ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Aktuelle Sendung
  Nächste Sendung
  Sendungsarchiv
  Downloads


SENDUNGSARCHIV

20.11.2006
Folge 18

iPod Shuffle nur noch 15 g



Nicht zu glauben, der modernste Musikplayer wiegt nur noch 15 Gramm.

Das war in meiner Lebenszeit nicht immer so. Als ich anfing, mich für die technischen Dinge zu interessieren, da war ich so um die 10 Jahre. Ich bekam zu diesem Geburtstag einen Detektorempfänger und Kopfhörer geschenkt. Das war die Initialzündung für meine Interessen. Der Detektor hatte einen Glaskörper mit einer Silbernadel und einem Stück Bleiglanz darin. Mit der Nadel musste man auf dem Erz herumstochern und hatte mehr oder weniger Glück beim Einstellen des Senders. Vor allem konnte man das Radio auch unter der Bettdecke betreiben, so dass niemand mitbekam, dass man noch nicht als braver Junge eingeschlafen war.
Aus dem Kriegsgeschehen fand man noch jede Menge Volksempfänger. Ich hatte einen aufgegabelt, der aber leider nicht mehr spielte. Doch ich entdeckte, dass der Apparat noch verstärkte. Wenn man hinten an eine Buchse packte, bekam man zwar eine 'gewischt', aber es brummte auch kräftig.
Ich glaube immer noch, dass ein Erfolgserlebnis daran Schuld war, dass ich die technische Richtung einschlug. Ich kam auf die Idee den Ausgang zu den Kopfhörern mit den beiden Buchsen am Volksempfänger zu verbinden. Jetzt brüllte der Empfänger laut mit Musik aus dem Detektor. Dieses Erfolgserlebnis war überwältigend.
Kurz danach kamen die sogenannten Sechstransistorradios in Mode. Superklein und für die damaligen Verhältnisse ausgesprochen mobil. Hier konnte man mächtig bei den Mädchen mit angeben. Wer die beste Musik parat hatte, der hatte die größten Chancen.
Lange Zeit blieb es bei der Mittelwelle. Dann wurde UKW eingeführt und die kleinen Radios konnten das noch nicht detektieren, da es noch keine Transistoren gab, die schnell genug waren. Kofferradios wurden zum Teil als Zwitter aufgebaut: Mittelwelle mit  Transistoren und UKW mit Röhren.
In den 50er Jahren war es dann schick, wenn man die Musik auf Tonband bannen konnte und diese dann bearbeitete und wieder abspielte. Ich war stolzer Besitzer eines Grundig TK25. Ich muss mich jetzt ein wenig beeilen, denn eigentlich wollte ich etwas über den iPod schreiben.
Nach der Tonbandeuphorie stellte sich in der Studentenzeit die Plattenmanie ein. Es musste das Feinste vom Feinsten sein. Der Plattenspieler wurde besser gewartet als das alte Auto, das vor der Tür stand. Die neue Platte wurde nach dem Kauf einmal aus der Hülle genommen, vorsichtig auf Band überspielt und wieder weggeschlossen. Nur an Feiertagen kam die Platte noch einmal zum Vorschein.
Was macht man mit einem feinen Plattenspieler, wenn man keinen Verstärker hat? Man baut sich einen. Und was für einen. Die technische Hochschule war da ein guter Boden für Experimente. Die ersten Hochleistungstransistoren kamen auf den Markt und wir bastelten uns Endstufen mit 2 * 30 Watt. Das war damals schon Wahnsinn, denn die käuflichen Verstärker hatten lächerliche 2 * 5 Watt. Freitags abends war der Verstärkerabend. So wie sich Skatbrüder sich immer an einem festen Wochentag treffen, so kamen wir mit unseren Verstärkern zu einem Kommilitonen, der ein Oszilloskop besaß. Dann wurde gemessen und gemessen. Meistens stellten wir Masseprobleme fest und das Oszilloskop zeigte Rauschen an. Dann packte man seinen dicken Verstärker wieder ein und leistete während der Woche Hausarbeit, damit am nächsten Freitag alles besser sein sollte.
Ich mache hier einmal Schluß, denn sonst nimmt das kein Ende mehr. Ich werde das irgendwann einmal fortsetzen, denn es kommt noch eine ganze Menge an Erfahrungen mit verschiedenen Prinzipien.

