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06.04.2009
Folge 162

Der European Excellence Audiocast Award ist jetzt in unseren Händen

Es hat lange gedauert, bis der European Excellence Audiocast Award übergeben werden konnte. Eigentlich sollte alles bereits im November ein Ende haben. Doch das Prozedere der Auswahl der besten Sendungen hat länger gedauert, als erwartet wurde.



Vor allem der Gedanke des Europäischen Preises machte viel mehr Aufwand, als man am Anfang dachte. Immerhin mussten 11 Jury's mit verschiedenen Sprachen koordiniert werden. Doch jetzt war es so weit. Der Sponsor Olympus hatte alle Preiträger nach Hamburg eingeladen. Nicole Simon (Bild) war neben Michael Mertens die gute Fee, die hinter dem Award stand. Hier sind wir kurz vor der Preisübergabe.



Die anderen Preisträger standen für das Foto schön nebeneinander. Warum wir nicht mit dazu geholt wurden, ist mir leider nicht ersichtlich.



Irgendwo in einer Mail stehen auch die Namen der Gewinner. Ich werde das noch nachholen.


Speicheroptimierung bei virtuellen Maschinen

VmWorld Europe 2009 in Cannes

von Heinz Schmitz

Virtualisierung von Computern gewinnt grade in Krisenzeiten schnell Anhänger. Auf der diesjährigen vmWorld (http://www.vmworldeurope.com/) trafen sich 4700 Experten um Informationen über  Entwicklungen, Trends und Umsetzungen zu sammeln. In Großunternehmen gehören virtuelle Server schon zum Alltag. Dieser Trend setzt nach Aussagen von vmWare CEO Paul Maritz verstärkt auch bei kleinen Unternehmen durch. „Gerade die wirtschaftlich schweren Zeiten puschen weltweit den Einsatz virtueller Rechner“, betont der Firmenchef in Cannes.


Speichervirtualisierung – Optimierung der Plattenausnutzung

Ein Aspekt, der in Cannes intensiv diskutiert wurde, ist die Ausnutzung der Plattenspeicher. Nach Aussagen von John Rollason Systemspezialist bei NetApp sind die installierten Platten in Rechenzentren nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Ein ähnlicher Effekt, wie bei der Rechenleistung der Server. Der Grund hierfür ist das bei der Projektierung von Serversystemen immer notwendige Reserven eingerechnet werden, damit, bei einer Ausweitung der Applikation, nicht das ganze System neu aufgesetzt werden muss. Technisch liegt die Ursache in der Zuordnung von Platten- oder Plattenarrays zu Servern. Damit keine Kapazitätsengpässe auftreten, werden die Platten großzügig geplant. Die Virtualisierung der Plattenspeicher bietet hier einen Lösungsansatz. Dabei wird die Plattenkapazität gebündelt und über ein schnelles Netz den Rechner zur Verfügung gestellt. Eine intelligente Architektur erlaubt es auch nachträglich die Laufwerke zu erweitern oder auch zu verkleinern. Dadurch kann die Auslastung der Festplatten auf mehr als 80 Prozent gesteigert werden. Zudem hat NetApp einen Algorithmus entwickelt, der doppelte Datensätze auf Platten findet. Dann wird ein Datensatz gelöscht und zu dem zweiten wird nur ein Verweis gespeichert. Wird allerdings an einem der Datensätze eine Änderung vorgenommen, so wird diese gespeichert. Da dieser Vergleich auf Blockebene und nicht auf Datensatzebene erfolgt, ist eine schnelle Rekonstruktion des unveränderten und des modifizierten Datensatzes gewährleistet.

Festplatten sind im Rahmen der IT-Kosten nicht die größten Investitionen. Die Investitionssumme pro Gigabyte ist recht niedrig. Allerdings, wie bei den Servern sind die Kosten für den Betrieb und den Platz recht hoch. Eine Virtualisierung des Speicherplatzes senkt hier die IT-Betriebskosten. Der Hersteller NetApp ist von seinen Lösungen so überzeugt, dass er, auch bei Einsatz fremder Plattenspeicher, eine Einsparung von mindestens 35% garantiert.

Auch die Ausnutzung der Arbeitsspeicher ist ein wichtiges Thema. Dabei verteilt der Hypervisor das verfügbare RAM intelligent auf die installierten virtuellen Maschinen. Dabei werden identische Inhalte, ähnlich wie bei den Festplatten, nur einmal im Memory abgelegt. Nach Erfahrungen der Hersteller, sind durchschnittlich 10 virtuelle Maschinen auf einem Rechner installiert. Rechner man pro virtueller Maschine 2 GByte Arbeitsspeicher, so wären mindestens 20 GByte RAM notwendig. Allerdings sind bei den Maschinen weite Teile des Speicherinhalts identisch. Im Firmenumfeld sind viele Rechner weitgehend identisch installiert, Betriebssystem, Office Programme, SAP etc. finden sich auf vielen Maschinen. Sie werden auch als sogenannte “Linked Clones“ erstellt, bei denen nur Rechnernamen und Daten-Änderungen in den Dateien abgelegt werden, die die virtuellen Maschinen repräsentieren. Ebenso geht ein intelligenter Hypervisor vor. Der Administrator weist zwar 2 GByte Arbeitsspeicher zu, jedoch verwaltet der Hypervisor diese Wert dynamisch und gibt der virtuellen Maschine nur den Speicher, des sie für die aktuelle Operationen benötigt.

Ein Indikator für die zunehmende Bedeutung der Virtualisierung von Rechenleistung ist die Verbreitung. In 95% der größeren Unternehmen wird IT-Leistung virtualisiert. Die Zuwachsraten lagen im letzten Jahr bei über 40% in Europa. In Cannes treffen sich nicht nur 4700 Spezilisten sondern auch 100 Hersteller. Obwohl die Veranstaltung von vmWare veranstaltet wird trifft man auf der angegliederten Ausstellung auch die schärfsten Konkurrenten Microsoft und Citrix.



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