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04.05.2009
Folge 166

Flash-Videos auf TV-Geräte

Auf der NAB-Show in Las Vegas stellte Adobe einer Erweiterung ihrer Flash Technologie vor, mit der Flash Videos auf heimischen TV-Geräten ohne vorgeschalteten Computer laufen sollen. Diese „embeded“ Version von Flash soll Videoinhalte auf internetfähige TV-Geräte, Set-Top-Boxen, Blu-ray-Player und andere digitale Home-Entertainment-Endgeräte bringen. Laut Angaben des Softwareherstellers ist die aktuell vorgestellte Softwareversion namens "Adobe Flash Plattform for the Digital Home" ab sofort für Hersteller entsprechender digitalen Geräten beziehbar. Erste Produkte sollen dann in der zweiten Jahreshälfte 2009 verfügbar sein, pünktlich zumn Weihnachtsgeschäft.

Filme im Flash Format sind heute im Internet Gang und Gäbe. Nicht nur YouTube,myVideo etc. sondern auch viele kommerziellen und privaten Webseiten, die Videos präsentieren nutzen die effektive Komprimierung der Flash Videos. Videos werden aber nicht nur am Rechner sondern auch am heimischen TV-Gerät und auf allen möglichen verschiedenen Bildschirmen konsumiert. Um die direkte Implementierung der Technologie in Endgeräte voranzutreiben, hat der Softwarekonzern das sogenannte Open Screen Project (http://www.openscreenproject.org) initiiert.


Heinz Schmitz

Adobe hat außerdem ein Framework mit dem Codenamen "Strobe" vorgestellt. Dieses soll dazu beitragen, einen offenen Branchenstandard für Media Player sowie die Erstellung und Ausgabe von qualitativ hochwertigen Video-Inhalten und interaktiven Erlebnissen im Web zu etablieren. Entwickler sollen mit der Entwicklungsumgebung bei der Gestaltung maßgeschneiderter Player unterstützt werden. Mithilfe des Frameworks lassen sich Flash Technologien nutzen, um Player einfach und schnell mit Funktionen wie Werbung, Nutzermessung, Nachverfolgbarkeit und Integration in soziale Netzwerke zu versehen. Die Player lassen sich zudem für die jeweiligen Inhaber der Inhalte individuell gestalten und mit deren Design versehen.

Dass Flash nach dem Internet nun auch in anderen Bereichen wie dem Mobile- oder dem TV-Sektor zum Einsatz kommen soll ist eigentlich eine logische Konsequenz. Die Zahl der der Unterhaltungselektronikgeräte mit einem direkten Netzwerkzugang nimmt deutlich zu. Bislang ist aber trotzdem zumeist der Umweg über den Computer notwendig, um Online-Videos am Fernsehbildschirm betrachten zu können. Mit der neuen Flash-Version soll der Web-Content direkt auf dem TV zugänglich sein.

Adobe war mit seinem Flash-Player bislang vor allem im Computerbereich bekannt. Einer Erhebung des US-Marktforschungsinstituts comScore zufolge basieren knapp 80 Prozent der weltweiten Online-Videos auf der Flash-Technologie. Dem zur Folge haben rund 98 Prozent der Internet-PCs Flash Player installiert. Flash wurde ursprünglich hauptsächlich für animierte Bildschirmpräsentationen verwendet. Die Einbindung eines sehr effektiven Videokompressors und die kostenlose Verfügbarkeit des Players haben zu weiten Verbreitung im Internet geführt. Entwickelt wurde Flash von Macromedia, die von Adobe aufgekauft wurden.

Flash Filme können mit Playern zwar betrachtet werden, aber um sie auf die lokale Festplatte zu übertragen, benötigt man Hilfsprogramme. Als OpenSource gint hier zum Beispiel DownTube. Das Programm holt Filme von YouTube und Google Videos auf die Festplatte, und das ohne Einsatz eines Browsers.

Zusätzlich lassen sich Apple Movie- und IMDB-Trailer downloaden. Für das Auffinden eines Videos kann entweder im Webordner auf die Toplisten der Videoportale zugegriffen oder die integrierte Suchfunktion verwendet werden. Nach einem Doppelklick auf das Miniaturbild des gewünschten Films folgt der Download. Die FLV- bzw. M4V-Dateien können von einem externen Player abgespielt werden. Der Open Source VLC Media Player eigent sich hierzu zum Beispiel. Mit Programmen wie zum Beispiel MeWig (MEncoder Windows GUI) Encoder werden FLV- und M4V-Videos in das AVI- oder MPEG-1 Format konvertiert. Das Programm benötigen Sie das Microsoft .NET Framework ab 2.0.


Peter Welchering über Internetsperren

Eigentlich müssten wir alle einen Hilferuf ausstossen: "Zerstört unsere Freiheit im Internet nicht". Von einigen  politischen Kräften scheint dies angestrebt zu werden. Es kann allerdings auch sein, dass einige gar nicht wissen, was da geplant ist. Die Ausweitung des Telemediengesetzes soll einige untragbare Punkte verabschieden.
Ein wichtiges Kriterium: die sogenannte Blacklist, auf der die gesperrten Seiten verzeichnet sind,soll geheimgehalten werden, damit mit den darauf verzeichneten Daten kein Unfug angestellt werden kann.
Wird tatsächlich die Liste im BKA vorgehalten, dann können auch Gerichte keinen Einblick verlangen. Auf einer geheimen Liste kann dann alles eingetragen werden, was unliebsam für manche Zeitgenossen ist.


Peter Welchering

Doch noch mehr Eingriffe in die Rechte der Bürger würde der angestrebte Punkt bedeuten, dass alle Informationen nur von einem Proxyserver eingeholt werden dürfen. Technisch gesehen, wäre das zum einen ein schwerwiegender Rückschritt in die Vergangenheit, als unsere Datenleitungen noch schwächlich ausgelegt waren. Der Proxyserver kann sehr leicht von unliebsamen Inhalten befreit werden. Jeder, der dann darauf angewiesen ist, solche Proxys zu nutzen, würde vor leeren Seiten sitzen. Das wäre dann der Anfang einer Zensur und das Ende eines freien Internets.


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