Zurück zum iPod. Die verrückten 15 Gramm imponieren mir am meisten, denn da ist ja auch schon ein Akku dabei. Ein Microprozessor, ein MP3 Dekoder, ein NF Verstärker und viel Speicher (1 GB) müssen immerhin untergebracht werden.
Wir waren eigentlich über die Fortschritte der Technik so begeistert, dass wir die Neuankündigung des Shuffle als Thema machen wollten.
Schon einmal hatten wir das Gefühl, dass Apple Trends setzen kann. Als 1985 der Macintosh auf den Markt kam, da war dieser Computer auch so neuartig, dass ich dachte, dass damit eine Gattung geboren wurde. Demnächst, so dachte ich, geht man ins Geschäft und kauft sich einen Mac. Denn ich dachte, dass andere Firmen nachziehen würden. Mit dem iPod ist ähnliches gelungen.
Man muss sich einmal vorstellen, was sich da für eine Peripherie segment entwickelt hat. Mehr als 3000 Zusatzgeräte und Utilities sind verfügbar. Eine ganze Industrie hat sich rund um den iPod gebildet.
Und auch das iTunes hat Geschichte geschrieben. Ich selbst bin zwar kein Freund dieser kastrierten Musik, wo ich noch nicht einmal durch das DRM mit meiner gekauften Musik machen kann, was ich will. Aber offensichtlich wird es draußen begeistert angenommen, denn die Musiksparte ist bei Apple dabei, die 50 % Hürde des Umsatzes zu überspringen.


Von Blitzen und hohen Spannungen

Als hätte ich es geahnt, dass das Thema Blitzschutz und Überspannungsschutz schon bald aktuell werden könnte. Das, was am Wochenende vom 4./5. November ablief war ein kleiner Warnschuss für eine größere Aktion. Irgendwann, so scheint es, kann einmal ganz Europa dran sein mit einem Stromausfall. So etwas kennt man erst seitdem man Computer zur Steuerung einsetzt. Ganz Norditalien, dann große Teile der Schweiz, dann halb Europa und schließlich noch ein bisschen Afrika hinzu. Denn mit Marokko ist man diesmal übers Mittelmeer gehüpft.

Energietechnik nennt man die Sparte, die für uns das wichtigste regelt: dass aus den Steckdosen auch etwas herauskommt. Was mich damals geritten hat, dass ich gerade diese Sparte studierte, weiß ich heute auch nicht mehr. Jedenfalls begann ich noch als Student der Hochspannungstechnik und wurde dann während des Studiums als Energietechniker umgetauft. Wir waren für Witze gut, wie "die Hochspannungsleute sehen in ihren 50 Hertz schon Hochfrequenz ..   usw."

Auf der Suche nach einer kompetente Stimme zum Thema "Blitzschutz", landete ich bei einem Fraunhoferinstitut in Euskirchen.  Der Institutsname ist ein bisschen komisch, denn er lautet abgekürzt INT und ausgeschrieben Institut für Naturwissenschaftliche Technische Trendanalysen. Da kann man sich alles drunter vorstellen.



Zu den wissenschaftlichen Untersuchungen gehören Messreihen, wie moderne elektronische Geräte auf Störungen aus der Umwelt reagieren. Störungen der Umwelt sind auch Blitze und elektromagnetische Impulse, die verschiedene Ursachen haben können. Bei dem Besuch im Institut habe ich Dr. Schmidt befragen können, der ein sehr breites Wissen über die elektromagnetischen Zusammenhänge vermitteln konnte. Er spricht auch über den Blitzschutz, den jeder zu Hause möglichst machen sollte.



Die Thematik  war so breit, dass ich mich entschlossen habe, einen zweiten Beitrag direkt aufzunehmen. Dann geht es um das heikle Thema Elektronik und NEMP, der nukleare Impuls, der Menschen verschont und Elektronik zerstört.

In der nächsten Sendung aber geht es um Schutzmaßnahmen rund um den eigenen PC.  Man kann mehr tun, als man so glaubt. Natürlich muss man sich ein wenig Wissen aneignen, damit man richtig reagieren kann. Dr. Schmidt hat uns die folgende Seite empfohlen. http://www.dehn.de


Paypal und CCzwei

Es gibt viele neue Dienste, die das Problem im Internet erkannt haben. Wenn man sich dort so langsam auskennt, dann kommt man unwillkürliuch in die Situation, dass man etwas online kaufen will, z.B. bei eBay. Dann kommt es zur Bezahlung und viele Leute stehen da vor einem Problem. In Amerika ist wohl noch komplizierter, eine Überweisung zu tätigen, weil man da wohl nicht so einfach über Staatengrenzen hinweg, das Geld schicken kann.

Deshalb kam die Idee von PayPal wie gerufen. Für 1.5 Milliarden USD hat eBay diesen Dienst aufgekauft und versucht ihn jetzt in allen Ländern einzuführen. Bisher war der Dienst komplett kostenfrei, doch so langsam hält man die Hand auf.

