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26.10.2009
Folge 191

Immer mehr Senioren online

Heinz Schmitz berichtet über Internet-Angebot für ältere menschen

Jeder dritte Deutsche von 65 bis 74 Jahren nutzt das Internet

Das Internet wird für immer mehr Senioren zum festen Bestandteil des Lebens. 30 Prozent der Deutschen von 65 bis 74 nutzen es zumindest gelegentlich. In der Altersgruppe von 55 bis 64 sind bereits 60 Prozent online. Damit nutzt unter dem Strich fast jeder zweite Bundesbürger im Alter von 55 bis 74 Jahren das Internet (45 Prozent). Das teilte der Hightech-Verband BITKOM zum „Internationalen Tag der älteren Menschen“ mit, der auf Beschluss der Vereinten Nationen jährlich am 1. Oktober begangen wird. Basis der Angaben sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. „Leider haben immer noch zu viele ältere Menschen Berührungsängste mit neuen Technologien“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Gerade Senioren kann das Internet viel bieten.“ Online-Shopping sowie Web-Services von Ämtern, Banken und Krankenkassen helfen bei alltäglichen Aufgaben. Zudem sind E-Mails oder Video-Telefonie eine gute Möglichkeit, um mit Angehörigen und Freunden in Kontakt zu bleiben. Scheer: „Spezielle Internetdienste für ältere Menschen werden an Bedeutung gewinnen.“


Im EU-Vergleich liegt Deutschland im oberen Mittelfeld. Im Netz am aktivsten sind ältere Menschen aus Schweden (69 Prozent), den Niederlanden (66 Prozent) und Dänemark (62 Prozent). Am wenigsten nutzen die 55- bis 74-Jährigen das Internet in Rumänien (4 Prozent), Griechenland (7 Prozent) und Bulgarien (8 Prozent).

„Viele ältere Nutzer gehen nach kurzer Lernphase souverän mit dem Internet um“, so Prof. Scheer. Für Neueinsteiger in dieser Altersgruppe gibt es einige sinnvolle Hinweise. Der BITKOM nennt die wichtigsten:

1. Starthilfe-Angebote nutzen
Viele Seminaranbieter veranstalten Computer- und Internet-Kurse speziell für Senioren. Dort können Laien viel über die nötige Technik, Tipps und Tricks erfahren. Dabei empfiehlt es sich, Inhalte und Gebühren gründlich zu vergleichen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oft Volkshochschulen. Meist kommt aber eine kostenlose Alternative in Frage – die Starthilfe innerhalb der Familie. Viele Senioren haben Kinder oder Enkel, die sich mit Web und E-Mail gut auskennen.

2. Einfache und ergonomische Geräte kaufen
Wer seinen PC hauptsächlich für E-Mails und zum Surfen nutzen will, braucht keinen Super-Computer. Bei einer Neuanschaffung kommen auch einfache Modelle ab 300 Euro in Frage. Sie sollten bereits ab Werk mit einem Betriebssystem ausgeliefert werden. Ein Netzwerkanschluss für schnelles Internet per DSL oder TV-Kabel ist bei den meisten PCs ebenfalls Standard; ein WLAN-Modul für drahtloses Breitband-Internet bietet noch mehr Komfort und verhindert Kabelsalat. Ein Standard-Modem wird nur noch benötigt, falls Faxe versendet werden sollen oder kein schneller Breitband-Anschluss verfügbar ist. Für Senioren besonders wichtig ist die nutzerfreundliche Bedienung: Der Bildschirm sollte groß sein und Schriften nicht zu klein darstellen. Spezielle Tastaturen mit angewinkeltem Buchstabenfeld schonen Gelenke und Sehnen. Die Maus muss gut in der Hand liegen und ausreichend große Tasten haben. Mauspads mit Gel-Kissen können Schmerzen im Handgelenk verhindern.

