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13.11.2006
Folge 17

Nochmals Wahlcomputer

Das hätten wir am Anfang nicht gedacht, dass wir so lange auf diesem Thema herumreiten müssen. Aber irgendwie haben wir da in ein Wespenloch gestochen. Wir haben das eigentlich nicht so recht verstanden, warum viele Leute so sauer reagierten und uns die Hochachtung einkassierten.
Ich habe mir die Sendung noch einmal angehört und konnte nichts, aber gar nichts darin erkennen, was da falsch gewesen sein sollte. Auch der arme Leiter des Wahlbüros hat so einiges abbekommen. Warum eigentlich glaubt man ihm nicht, wenn er sagt, dass die Computer in der wahlfreien Zeit gut verschlossen aufgehoben werden. Da meldeten sich dann einige, die dann sagten: "Er hätte das mal erklären müssen, wie und wo die verschlossen sind". Und vielleicht hätte er auch noch sagen sollen, wo der Schlüssel hängt?
Es hat schon seinen Grund, dass die Seriennummer des gehackten Computers nicht herausgegeben wird.
In Deutschland haben wir abgeänderte Modelle, die zur Wahl zugelassen sind. Die Zulassung wurde - wie alle Zulassungen von technischen Einrichtungen von Behörden, wurde in der PTB, der Physikalisch Technischen Bundesanstalt, in Berlin gegeben. Vorhergegangen sind monatelange Prüfungen und Gespräche mit dem Bundesinnenministerium (BMI) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zusätzlich zu den holländischen Vorkehrungen wurden ein paar deutsche Sicherheitsvorrichtungen zusätzlich verlangt. Man kann das nachlesen unter diesem Link . Wenn man viel Zeit hat, dann findet man noch viel mehr lesenswertes, z.B. dieses.



Wir haben in dem heutigen Gespräch den Leiter der Prüfungsstelle, Prof. Dr. Richter  von der PTB. Er ist zuständig für Wahl- und Spielgeräte. Wenn Sie also einen Euro in so einen Geldbanditen in der Kneipe einwerfen und der wirft das auch aus, was er Ihnen schuldet, dann wurde das vorher auch von ihm getestet und zugelassen.
Mal sehen, wie sich die Mailsituation nach dieser Sendung darstellt.


Firefox 2.0 & Internetexplorer 7

Recht zeitgleich kamen jetzt zwei neue Browser zum Download. Der Firefox 2.0 und der Internetexplorer 7. Man hat sich bei den neuen Ausgaben Gedanken bezüglich der Sicherheitseinstellungen gemacht. Da in der Vergangenheit recht viel mit schlechten Websites gelaufen ist, will man jetzt mit Schutzmechanismen dieses verhindern.

Das geht natürlich nur dann, wenn der Browser weiß, welche Seiten  zu den problematischen gehören. Also muss dies in einer Liste festgehalten werden, einer sogenannten Blacklist. Es geht auch mit einer Whitelist, worin dann die guten Seiten aufgeführt wären.

Gibt man eine Internetadresse an, so wird, bevor sie geöffnet wird, nachgeschaut, welchen Status die Seite hat. Gut = laden, Schlecht = verweigern oder warnen. Nicht jeder kann auf seinem Computer die komplette Beurteilung mit allen Internetseiten vorhalten, so dass diese Seiten zentral vorgehalten werden. Surft man mit dem Firefox, so werden die Anfragen blitzschnell zu Google geschickt und dort wird sofort geantwortet. Das ist eine  praktische und clevere Angelegenheit. Aber: es wird nicht nur nachgefragt, sondern es gehen auch Angaben des Users über die Leitung. IP Adresse, von wo man kommt, wohin man will, Uhrzeit usw. Das macht das praktische und clevere zum zweischneidigen Schwert. Wer nicht will, dass seine persönlichen Daten hin und hergeschickt werden, der sollte auf die Blacklistmethode ausweichen. Mit dem Firefox kann man sich diese aktuelle Seite laden. Alle halbe Stunde wird die Liste automatisch nachaktualisiert. Dann bleibt die Abfrage im eigenen Bereich.

Der Internetexplorer hat diese Funktion auch eingebaut, doch er bedient sich natürlich einer anderen Datenbank mit den Blacklisteinträgen: natürlich Microsoft selbst. Auch hier werden persönliche Daten mitgeschickt. Auch hier muss jeder selbst entscheiden, wie weit er diesen Austausch zulässt.


SPAM und andere Schweinereien

Man weiß es nie so ganz genau, wer es schuld ist, dass neue Technologien sofort von Schmutzfinken gestört werden. Vor allem das Versenden von SPAM kann zu Ärgernissen führen, weil da jemand mein Postfach missbraucht, um mir nicht gewollte Werbung zuzusenden. Vor allem sind es meistens auch noch Angebote, die irgendwo im Grauraum angesiedelt sind. Da wird Werbung für Viagra gemacht, das allerdings nur durch Rezept zu bekommen ist. Da werden Dienste angeboten, die durchaus justiziabel verfolgt werden könnten. Aber meistens ist da nichts zu holen, weil die SPAMMER genau wissen, was sie tun. Sie verstecken sich hinter anonymen Adressen, benutzen fremde Server, sind ständig im Wandel begriffen. Eine besondere Spezies von Menschen, mit denen ich z.B. nie etwas zu tun haben möchte.

