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14.09.2009
Folge 185

VMWorld 2009 in San Franzisko


von Heinz Schmitz

Im September traf sich die Virtualisierungsbranche wieder im Moscone Center in San Francisco. Obwohl die Kongressmesse vom Hersteller vmWare veranstaltet wird, waren alle Branchengrößen, inklusive der direkten Konkurrenten Citrix und Microsoft vertreten. Ein Indikator für die Wichtigkeit des Themas Virtualisierung sind die 12488 Spezialisten, die an dem Kongress teilnahmen. Dabei mussten für die Teilnahme am dreitägigen Kongress mit angegliederter Ausstellung ein Beitrag von fast 1000 Dollar bezahlt werden.

Hunderte von Vorträgen gehalten von Anwendern, Experten und Firmen beschäftigten sich mit den Themen rund um virtuelle Rechner, der notwendigen Infrastruktur und den neusten Entwicklungen. Das zentrale Thema war Cloud Computing, sowohl intern wie extern. Unter einen internen Cloud versteht man die Bereitstellung von virtuellen Rechnern im eigenen Rechenzentrum und unter vollständiger eigener Bei einen externen Cloud laufen die virtuellen Maschinen bei einem Provider, der den Zugang über das Internet gewährt. Cloud Computing, so die einhellige Meinung der Experten, setzt sich schneller durch als selbst Fachleute erwartet haben.

Der Trend zeichnet sich klar ab. Desktops werden in Firmen schon recht häufig virtualisiert. In der internen Cloud. Viele Anwenderfirmen berichteten über erste Versuche mit externen Clouds, bei denen so genannte Provider Rechenzentren betreiben, in denen virtuelle Maschinen  laufen, die vermietet werden. Weltweit gibt es ca. 1000 Anbieter, die externe Cloud-Dienste anbieten. Darunter sind auch Branchenriesen wie Amazon oder Google.

Wichtig dabei, so die Aussage von vmWare Chef Paul Maritz, dass man die Daten zwischen internen und externen Clouds verschieben kann. Allerdings sind dazu noch  Standards notwendig, die den Datenaustausch ermöglichen. Das schon existierenden OVF-Dateiformat, das die Daten und Beschreibung einer virtuellen Maschine enthält ist dazu nicht ausreichend. Der nächste Schritt wurde in San Francisco als Technologiedemonstration gezeigt: Das Verschieben von laufenden Maschinen zwischen internen und externen Clouds. Allerdings mussten dabei die Netzwerkeinstellungen für Router, Switches, Firewalls etc. manuell nachgezogen werden. Cisco hat den Nexus Routern allerdings erste Produkte, bei dem die Einstellungen für virtuelle Maschinen mit den Maschine zwischen Servern oder sogar Rechenzentren wandern können.

In der Ausstellung überwogen Programme zum Management von virtuellen Rechenzentren. Die Hardware wird zwar übersichtlicher, aber durch die leichte Installation virtueller Rechner nimmt die Komplexität der zu verwaltenden Rechner zu. Auch die Abrechnung von Rechenleistung war in Hardware basierten Rechenzentren recht einfach. Virtuelle Server und Arbeitsplätze teilen sich Ressourcen wie Prozessor, Memory und Festplattenplatz und die Ermittlung der Abrechnungsparameter muss auf eine neue Basis gestellt werden.

Weil die Virtualisierung von Servern und Arbeitsplatzrechnern recht komplex werden kann, hat sich eine neue Branche etabliert, die Berater. Sie helfen bei der Einführung und Betreuen den Betrieb virtueller Rechenzentren.

