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13.04.2009
Folge 163

Portable Apps

Über die Möglichkeit, komplette Anwendungen und Programme auf platzsparende USB-Sticks zu verlagern. dazu ist sehr viel freie Software vorhanden. Aber Vorsicht: Die Sticks sind durch ihre Autorun Funktion nicht vor Angriffen gefeit. Das, was so schön bequem erscheint ist auch - wie oft - das Einstiegsfenster für Viren und Malware.


Heinz Schmitz über Spionagesoftware

Spionage-Viren trotzen Antiviren-Software

von Heinz Schmitz



Eine Studie liefert erschreckende Zahlen zur Online-Spionage. Nicht nur Regierungen werden ausspioniert, wie vor einiger Zeit durch das „Ghostnet“ bekannt wurde, auch normale Anwender sind immer durch neue Viren und Trojaner gefährdet. Kriminelle Elemente versuchen mit allen Tricks an Zugangs- und Bankdaten zu gelangen. Ziel sind immer „virtuelle Bankraube“. Der Wurm Conficker zeigt, dass zwar Variationen „bekannter“ Viren schnell erkannt werden aber ein völlig neu programmierter Schädling in kürzester zeit Millionen von PC’s verseuchen kann.

Wer glaubt, seinen Rechner mit einem aktualisierten Antiviren-Programm ausreichend vor externen Spionage-Angriffen zu schützen, irrt. Auf Identitätsdiebstahl ausgerichtete Malware verseucht 1,1 Prozent aller PCs. Besonders besorgniserregend: 35 Prozent aller infizierten PCs verfügten über einen aktuellen Virenschutz. Diese alarmierenden Zahlen lieferte die jüngste Studie von Panda Security, bei der 67 Millionen Systeme anhand eines Online-Virenscanners auf Malware-Befall überprüft wurden.

Im vergangenen Jahr lag bei den weltweiten Computer-Infektionen ein deutlicher Fokus auf Datendiebstahl. Immer mehr Schädlinge zielen auf die vertraulichen Zugangsdaten der Anwender. Die starke Nutzung von Online-Banking, Social Networking oder Internet-Shopping öffnet Internet-Betrügern dabei alle Tore. Mit steigender Tendenz, denn allein in der zweiten Jahreshälfte wurde ein achtfacher Anstieg dieser Angriffe im Vergleich zum ersten Halbjahr. Auf Grundlage der vergangenen vierzehn Monate befürchtet der IT-Sicherheitsexperte einen weiteren Anstieg von über 300 Prozent für 2009.

Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Zuwachs von Identitätsdiebstahl und dem Vorkommen von Banker Trojanern. Zu den fünf Banker Trojanern, die am meisten verbreitet sind, gehören:
Trj/Cimuz
Trj/Sinowal
Trj/Bankolimb
Trj/Torpig
Trj/Goldun

Doch auch Trojaner, die keine Bankdaten, sondern Benutzernamen und Passwörter für Spiele, Chats oder Applikationen ausspionieren, waren im vergangenen Jahr stark vertreten. Die prominentesten fünf Vertreter lauten:
Trj/Lineage
W32/Lineage.worm
Trj/Legmir
Trij/Wow
W32/Wow.worm

Wie so häufig, stammen diese Trojaner ursprünglich zu einem Großteil aus Russland und aus China. Auch im vergangen Jahr stammten über die Hälfte aller in Umlauf gebrachten Trojaner aus Russland und mehr als ein Drittel aus China.

Insgesamt bestätigt die Studie den bedenklichen Trend der letzten Jahre: Bei täglich 35.000 neuen Malware-Exemplaren reichen traditionelle Verfahren nicht mehr aus. Intelligente Antiviren-Technologien erhöhen zwar den notwendigen Schutzlevel aber eine endgültige Sicherung gegen Schädlinge gibt es zur Zeit nicht. Vor allen speziell geschrieben Schädlinge, die zum Beispiel nur eine Firma ausspionieren sollen, wird nie in der Breite verteilt und somit ist es unwahrscheinlich, dass sie jemals einem Antivirenhersteller auffallen. Trotzdem muss jede Anwender, der nicht Opfer der kriminellen Seite des Internet werden will, regelmäßig die Sicherheitsaktualisierungen einspielen und aktuelle Virenscanner verwenden, die sich automatisch aktualisieren. Der Conficker Wurm konnte auch nur über eine  Windows-Sicherheitslücke eindringen, die seit Oktober 2008 bekannt war und für die es ein Patch gab!


Peter Welchering über Trojaner auf Geldautomaten


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