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16.03.2009
Folge 159

Wahlcomputer müssen neu entwickelt werden

Wir hatten lange Zeit eine wahfreie Periode. Die letzte Wahl fand 2005 statt und jetzt geht es wieder 2009 wieder los. Da ich schon seit langer Zeit zu den Wahlhelfern gehöre, wird es in diesem Jahr wieder interessant. Die Europawahl, die Kommunalwahl und die Bundestagstagswahl werden wahrscheinlich auch mich wieder aktivieren. Doch diesmal wird es anders sein.
Wir werden wieder nach alter Manier die Wahlen ausrichten. Wahlschein in Empfang nehmen, in die Kabine eintreten, Kreuz machen, in Urne einwerfen. Die Wahlcomputer, die gerade Köln seit Jahren auszeichnete werden verboten sein. Pünktlich um 18:00 Uhr oder bei der Europawahl um 21 Uhr werden die Lokale wieder geschlossen. Dann beginnt das Auszählen der Stimmen. Der Knackpunkt aus dem Urteil aus Karlsruhe. Man muss die Gewinnung der Ergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Zwar habe ich in unserem Wahllokal noch nie jemanden begrüßen dürfen, der sich für die Auszählung interessierte - doch jetzt werden sie wahrscheinlich kommen und dabei sein wollen.


So sehen die holländischen Wahlcomputer aus

Den niederländischen Wahlcomputern dürfte mit der Entscheidung aus Karlsruhe der Tod beschert sein. Köln hatte seine vielen Wahlcomputer zur Überprüfung nach Holland geschickt. Die Halle brannte dann komplett ab und Köln war auf einen Schlag ohne Wahlcomputer. Was aus der Angelegenheit wurde, habe ich nicht verfolgen können. Ich nehme an, dass Nedap pleite ist und Köln ohne Ersatzcomputer ist. Ich muss da einmal zur Klärung anrufen.

Dass die nedap Computer das Zeitliche gesegnet haben, ist nicht wert, sich darüber aufzuregen. Das Gerät war von primitiver Gestalt. Das, was man als Interna entdeckte, erinnerte stark an die C64 Zeit. Auch der Drucker, der die Ergebnisse dokumentierte, war nicht das modernste Gerät. Aber, meiner Ansicht nach, funktionierte alles für den eingesetzten Zweck.

Ich habe mir damals jede Menge Kritik ein geholt, als ich für längere Zeit versuchte, die Computerwahlgeräte zu unterstützen. Es gab Mails, die davon sprachen, dass jegliche Hochachtung für meine Person innerhalb von Sekunden verloren wurde. Dabei hatte ich damals schon differenziert argumentiert. Ich kann meine Hand dafür ins Feuer legen, dass bei unseren Computerwahlen nicht geschummelt werden konnte, wenn die installierten Geräte in Ordnung waren. Anders sieht es da schon in der traditionellen Wahl aus. Ich wette, dass man hier unter bestimmten Voraussetzungen ein komplett gefälschtes Ergebnis abgegen kann.
Um dieses zu erreichen, müssen nur ein paar Leute zusammenhalten und die Augen schließen.

Doch die Richter haben die Tür für die Computerwahl nicht zugestoßen. Natürlich wird man in Zukunft wieder mit Wahlmaschinen arbeiten. Vielleicht wird sogar die Wahl ins Netz gelegt werden, wenn die Sicherheitskoordinaten besser formuliert sind. Es müssen einige Dinge eingeführt werden. Wenn man die Software zur Wahl als Open Source ausführt, dann lassen sich Manipulationen entdecken. Wenn man dafür sorgt, dass man später zur Probe eine Auszählung machen kann, dann ist dem Richterspruch Genüge getan.

Peter Welchering hat das Urteil aus Karlsruhe kommentiert.


Ein neues Gesundheitssystem, das funktioniert, wäre nicht schlecht

Informatiker und Mediziner tüfteln an Methoden zur Entwicklung neuer Gesundheitssysteme Gesundheitssysteme (Health Information Systems) sind komplexe Systeme, die in mannigfaltiger Weise im Gesundheitswesen eingesetzt werden.

So unterstützen sie einerseits die medizinischen und organisatorischen Prozesse, etwa im# Krankenhaus, können aber auch Mediziner in der Diagnostik helfen oder eine mobile Patientenversorgung unterstützen. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen insbesondere Aspekte wie Sicherheit und Datenschutz in ausreichendem Maße berücksichtigt werden.


Prof. Ruth Breu, Innsbruck

Neue Technologien für diese Gesundheitssysteme liefern einen revolutionären neuen Weg für die Interaktion zwischen Patienten und Anbietern im Bereich der medizinischen Versorgung. Obwohl mittlerweile eine Vielfalt von Standards entwickelt und auch verwendet wurden, fehlt es jedoch immer noch an sicheren Informations-Infrastrukturen, die bereits in der Architektur dieser Gesundheitssysteme Anwendung finden. Aber auch die Kosten und
Auswirkungen von medizinischen Fehlern werden zur Zeit noch unberücksichtigt gelassen, ebenso wie die team-orientierte interdisziplinäre Versorgung und die Benutzung des Internets um die Qualität und Verfügbarkeit von Pflegeservices zu verbessern.

In dem Dagstuhl-Seminar wurden die Herausforderungen zur Konstruktion solcher Gesundheitssysteme und der Stand der Technik im Bereich modellbasierter Entwicklungstechnologien diskutiert. Im Vordergrund standen dabei Entwicklungs Plattformen, die Aspekte wie Sicherheit und Datenschutz berücksichtigen und diese Aspekte eng mit den organisatorischen Abläufen integrieren. Um die Komplexität der Entwicklung
hochqualitativer Gesundheitssysteme, die sich durch die Komplexität der Abläufe und der organisatorischen Strukturen und der Vernetzung der  Systeme untereinander ergibt, bewältigen zu können, kommt dem Einsatz von Modellierungstechniken beim Entwurf dieser Systeme immer größere Bedeutung zu.

Ziel des Dagstuhl-Seminars war es, die Herausforderungen zu klären und mit den fünf wichtigsten Kriterien in Einklang zu bringen: vertrauenswürdige Gesundheitssysteme, Modellbasierte Software und Systementwicklung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Intimsphäre des Menschenen, und spezielle Informationssysteme beim Anbieter.


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