Der Empfang von Zahlungen innerhalb Deutschlands per Lastschriftverfahren, aus Guthaben oder via Überweisung ist zur Zeit auch für Inhaber von Premium- und Business-Konten gebührenfrei. Ab Ende Juli 2006 entfallen die Gebühren für den Empfang von innerdeutschen Kreditkartenzahlungen. Ab 2007 werden für alle Zahlungseingänge innerhalb Deutschlands 1-2% nach Volumen zzgl. 35 Cent pro Transaktion berechnet.

Wir haben einen Versuch gestartet. Wir wollten wissen, ob es uns evtl. gelingt, die Kosten der Sendungen über die Adsense Werbung auf unserer Homepage plus einem PayPal - Spendenknopf zu decken, oder sie etwas aufzubessern. Da das Überweisen in diesem Jahr noch kostenlos (bis auf Kreditkarte) getätigt werden kann, wollten wir die Möglichkeit nutzen und auch einmal Erfahrungen mit neuen Diensten sammeln. Aber im nächsten Jahr wird das wahrscheinlich uninteressant, denn dann wird kräftig mit verdient.

Bei einer Spende von 1 Euro wären das dann 35 Cent + 2 Cent = 37 Cent an Abgaben. Das wären dann satte  37 % an Gebühren. Wir werden nach dem Jahreswechsel dann zum Versuch ein normales Konto anbieten. Mal sehen, ob das einfacher geht.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich es bis heute noch nicht geschafft habe, 20 Euro auf das Konto zu transferieren. Zunächst einmal dachte ich, ich hätte mit dem Anlegen des Kontos alles getan. Doch es passierte nichts. Wie einige andere Spender stand der Betrag über Tage als 'Offen' in der Spendenliste.   Eine Woche später kam dann meine Frau und zeigte mir einen Kontoauszug mit den Worten: "Welcher Idiot hat mir denn 3 Cent überwiesen? Und hier noch mal 17 Cent. Absender PayPal - den kenne ich nicht."

Jetzt erst hat es bei mir geschnackelt. Ich ging noch einmal in das Konto, nachdem ich mich an das benutzte Passwort dann doch noch erinnert habe. Und siehe da, es gab einen Link zum Verifizieren des Kontos. Ich musste dann die 3 und 17 Cent eingeben. Ich bekam die Meldung und konnte das auch im Auszug sehen, dass ab jetzt das Konto verifiziert ist. Ich dachte, ich hätte meine Schuldigkeit getan. Doch das Konto blieb als 'Offen' bis zum heutigen Tag. Jetzt habe ich erkannt, dass ich wohl mit den Daten eine richtige Überweisung  tätigen muss. Ich empfand das alles recht kompliziert für eine einzige Überweisung. Denn weder meine Frau noch ich werde weiterhin mit PayPal arbeiten.

Die Methode mit Vorabüberweisung bei eBay hat bisher immer geklappt. Natürlich muss ich auf 3 und 17 Cent verzichten.  So kann ein ganz ganz einfaches Verfahren zum Problemfall werden. Da mir selbst eine Bank gehört (also nur zum Teil, da ich eine Genossenschaftseinlage von 30 DM habe), werde ich doch nicht fremdgehen. Da meine Bank keine Gebühren für Überweisungen nimmt, bin ich auf besseren Seite.

Auf jeden Fall danke ich allen Zuhörern, die bis heute auf den PayPal - Spendenknopf gedrückt haben und es wohl besser konnten, als ich.

Um die Neugierde zu befriedigen: bisher schafften wir es in zwei Monaten auf  €380,40 EUR. Nochmals vielen Dank dafür.


GPSoverIP - Google Earth

Vor ein paar Wochen zeigten wir in der Sendung, wie Ronald Eikenberg aus Hannover eine Applikation mit Hilfe von Google Earth realisierte, bei der man  eine Person  beobachten kann, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Auto auf der Straße bewegt. Da man von Google Earth ja ein fast dreidimensionales Bild erhält, sieht man die Person in der richtigen Umgebung. Fährt sie an einem See vorbei, radelt sie auf einem Waldweg? Jedenfalls ist diese Form der Navigation bedeutend aussagekräftiger, als die normale 2D Vogelperspektive eines normalen Navigationsgerätes. Ronald hatte zusätzlich die Möglichkeit eingebaut, unterwegs einfach mit dem Handy ein Bild zu knipsen, das dann in die Google Earth Darstellung eingefügt wurde und mit zum Server übertragen wurde. Durch Anklicken konnte jeder, der sich in die Tour einschaltete, das Foto öffnen.

Vom Prinzip her ist es relativ einfach. Google Earth verfügt über eine standardisierte Schnittstelle, der man die Koordinaten übergeben kann und Google Earth fährt dann seine Karte so, dass die Mitte die Koordinaten darstellt.

