ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Aktuelle Sendung
  Nächste Sendung
  Sendungsarchiv
  Downloads


SENDUNGSARCHIV

29.06.2009
Folge 174

Ein verlorenes Notebook kostet bis zu 50.000 Dollar

Einem Bekannten von Carla Bruni, Frau des französischen Präsidenten, wurde das Notebook mit privaten Fotos der First Lady gestohlen. Das ist ärgerlich. Aber auch weniger Prominenten werden Notebooks gestohlen oder gehen verloren. Vor allem sind Flughäfen beliebte Aufenthaltsorte für Langfinger, Datenschnüffler und Co.

Bei einem Verlust des portablen Rechners spielen die Kosten für die Wiederbeschaffung der Hardware die kleinste Rolle. Sie schlägt mit 600 - 1.500 Euro zu Buche. Wirklich teuer ist die Wiederbeschaffung der Daten oder das Verhindern, dass sie an falsche Adressen geraten.

Die Marktforscher des Ponemon Institutes http://www.ponemon.org aus den USA haben errechnet, dass der Gesamtschaden, den der Verlust eines Notebooks mit sich bringt knapp 50.000 Dollar beträgt. Dieser Wert betrifft vor allem jene Notebooks, die in Unternehmen im Einsatz sind und auf denen unternehmensrelevante Daten abgespeichert sind. Als Privatuser ist der Verlust der Hardware vordergründig, fehlt allerdings das Backup, so kann auch dieser Datenverlust empfindlich schmerzen.

Der Großteil der hohen Kosten summiert sich aus den Begleitmaßnahmen die notwendig sind, ein neues Notebook für den Gebrauch einzurichten, verlorene Files wiederherzustellen und Zugangsdaten neu einzurichten. Richtig teuer wird es, wenn Kriminelle in den Besitz des Notebooks kommen und möglicherweise Zugriff auf Kundendaten oder sensible Firmeninformationen haben.

Problematisch ist dabei, dass sich die Verantwortlichen in Unternehmen nicht bewusst sind, welche Folgekosten sie im Fall des Verlustes eines Firmennotebooks zu erwarten haben, schreibt Mike Spinney, Senior Privacy Analyst bei Ponemon, in seinem Blog. Der Großteil der Unternehmen sieht das größte Risiko nach wie vor im Verlust der Hardware, bedenke jedoch nicht die finanziellen Aufwändungen, die unter "Data Breach Cost" zusammen gefasst werden. Darunter fallen unter anderem die Kosten für Wiederbeschaffung der Daten, Sicherung der Unternehmenssysteme, Maßnahmen gegen einen möglichen Imageverlust des Unternehmens und einiges mehr.

Einige einfache Tipps können helfen Notebooks vor Diebstahl zu schützen:
1.Behalten Sie Ihren Laptop jederzeit im Auge und bei sich. Bitten Sie niemanden, auf Ihren Computer aufzupassen, auch wenn Sie die Person kennen.
2.Sorgen Sie für eine regelmäßige Datensicherung. Außerdem sollten vertrauliche Daten umfassend verschlüsselt sein.
3.Falls Sie regelmäßig reisen, sollten Sie die Installation einer Anti-Diebstahl-Lösung in Betracht ziehen. Diese hilft, den Laptop zu lokalisieren, sollte dieser gestohlen werden.
4.Tragen Sie Ihren Laptop in einer Tasche, die nicht auf den ersten Blick als Laptop-Tasche ins Auge fällt.
5.Sollte der Laptop gestohlen werden, informieren Sie so schnell wie möglich die Polizei und – wenn nötig – Ihren Arbeitgeber. Geht es darum, den Laptop wieder zu beschaffen und vertrauliche Daten zu schützen, zählt jede Minute.

