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06.03.2009
Folge 156

Der vierte Tag auf der CeBit 2009

Augen auf und mitdenken.

Eigentlich sollte das Leben immer einfacher und bequemer werden. Doch man kann lange nicht das tun, was man will. Da gibt es immer wieder Menschen und Gruppen, die uns reglementieren wollen.

padeluun ist weder Herr padeluun, noch mit einem Vornamen ausgestattet, er ist einfach padeluun. Er ist bekannt für seine Maßnahmen, die sich meistens gegen zu viel Überwachung richten. Er ist der Initiator des "Big Brother Awards", der jährlich verliehen wird.
Hier werden Institutionen ausgezeichnet, die sich während des Jahres sehr plump in punkto Datenschutz verhalten haben. In diesem Jahr dürfte es ja leicht fallen, den ungeliebten Big Brother Award zu verleihen.


padeluun

Dieses Interview begann sehr launisch und wir konnten den Ablauf kaum stoppen. Und als es über die Bühne war, da wollten wir es auch nicht ändern. Während wir sprachen machte sich Mambo Kurt auf der Bühne breit und gab seiner Show allen Pepp, den er aus der alten Orgel herauszaubern konnte.



Das sah so witzig aus, wie wir ihn von hinten durch unsere "Schießscharten" auf der Bühne beobachten konnten und wie sich Mambo Kurt bei uns rächte, indem er mit seiner Musik in unsere Mikrofone einspielte.

Serviceroboter kommen - doch es dauert noch


Thomas Wimböck von der DLR in Oberpfaffenhofen.

Roboter Justin bereitet den Tee
Serviceroboter, die Haushaltshilfen der Zukunft


Auf der Cebit stellen deutsche Forscher Serviceroboter vor, die künftig im Haushalt zur Hand gehen sollen. Die Maschinenwesen können den Menschen bedienen, Lasten tragen oder nach Anleitung putzen.

"Hallo, ich bin Justin", begrüßt der mannshohe Roboter den Besucher am Stand des Bundesministeriums für Forschung und Wissenschaft in Halle 9 die Besucher. Oben herum sieht der schicke, blaue Roboter durchaus menschlich aus: Er hat einen Oberkörper mit zwei Armen, die in Händen mit 4 Fingern enden, und einen Kopf mit Gesicht, aus dem zwei Kameraaugen das Gegenüber anschauen.

Das untere Ende des Torsos ist indes wenig menschlich: ein großer Zylinder, aus dem vier Räder ragen, auf denen sich Justin fortbewegt. Der Roboter soll im Haushalt helfen, erklärt Thomas Wimböck vom DLR. Er kann putzen, das Geschirr auftragen und sogar einfache Speisen zubereiten. Auf der Cebit etwa haben ihn seine Entwickler, Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), drauf programmiert, Zitronentee zuzubereiten.



Vor den staunenden Zuschauern nimmt Justin einen Behälter mit Zitronenteegranulat vom Tisch und schraubt es auf. Vorsichtig kippt er es und tippt mit einem Finger der zweiten Hand erstaunlich behutsam auf den Rand, damit das Granulat in das Glas rieselt. Schließlich greift er nach einer Karaffe mit Wasser und gießt den Zitronentee auf.

Diese für eine Menschen recht einfache Handlung ist für einen Roboter eine veritable Leistung: Er muss die einzelnen Objekte für die Handlung erfassen, erkennen und sie lokalisieren. Das bedeutet, seine Kameraaugen erfassen die Objekte, die dann mit einer Datenbank abgeglichen und klassifiziert werden. Das ist nicht immer einfach, da die Ausrichtung der Objekte und Lichtverhältnisse die Erfassung beeinträchtigen kann.

Hat der Roboter einen Gegenstand erkannt und lokalisiert, muss er Bewegungsabläufe für den Griff ausrechnen. Dabei muss er etwa entscheiden, ob er ein Objekt besser von der Seite oder von oben anfassen und wie fest er zugreifen kann. Für das Feingefühl beim Greifen sorgen Kraftsensoren in den Fingern.

Die lassen Justin auch ordentlich zupacken: Eine Getränkekiste zu stemmen bereitet ihm kein Problem, erklärt Wimböck. Der Roboter kann mit jedem seiner Arme 14 Kilo heben. In so einem Fall können die Räder aus dem Fahrwerk ausgefahren werden. Mit der vergrößerten Standfläche von knapp einem Meter mal 80 Zentimeter bekommt Justin einen sichereren Stand. Zum Fahren werden sie dann wieder eingefahren. Dann misst das Chassis rund 70 mal 50 Zentimeter. Damit könne Justin auch in einer engen Wohnung navigieren, so Wimböck. weiter...





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