaffen. Auf jeden Fall sind die transparenten Captions  viel schöner als diese plumpen bonbonfarbenen XP Fensterköpfe.

Kleine Features in punkto Taskmanager fielen nett auf. Man kann die geöffneten Fenster alle gleichzeitig anzeigen lassen und darin herumblättern. Das ist schön gelöst. Manchmal habe ich 40 oder 50 Fenster geöffnet. Dann kann so etwas hilfreich sein.


Auch das Media Center, das bei der RC2 als Ultimate Version mitgeliefert wird, hat ohne Nachhilfe sofort die Multimedia  Feature wie DVB-T gefunden und spielte sofort das Programm ab.



Ich muss sagen, dass ich wahrscheinlich auf VISTA umsteigen werde, wenn zumindest ein Servicepack im Umlauf ist. In der Sendung werden wir über weitere Features reden. Leider werde ich den Beitrag fast alleine gestalten müssen, weil Wolfgang Rudolph sich mittlerweile weigert, über Microsoft Produkte zu berichten. Linux hin, Linux her - aber die Welt kann auch er nicht verändern.


Die Nationalbibliothek - Nie gehört!

Haben Sie etwas mitbekommen von einem neuen Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek? Dieses Gesetz kann alle betreffen, ohne dass man es weiß. Die Deutsche Nationalbibliothek sitzt zum Teil jetzt in Leipzig, zumindest der Teil, der sich um die neuen Medien kümmert. Natürlich ist es wichtig, dass für die Nachwelt viele kulturelle, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen festgehalten werden. Dazu gehört seit neuestem auch das Internet. Natürlich wird hier gerade ein Spiegel unserer Gesellschaft abgebildet.
Was hier allerdings verwundert, ist die Veröffentlichung ohne vorhergehende breite Information.


Ich kommentiere einen Teil des Gesetzes immer in kursiver Schrift. Das Originalgesetz können Sie jederzeit nachlesen unter der unten angegebenen Adresse http://www.gesetze-im-internet.de/dnbg/BJNR133800006.html

Hier unten erfährt man, dass es zwei Bibliotheken gibt, die sich jetzt Deutsche Nationalbibliothek nennen. Einmal in Frankfurt und einmal in Leipzig.




Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothe DNBG
Geltung ab 29.06.2006

§ 1 Rechtsstellung, Sitz

(1) Die Deutsche Nationalbibliothek (Bibliothek) ist die zentrale Archivbibliothek und das nationalbibliografische Zentrum der Bundesrepublik Deutschland.

(2) Die Bibliothek ist eine rechtsfähige bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit der Deutschen Bücherei in Leipzig, der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main und dem Deutschen Musikarchiv. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.


§ 2 Aufgaben, Befugnisse

Die Bibliothek hat die Aufgabe,
1.

a)  die ab 1913 in Deutschland veröffentlichten Medienwerke und
b) die ab 1913 im Ausland veröffentlichten deutschsprachigen Medienwerke, Übersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachigen Medienwerke über Deutschland im Original zu sammeln, zu         inventarisieren, zu erschließen und bibliografisch zu verzeichnen, auf Dauer zu sichern und für die Allgemeinheit nutzbar zu machen sowie zentrale bibliothekarische und nationalbibliografische Dienste zu leisten,

2.  
das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945, die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek sowie das Deutsche Buch- und Schriftmuseum zu betreiben,

3.  
mit den Facheinrichtungen Deutschlands und des Auslands zusammenzuarbeiten sowie in nationalen und internationalen Fachorganisationen mitzuwirken.

Im nächsten Paragraphen wird es jetzt interessant für uns. Die Unterscheidung zwischen körperlicher Form und unkörperlicher Form bringt für jeden, der etwas im Internet anbietet, Konsequenzen.Diese werden wir weiter unten kennenlernen.Diese Unterscheidung ist neu, obwohl es das Internet bereits seit 1994 in bemerkbarer Form gibt.


§ 3 Medienwerke

(1) Medienwerke sind alle Darstellungen in Schrift, Bild und Ton, die in körperlicher Form verbreitet oder in unkörperlicher Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

(2) Medienwerke in körperlicher Form sind alle Darstellungen auf Papier, elektronischen Datenträgern und anderen Trägern.

(3) Medienwerke in unkörperlicher Form sind alle Darstellungen in öffentlichen Netzen.

(4) Filmwerke, bei denen nicht die Musik im Vordergrund steht, sowie ausschließlich im Rundfunk gesendete Werke unterliegen nicht den Bestimmungen dieses Gesetzes.


Natürlich sollen die Ergebnisse der Sammlung auch genutzt werden, denn sonst brauchte man sie gar nicht erst mit viel Mühe einzustellen. Doch macchen Sie sich keine Hoffnung, dass Sie vielleicht einmal etwas kostenlos erfahren. "Die Benutzung der Bestände sind grundsätzlich kostenpflichtig..."