Das technische Equipment war lediglich ein Handy mit Bluetooth. Das Handy wurde von einer GPS Maus angesteuert und es sendete im bestimmten Zeittakt die Daten zum heimischen Server. Je nach Häufigkeit der Datenpakete wird eine mehr oder weniger genaue Wegstrecke gezeichnet. Der nächste Schritt könnte jetzt sein, per UMTS das gerechnete Google Earth Bild zu einem PDA auf dem Fahrrad zu senden, so dass der Fahrer einen eigenen dreidimensionalen Eindruck seiner Fahrstrecke erhält.

Diese Form der Navigation wird sich in Zukunft durchsetzen, da hier einfach mehr Daten zur Verfügung gestellt werden können, als es eine eingebaute Navigationssoftware heute kann.

Deshalb machen sich auch viele Firmen heute daran und entwickeln Applikationen. Natürlich kann man auf einen Schlag ein Gebiet mit einer Navigationsmöglichkeit versorgen, das bisher überhaupt keine digitalen Karten zur Verfügung hat. Natürlich lassen sich mit dieser Methode genau die Bewegungen des LKW Pools einer Spedition beobachten. Da lediglich ein Handy mit GPS Möglichkeit benötigt wird, ist dies auch noch eine relativ günstige Methode schnell an Daten zu kommen.

In der Sendung sprechen wir mit dem Geschäftsführer der Firma GPSoverIP, Herrn Andre Jurleit. Er gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten des Systems.

www.gpsoverip.de


Modelleisenbahn Technik antik & neu

Wer eine Modelleisenbahnausstellung besucht, der ist entweder begeistert von dem, was er sieht, oder er schüttelt den Kopf über das, was er sieht. Da werden plötzlich Oldies zu Randalierern. Allerdings nur in Maßen. Sie drücken sich so nah nach vorne, um das Modell genau sehen zu können und verletzten damit die Absperrung. Man muss die beste Position einnehmen, weil man ja auch einen Fotoapparat dabei hat, der die verrücktesten Einstellungen ablichten muss.



Hier zischt es und es rappelt herrlich metallisch, hier pufft der Dampf und die Lok fährt an. Keiner weiß wohl so ganz genau, was da dahintersteckt. Denn es ist eigentlich klar: wenn man einen Kessel, mit Wasser gefüllt, erhitzt, dann entsteht ein Überdruck. Diesen Überdruck muss man geschickt durch Ventile und Kolben schicken, damit Energie erzeugt wird. Und eigentlich weiß man schon im Vorfeld: wenn genügend Dampf vorhanden ist, dann fährt die Bahn davon. Und doch scheint es immer wieder ein neues Erlebnis für viele Enthusiasten zu sein.

Dass da einige Eisenbahnerfreunde die Welt bereist haben, nur um die verschiedenen Lokomotiven zu sehen und zu hören, das können Außenstehende nicht begreifen. Ich habe da auf der Eisenbahnausstellung einen Menschen wieder getroffen, den ich in den siebziger Jahren vor der Kamera hatte, als eine alte Bahn von Bad Saulgau nach irgendwo die letzte Fahrt unternahm.  Wir saßen da abends im Hotel Kleber-Post lange und diskutierten über das Eisenbahnhobby. Dieser Mensch war damals schon so verbohrt auf das Hobby fixiert, dass ich richtig Angst bekam, als er mir seinen Beruf erzählte. Er war ein Berater der Bundesregierung in punkto  Einsatz nuklearer Energie. Was wird der an Energievorhersage wohl produzieren, wenn er sein Hobby so hoch stellt und all seine Urlaube im Dienste alter Bahnen verbringt. Jetzt berät er keinen mehr - nur noch sich. Aber sein Redeschwall ist geblieben. Jetzt hat er fast alle Ostbahnen durch. Moskau, Kasachstan, Georgien und was sonst noch im Osten existiert.

Für den Besucher ist es jedoch immer wieder schön, wenn er sieht, wie erwachsene Menschen  dahin schmelzen, wenn sie ein urtümliches mechanisches Ungetüm betrachten können. Doch wer glaubt, dass eine solche Ausstellung nur aus Oldies besteht, der irrt. Ich habe viele Jugendliche ab 10 Jahre gesehen, die ganz begeistert mit ihrem digitalen Fotoapparat die Eisenbahnen aus allen Perspektiven knipsten. Begeisterte Fans der alten Technik.


zurück zum Archiv
Anhören:


Audiodatstream
Download 128 Kbit/s (~27 MB)
Download 32 Kbit/s (~7 MB)
Ogg Vorbis 56 Kbit/s (~12 MB)
RSS Feed (Audiocast, letzte 5 Sendungen)
RSS Feed (Audiocast, alle Sendungen)

Druckversion Impressum Haftungsausschluss