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06.07.2009
Folge 175

Angestellte ignorieren häufig IT-Sicherheit

Es ist nicht immer böser Wille, aber mangelnde Kenntnis und fehlende Sensibilität für Datensicherheit können Firmen schnell in Gefahr bringen. Veraltete Virenscanner, fehlende Firewalls oder abgeschaltete Sicherheitsfunktionen bei mobilen Geräten sind ein gefundenes fressen für Datendiebe und andere kriminellen Elemente in der Datenwelt.


Heinz Schmitz

Angestellte im IT-Bereich ignorieren immer häufiger die Sicherheitsvorschriften ihres Unternehmens gegen Datenklau, wie eine Untersuchung des Ponemon Instituts (http://www.ponemon.org) zeigt. Verglichen mit einer ähnlichen Erhebung aus dem Jahr 2007 ist dieser Anteil gestiegen. Weit verbreitet ist beispielsweise die Praxis, vertrauliche Daten auf USB-Laufwerke zu kopieren oder die Sicherheitseinstellungen in mobilen Geräten auszuschalten, auch wenn das gegen die Vorschriften des Unternehmens ist. In Zukunft könnte es für Unternehmen sogar noch schwieriger werden, IT-Sicherheitsmaßnahmen effektiv durchzusetzen, denn mit der zunehmenden Nutzung mobiler Technologien steigt auch das Risiko, dass vertrauliche Daten in falsche Hände geraten. Ein verlorener USB-Stick kann für Industriespione ein gefundenes Fressen sein.

Angestellte befinden sich unter unglaublichem Druck, höchst mobil und produktiv zu sein. Gleichzeitig werden sie jedoch nicht ausreichend darin geschult, was für Risiken es mit sich bringt, wenn sie Daten aus der Organisationsstruktur des Unternehmens hinaustragen. 58 Prozent der 967 Befragten sind der Meinung, dass ihr Arbeitgeber sie nicht ausreichend über Datensicherheit aufgeklärt hat. Von jenen, die sich mit den unternehmensinternen Bestimmungen auskennen, beurteilen 57 Prozent diese jedoch als ineffektiv. Deshalb werden auch viele Bestimmungen von den Angestellten bewusst ignoriert. Fast 70 Prozent der Befragten kopieren beispielsweise vertrauliche Daten auf USB-Sticks. Sogar 48 Prozent der Befragten tun das, obwohl sie wissen, dass das gegen die Vorschriften des Unternehmens verstößt.

Die größten IT-Sicherheits-Bedrohungen lauern allerdings im Internet, so eine Studie der SophosLabs (http://www.sophos.com/security/sophoslabs/). Durchschnittlich 16.173 neu mit Schadcodes infizierte Websites werden pro Tag entdeckt, dreimal so viele wie im Jahr 2007. Insgesamt entdeckten die IT-Sicherheits-Experten in der ersten Jahreshälfte 2008 alle vier Sekunden ein neues Schadprogramm. Die Gesamtzahl an bekannten Schadcodes stieg so auf nunmehr elf Millionen an. Mittlerweile sind nicht 'nur' Anwender von Microsoft-Systemen von Malware-Infektionen bedroht, sondern zunehmend auch Nutzer von Linux- und  Mac-Rechnern und von mobilen Endgeräten.

Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, die IT-Sicherheitsexperten führen. Sie können leicht zentrale Server oder auch Arbeitsplatzrechner gegen Angriffe aus dem Netz schützen, aber mobile Geräte entziehen sich meist ihrem Zugriff. So zeigt die Studie eine Verschlechterung beim Umgang mit mobilen Speichermedien. Der Anteil jener, die vertrauliche Daten auf USB-Sticks kopieren, war bei der Vergleichsstudie im Jahr 2007 noch um 20 Prozent geringer. Die Gefahr bei USB-Sticks ist nicht nur, dass sie unauffällig gestohlen werden können, sondern auch, dass sie oft verloren gehen. Über 70 Prozent der Angestellten, die schon einmal ein mobiles Speichermedium mit sensiblen Daten verloren hatten, berichteten dies zudem nicht sofort ihren Vorgesetzten.




Manfred Kloiber berichtet vom Linux Tag 2009 in Berlin

Das freie und offene Betriebssystem Linux hat seine Bedeutung mitlerweile geändert. Das drückte sich auch auf dem diesjährigen Linuxtag in Berlin aus. Linux ist aus der Freak-Ecke herausgetreten und jetzt weitgehend in der Profi Ecke gelandet.


Manfred Kloiber

Nahezu das komplette Internet bedient sich der stabilen und kostengünstigen Plattform und immer mehr industrielle Steuerungen und Komplett-Systeme wie Embedded-Controller setzen auf Linux. Damit wurden auch die Beiträge während des Linuxtages auf diese Themen zugeschnitten.


Abofallen im Internet

Ein Thema als Dauerbrenner: Abo Fallen im Internet. Immer häufiger fallen Internetuser auf Abzocker herein. Ihnen werden Fallen gestellt, die schwer zu erkennen sind. Plötzlich haben sie Aboverträge unterschrieben, die oftmals leere Luft versprechen. Ob es dabei um einen Vertrag geht, der einem Softwaredownloads ermöglicht, die es sowieso kostenlos im Internet gibt oder um Versprechen, bei denen man in punkto Heraldik eine Datenbankrecherche nach seinem eigenen Namen durchführen kann und selten auf ein Ergebnis stößt.

Nach der Rechnung kommt oft sofort ein bedrohlicher Brief mit Mahnung oder ein Brief einer Inkassofirma.

Meistens hilft es, wenn man all die Aufforderungen zur Zahlung ignoriert. Bisher haben diese Eintreiber es noch nicht gewagt, ein deutsches Gericht zu bemühen, da sie sich ausrechnen konnten, dass sie sowieso hinten runten fallen werden.



Wir holten uns juristischen Rat bei RA Thore Flock aus Berlin.


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