§ 4 Satzung, Benutzung, Kostenpflicht

(1) Die Bibliothek gibt sich eine Satzung, die der Verwaltungsrat mit der Mehrheit von drei Vierteln seiner Mitglieder erlässt. Sie bedarf der Genehmigung der für Kultur und Medien zuständigen obersten Bundesbehörde und ist im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

(2) Die Bestände der Bibliothek stehen der Allgemeinheit gemäß einer Benutzungsordnung zur Verfügung, die der Verwaltungsrat erlässt.

(3) Die Benutzung der Bestände und die Inanspruchnahme der Dienstleistungen der Bibliothek sind grundsätzlich kostenpflichtig. Das Nähere regelt eine Kostenordnung, die der Verwaltungsrat erlässt. Sie bedarf der Genehmigung der für Kultur und Medien zuständigen obersten Bundesbehörde.

Jetzt kommen ein paar Punkte über die Organe wie Verwaltungsrat, Generaldirektor und Beiräte. Die habe ich hier gelöscht, man kann es ja im Original nachlesen.

Jetzt wird es interessant. Punkt 3 des Paragraphen 14 gilt dann auch für mich. Ich erstelle nahezu täglich ein abzulieferndes Werk, indem ich einen Artikel im Internet veröffentliche. Bei mir schlägt das dann gleich zweimal zu. Meine private Seite und die Seite hier. Ausdrücklich wird ja betont, dass jedes veröffentlichte Werk an die Nationalbibliothek abzuliefern ist. Glück gehabt. Die Leute mit den unkörperlichen Dokumenten brauchen nur in einfacher Kopie abzuliefern. Eventuell doppeltes Glück: "


Medienwerke in unkörperlicher Form können nach den Maßgaben der Bibliothek auch zur Abholung bereitgestellt werden."

Würde sich das Gesetz damit in der Pflicht der Ablieferung darauf beschränken, dass man einmal seine URL, wie hier http://www.cczwei.de  der Natioalbibliothek meldet, dann wäre dies ja noch machbar. Aber wäre es nicht so, dann müsste man binnen einer Woche alles nach Leipzig schicken, was einem so in den Kopf kommt.


§ 14 Ablieferungspflicht

(1) Die Ablieferungspflichtigen haben Medienwerke in körperlicher Form nach § 2 Nr. 1 Buchstabe a in zweifacher Ausfertigung gemäß § 16 Satz 1 abzuliefern. Musiknoten, die lediglich verliehen oder vermietet werden (Miet- oder Leihmateriale), haben die Ablieferungspflichtigen in einfacher Ausfertigung gemäß § 16 Satz 1 abzuliefern.

(2) Die Ablieferungspflichtigen haben Medienwerke nach § 2 Nr. 1 Buchstabe b in einfacher Ausfertigung gemäß § 16 Satz 1 abzuliefern, wenn eine Inhaberin oder ein Inhaber des ursprünglichen Verbreitungsrechts den Sitz, eine Betriebsstätte oder den Hauptwohnsitz in Deutschland hat.

(3) Die Ablieferungspflichtigen haben Medienwerke in unkörperlicher Form nach § 2 Nr. 1 Buchstabe a in einfacher Ausfertigung gemäß § 16 Satz 1 abzuliefern.

(4) Wird die Ablieferungspflicht nicht binnen einer Woche seit Beginn der Verbreitung oder der öffentlichen Zugänglichmachung des Medienwerkes erfüllt, ist die Bibliothek nach Mahnung und fruchtlosem Ablauf von weiteren drei Wochen berechtigt, die Medienwerke auf Kosten der Ablieferungspflichtigen anderweitig zu beschaffen.


§ 15 Ablieferungspflichtige

Ablieferungspflichtig ist, wer berechtigt ist, das Medienwerk zu verbreiten oder öffentlich zugänglich zu machen und den Sitz, eine Betriebsstätte oder den Hauptwohnsitz in Deutschland hat.


§ 16 Ablieferungsverfahren

Die Ablieferungspflichtigen haben die Medienwerke vollständig, in einwandfreiem, nicht befristet benutzbarem Zustand und zur dauerhaften Archivierung durch die Bibliothek geeignet unentgeltlich und auf eigene Kosten binnen einer Woche seit Beginn der Verbreitung oder der öffentlichen Zugänglichmachung an die Bibliothek oder der von dieser benannten Stelle abzuliefern. Medienwerke in unkörperlicher Form können nach den Maßgaben der Bibliothek auch zur Abholung bereitgestellt werden.


§ 17 Auskunftspflicht

Die Ablieferungspflichtigen haben der Bibliothek bei Ablieferung der Medienwerke unentgeltlich die zu ihrer Aufgabenerfüllung notwendigen Auskünfte auf Verlangen zu erteilen. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, ist die Bibliothek nach Ablauf eines Monats seit Beginn der Verbreitung oder öffentlichen Zugänglichmachung berechtigt, die Informationen auf Kosten der Auskunftspflichtigen anderweitig zu beschaffen.