Eine Untersuchung zeigt zudem, dass der Notebookverlust umso teurer wird, je höher die Stellung des Mitarbeiters im Unternehmen ist. Insgesamt nahmen die Ponemon-Mitarbeiter 138 Verlustfälle unter die Lupe. Darunter befanden sich einige Ausreißer, bei denen die errechneten Kosten bei 200.000 Dollar lagen. Als Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren, nennen die Studienautoren beispielsweise Backups und Verschlüsselungen der Daten auf den Notebooks.

Desweiteren untersuchten die Marktforscher die Motive, die Mitarbeiter haben, wenn sie Daten auf ihrem Firmenrechner verschlüsseln. Wie sie herausgefunden haben, enthalten viele Notebooks Material, das sogar zu einer Kündigung führen kann. Drei Viertel aller untersuchten Firmen-Laptops enthielten pornographisches Video- sowie Fotomaterial oder Bookmarks zu Webseiten mit einschlägigem Inhalt. Für den Arbeitgeber ebenso interessant dürften Hinweise sein, dass der Besitzer des Unternehmens-Laptops nach neuen Stellen Ausschau hält. Auf 63 Prozent der Rechner fanden sich konkrete Anhaltspunkte hierfür.

Aber selbst wenn der Platteninhalt verschlüsselt ist, haben Diebe oft schnell Zugriff auf die Daten. Schuld daran sind schwache Passworte.

So verschafften sich Hacker leichten Zugang zum E-Mail-Account der Hollywood-Schauspielerin Salma Hayek. Sie verwendete ihr Geburtsdatum als Passwort. Als Ergebnis dieser Nachlässigkeit konnte der Hacker E-Mails veröffentlichen, aus denen hervorgeht, welche Applikationen für das iPhone die Schauspielerin beim iTunes Store heruntergeladen hat, wann sie z.B. den Termin für eine japanische Gesichtsmassage vereinbart hat oder dass ihr Ehemann, der französische Milliardär Francois-Henri Pinault, all ihre Rechnungen bezahlt.

Ein sicheres Passwort sollte möglichst lang sein, kein Wort enthalten, das in einem Lexikon oder in Wikipedia zu finden ist und aus einer Kombination von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen.


Da kommt was Tolles auf uns zu: OLED's

OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) sind wenige Nanometer dünne organische Halbleiter mit der Eigenschaft, Licht flächig abzustrahlen. In einem extrem schnell wachsenden Markt spielen OLEDs die Schlüsselrolle für eine revolutionäre Entwicklung: den Traum von hauchdünnen, flexiblen, hocheffizienten Displays mit brillanten Farben und hohem Kontrast Realität werden zu lassen. Organische Leuchtdioden finden gegenwärtig als Display Einsatz in MP3, PDAs, Kameras und Handys. OLEDs machen zukünftig ultradünne, aufrollbare Flachbildschirme möglich. Hinzu kommt ein gewaltiges Marktpotential im Bereich Beleuchtungen mit visionären Anwendungen wie beispielsweise 'leuchtender Tapete'. OLEDs haben das Potential, noch effizienter als Energiesparlampen zu sein.


Sebastian Reineke

über das  IAPP:
Das Institut für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden ist ein führendes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Grundlagen- und angewandten Forschung zu organischen Halbleitern. In letzter Zeit hat das Institut eine Reihe wichtiger Innovationen erzielt. Weiterhin wurden eine Reihe von Firmen ausgegründet, dazu gehören Novaled AG, Heliatek GmbH, Creaphys GmbH, und sim4tec GmbH.
Kontakt: Dipl.-Phys. Sebastian Reineke
T: +49 (0) 351 463 42415
sebastian.reineke@iapp.de


zurück zum Archiv
Anhören:


Audiodatstream
Download 128 Kbit/s (~27 MB)
Download 32 Kbit/s (~7 MB)
Ogg Vorbis 56 Kbit/s (~12 MB)
RSS Feed (Audiocast, letzte 5 Sendungen)
RSS Feed (Audiocast, alle Sendungen)

Druckversion Impressum Haftungsausschluss