Solange die SPAMMER am Leben erhalten werden, indem sie immer noch auf Erfolg arbeiten können, ist wohl mit der Abschaffung von SPAM nicht zu rechnen. Da wird doch der eine oder andere schwach und bestellt ein Angebot, das er in der SPAM Nachricht entdeckt.

Die meisten User jedoch können auf jegliche SPAM Nachricht verzichten. Sie fühlen sich belästigt von diesen  Briefkasten füllenden Angeboten. Da auch die Provider unter dieser Last leiden, möchten sie auch gerne diese SPAMMER bekämpfen. Man entwickelt Filter, die Viagra in allen Variationen erkennen sollen und die Mail eben abblocken sollen.  Doch immer wieder finden die SPAMMER Möglichkeiten, an den Filtern vorbei in die Postfächer der User zu gelangen.

Mittlerweile scheint es schwer zu sein, mit einfachem Text die Filter zu umgehen. Vihagra kann eben mittlerweile "vermutet" werden, dass es Werbung für "Viagra" ist und kann eben abgeblockt werden, wenn ein User diese Werbung nicht haben möchte.

Letztendlich wäre das der Tod des SPAM's. Doch wer lässt sich seinen Broterwerb schon nehmen? Da muss man eben dagegen agieren.

Die neuesten Attacken nennt man Image SPAM. Das, was bisher als Vihagra in Texctform ankam und erkannt werden kann, kommt seit einiger Zeit als Bild in das Postfach. Macht man die Mail auf, so sieht man das Bild mit der Inschrift Viagra und noch ein paar zusätzliche Störeinträge, wie Punkte, Striche usw., die eine automatische Erkennung erschweren.

Da sind jetzt die Jäger neu gefragt. Was macht man mit der Image Werbung. Eine automatische OCR könnte eingesetzt werden, doch weil die SPAMMER Macken in das Bild einarbeiten, sind sie wieder ausgetrickst.

So bleibt es ein Hase - Igel Spiel. Wer ist der Erste, wer erkennt es?  wer ist der Jäger, wer ist das Opfer.

Wir führen ein Interview mit Ralph Benzmüller mit GDATA, der täglich mit diesen Störenfrieden zu tun hat und sich Strategien ausdenken muss, wie er SPAM vom Kunden fernhält.


Notfallhandy mit 3 Tasten

Die Idee ist schon alt: Das Handy als Sicherheitsbegleiter und Retter in der Not. Früher, in der Vorhandyzeit war es fast aussichtslos, einen automatisierten Dienst anzubieten, um hilfebedürftigen Menschen Rettung zu bringen. Früher musste derjenige es selbst bis zur Telefonzelle irgendwo im Gelände schaffen und musste auch noch so bei Sinnen sein, dass er telefonieren konnte. Besser war er dran, wenn jemand in der Nähe war, der ihm helfen konnte.



Doch dann kam die zweite Schwierigkeit: wo ist der  kranke jetzt, wo muss das Notarztauto hinfahren. Waren beide fremd, so war das gar nicht so einfach. Und selbst wenn sie aus der selben Stadt sind, so ist die Beschreibung des Ortes manchmal kompliziert. Also schwärmte man schon lange von dem automatisch "rettenden" Handy. Erste Idee: es wird ein GPS Modul eingebaut, das die Koordinaten ermittelt. Werden gleichzeitig 3 Satelliten empfangen, dann kann das Handy schon sehr genaue Daten schicken. Nachteil: bei Unglücksfällen im Haus funktioniert die GPS Ortung nicht.

Zweite Idee: man nimmt die GSM Ortung hinzu. Bei manchen Providern kommen die Koordinaten mit dem Antennensignal. Bei anderen kann man den Dienst buchen.  Da die Signale auch in Häusern empfangen werden,  kann eine relativ genaue  Ortung hierüber vorgenommen werden.

Dritte Idee: Oft entsteht der Notfall, weil der Kranke umfällt, sei es aus Schwäche oder durch Verlust des Gleichgewichts. Diesen Fall detektiert ein Sturzsensor, der dann automatisch das Handy aktiviert und eine vorher eingestellte Notfallstation wird angerufen und die Daten werden übermittelt.

Nehmen wir einmal ein Beispiel aus der Praxis, das schön öfter vorgekommen ist.

Jäger stürzt vom Hochsitz und bleibt liegen. Was passiert? Wenn er das Notfallhandy bei sich hat, löst es automatisch Alarm in der Service- und Notruf-Zentrale aus. Steht er gleich wieder auf, wird kein Alarm ausgelöst. Ein Sensor unterscheidet zwischen echten Stürzen und alltäglichen Erschütterungen.

Der zusätzlich zu buchende Schutzbrief bietet  Hilfe für alle, die krank, hilfsbedürftig oder alleine in ihrer Wohnung sind. Das Gerät kann so eingestellt werden, dass es mehrmals am Tag klingelt (auf Wunsch auch stündlich). Durch Tastendruck erfolgt die Bestätigung: "Mir geht's gut!" Kommt die Bestätigung nicht, löst das Handy selbstständig Alarm in der Service- und Notruf-Zentrale aus, was eine rasche Hilfestellung ermöglicht.

Weitere Informationen gibt es hier.


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