§ 18 Zuschuss

Für Medienwerke in körperlicher Form gewährt die Bibliothek den Ablieferungspflichtigen auf Antrag einen Zuschuss zu den Herstellungskosten der abzuliefernden Ausfertigungen, wenn die unentgeltliche Abgabe eine unzumutbare Belastung darstellt. Das Nähere regelt eine Rechtsverordnung.


§ 19 Bußgeldvorschriften

(1) Ordnungswidrig handelt, wer

1.  entgegen § 14 Abs. 1, 2 oder 3 ein Medienwerk nicht, nicht richtig, nicht vollständig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig abliefert oder

2.  entgegen § 17 Satz 1 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.

(2) Ordnungswidrig handelt, wer als gewerblich tätige Ablieferungspflichtige oder als gewerblich tätiger Ablieferungspflichtiger eine in Absatz 1 bezeichnete Handlung fahrlässig begeht.

(3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden.

(4) Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist die Bibliothek.


Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft, also am 29.6.2006

Kommentar von Wolfgang Rudolph:

Am 23. Dezember 2005 ist ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung veröffentlicht worden. Zwei Tage vor dem Achtelfinale der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM wurde dieses Gesetz beschlossen. Zwei Tage vor dem Viertelfinale erschien das Gesetz im Bundesgesetzblatt.
Wer bei diesen Terminen an Zufall denkt hat Recht, bei einer freiheitlich, demokratischen Regierung kann kein Kalkül dahinter stecken.Welches Gesetz? Ein unwichtiges?

NEIN, die meisten von uns sind davon betroffen und mit einer Strafe von 10.000,00 EUR bedroht!

Das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek. Im Kern sagt es folgendes aus: eine umfangreiche staatliche Erfassung des nahezu gesamten deutschen Teils des Internets. Jede Webseite, jede Nachrichtensendung, jede Börsenpublikation und alle anderen Medien in Deutschland gehören dazu und müssen künftig bei der Nationalbibliothek abgeliefert oder zumindest bereitgestellt werden. Im zweiten Schritt sollen auch internetübliche Veröffentlichungen, Forumsbeiträge oder Weblogs archiviert werden.

Und der dritte Schritt betrifft das gesamte deutsche Netz. Seiten von Vereinen, Verbänden, Werbetreibenden, Privatleuten usw. Nicht nur professionelle Webauftritte auch private Homepages fallen darunter, egal ob mit Passwort geschützt oder nicht.

Toll!

Also sogar passwortgeschützte private Homepages?! Ja, alle Geheimnisse, internes Firmenwissen oder vereinsinterne Informationen usw. Ach ja, jedes Update muß der Deutschen Nationalbibliothek verfügbar gemacht werden. Das wird toll wenn Nachrichtenseiten pro Tag einige hundert oder tausend Updates auf die Server der Deutschen Nationalbibliothek schieben. Vor allem aber weil die Deutsche Nationalbibliothek dafür ca 25 bis 30 Mitarbeiter und das Wahnsinnsbudget von 1.900.000 EUR zur Verfügung hat.

Die können sparsam mit Geld umgehen, da könnte manche Regierung etwas davon lernen. Wie das funktionieren und durchgesetzt werden soll, ließ der Gesetzgeber allerdings offen.

(Nur zur Info, Google hat ca. 7000 Mitarbeiter und ca. 800.000.000 US$ für seine weltweite Recherche zur Verfügung gestellt)

Ja, es gäbe eigentlich noch mehr, viel mehr, aber es reicht erst mal. Nächste Woche werden diese und andere Themen produzieren.


Neue Ausstellung im HNF in Paderborn

Zum HNF, dem Heinz Nixdorf MuseumsForum haben wir eine besondere Beziehung, seitdem wir dort die drei lengendärenComputernächte veranstalteten. Ich finde dieses Museum nach wie vor sehr besuchenswert, nicht nur weil ich selbst zu den Ausgestellten in der Wall of Fame bin. Immerhin hat man uns zu den 150 Pionieren der Informationstechnologie eingeordnet.

Wenn ich zurückdenke an die große Ausstellung Computer und Roboter, die wir auch während der dritten Nacht abhandelten, dann muss ich heute noch meine Hochachtung für das Geleistete aussprechen.

Es gab sehr schöne Exponate zu bestaunen und jeder, der die Ausstellung besuchte, hatte wohl einen Zugewinn an Wissen zu verzeichnen.



Ähnlich wird es in diesem Jahr sein.

Ab dem 25. Oktober 2006 zeigt das Heinz Nixdorf MuseumsForum für ein halbes Jahr die Sonderausstellung Computer.Medizin. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des HNF.
Die Ausstellung richtet sich sowohl an den interessierten Laien als auch an Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Sie zeigt anhand spektakulärer Exponate den Nutzen und die Grenzen des Computers in der Medizin auf. Zahlreiche interaktive Exponate den Nutzen und die Grenzen des Computers in der Medizin auf. Zahlreiche interaktive Exponate sorgen für eine hohe Attraktivität.

Am 20. Oktober ist die erste Pressevorstellung der neuen Sonderausstellung. Ich werde dort hinfahren und hoffentlich einen interessanten Bericht mitbringen können.


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