Der Markt ist noch klar aufgeteilt. Mit über 80% Marktanteil ist vmWare der unbestrittene Marktführer. Newcomer Microsoft hat schon einen Anteil von ca. 10% erobert. Verlierer ist Citrix/Xen. Obwohl die Lösung auf dem Open Source Xen-Hypervisor basiert, sinkt der Marktanteil und liegt nur noch im einstelligen Bereich. Das schnelle Wachsen von Microsoft liegt wahrscheinlich daran, dass der Hyper-V mit Windows Server 2008 R2 automatisch mit ausgeliefert wird. Bei der Installation des Betriebssystem reicht ein Klick um unter Windows den Hypervisor zu installieren auf dem dann auch andere Betriebssysteme laufen können. Allerdings sind die Hypervisor der anderen Anbieter auch kostenfrei. Xen ist Open Source und der ESXi Server von vmWare kann kostenlos aus dem Netz geladen werden. So erklärt den auch Steven Herrods, CTO und somit oberster Technikchef von vmWare:“Mit dem Hypervisor verdienen wir kein Geld, sondern mit der Infrastruktur dazu. Den Hypervisor geben wir gratis weg.“

Die Implementation der Microsoft und vmWare Hypervisor sind unterschiedlich. Beide laufen direkt auf der Hardware als Basis-Betriebssystem unter Windows, Linux oder ähnlich. Beim vmWare ESX Server kann über die Konsole nur Basisfunktion, wie die Netzwerkeinstellungen, vorgenommen werden. Das Einrichten und Verwalten virtueller Maschinen erfolgt über das vCenter, das auf einem Arbeitsplatzrechner läuft. Mit dem Hyper-V wird immer eine Windows Instanz installiert, zumindest eine abgespeckter Basisversion. Damit kann der Hypervisor verwaltet werden und virtuelle Maschinen  können direkt von dieser Konsole eingerichtet werden. Danmit kann man auch auf einem 64-Bit Arbeitsplatzrechnermmehrere Betriebssystemee parallel laufen lassen ohne vmWorkstation oder virtual PC auf seinem Windows installiert zu haben. Im nächsten Jahr will vmWare einen solchen „bare metal Hypervisor“ vorstellen, der auch Notebooks den Betrieb mehrere virtuellen Maschinen ermöglicht. So können auf einem Firmennotebook auch private Anwendungen laufen, ohne das die Firmendaten auf dem gleichen Rechner in Gefahr geraten.

Ein Kuriosität wurde in San Francisco auch gezeigt: Virtualisierung auf dem Handy. Dabei wird ein Hypervisor auf dem Handy installiert und darauf laufen dann die Betriebssysteme wir Symbian, Android oder Windows mobil. Bedenkt man die Typenvielfalt und den schnellen Modellwechsel mobiler Telefone so könnte das ein Kampf werden, der nie zu gewinnen ist.


Wie gerecht ist die Bundestagswahl

Prof. Friedrich Pukelsheim, Institut für Mathematik, Universität Augsburg


Ein Rückblick auf die IFA


von Manfred Kloiber

Manfred Kloiber war in diesem Jahr 6 Tage auf der IFA und hatte genügend Zeit, die Highlights sich anzusehen. Vor allem hatten es ihm die neuen Displayentwicklungen angetan. Hier hat sich eine Menge ins Positive getan. Durch die Abschaffung der statischen Leuchtstoffleuchten als Hinterbildbeleuchtung bei den LED Displays und durch den Ersatz von aktiven Leuchtdioden als Hintergrund, konnten einige Parameter deutlich verbessert werden.
Bedingt durch die Schaltbarkeitder Hintergründe können jetzt natürlich Effekte hinzugefügt werden.

Lange Zeit fand das Wettrennen Plasma vs LED statt. Das Rennen dürfte jetzt gelaufen sein. Die LED Technik ging klar als Sieger hervor.

Wichtig für die Green IT ist auch das Powermanagement der neuen Fernseher. Das, was vor Jahren noch 400 Watt verbrauchte, kann man heute bei einem riesigen Flachbildschirm mit 180 Watt erreichen. Ebenso sind die Standbyverbräuche bei den meisten Geräten stark gesunken.




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