3. Den richtigen Internet-Zugang wählen
Breitband-Internetanschlüsse, etwa per DSL oder TV-Kabel, sind deutlich günstiger geworden. Auch wer nur alle paar Tage E-Mails von Angehörigen liest, kann davon profitieren. Oft gibt es Pakettarife, die neben dem Internetanschluss einen Telefonanschluss und unbegrenzte Online-Zeit beinhalten. Bei etlichen Angeboten ist auch eine Pauschale für Festnetz-Telefonate enthalten. Solche Tarife sparen vielfach nicht nur Geld, sondern machen auch die Kosten überschaubar. Ist der Zugang einmal eingerichtet – auf Wunsch erledigt das ein Service-Mitarbeiter des Anbieters – kann man sofort nach dem Starten des PCs online gehen. Die früher übliche, langsame und fehleranfällige Einwahl per Modem ist dann nicht mehr notwendig. Per Breitband bauen sich Webseiten sofort auf, und das Herunterladen von Bildern, Videos oder Software-Aktualisierungen geht deutlich schneller. Breitbandverträge gibt es von Telefongesellschaften und Internet-Firmen sowie häufig auch von TV-Anbietern und Stromversorgern. Als Alternative zunehmend attraktiv sind Internet-Zugänge per Mobilfunk, die vor allem in Großstädten DSL-Geschwindigkeit erreichen können. Dabei muss meist nur ein USB-Stift mit integrierter Mobilfunk-Karte an den PC angeschlossen werden – ein Kabel in der Wohnung ist unnötig. Wer die Infos zur Wahl des richtigen Zugangs nicht in der Familie oder bei Freunden bekommt, sollte sich in Fachgeschäften beraten lassen. Tipp: Nicht gleich beim billigsten Anbieter unterschreiben, sondern auch auf Kundendienst und Vertragslaufzeiten achten. Steht ohnehin ein PC-Kauf an, sollte der Internet-Zugang gleich mitbestellt und vom Händler eingerichtet werden.

4. Komplett-Angebote für PC und Internet prüfen
Inzwischen gibt es Internet-Tarife, bei denen der neue PC vom Anbieter stark vergünstigt oder nahezu kostenlos dazugegeben wird. Sowohl herkömmliche DSL-Anbieter als auch Mobilfunk-Unternehmen machen solche Angebote. Ähnlich wie bei Handy-Verträgen wird das Gerät dabei durch die monatlichen Grundgebühren finanziert. Es kann sich lohnen, solche Angebote zu prüfen. Auch deshalb, weil der Internet-Zugang auf dem PC in der Regel bereits eingerichtet und sofort startbereit ist.

5. Nicht an Sicherheits-Software sparen
Computerviren und Betrüger können Internetnutzer verunsichern – das trifft vor allem auf PC-Neulinge zu. Eine gute Sicherheitsausstattung ist hier besonders wichtig. Ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützt, müssen vor der ersten Online-Sitzung installiert werden. Auch sollten die Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems regelmäßig aktualisiert werden. Am besten wird der Rechner so eingestellt, dass er alle nötigen Updates automatisch installiert.

6. E-Mails von Unbekannten misstrauen
Trotz Firewall und Anti-Viren-Programm ist Vorsicht geboten: E-Mails von Unbekannten, die unaufgefordert im eigenen Postfach landen, am besten gleich löschen – insbesondere, wenn eine Datei angehängt ist. Dahinter könnte sich ein Schadprogramm verbergen. Auch sollten Nutzer niemals Bankdaten im Internet eingeben, wenn sie per E-Mail dazu aufgefordert werden. Dabei handelt es sich immer um gefälschte Mails, die nicht von der eigenen Bank stammen. Beim Online-Banking sollte man die Adresse der Bank immer direkt im Web-Programm eingeben oder über selbst gespeicherte Lesezeichen (Favoriten) aufrufen.

7. Nur bei seriösen Shops bestellen und sicher bezahlen
Auch ältere Kunden wissen Online-Geschäfte zu schätzen – die Produkte sind oft günstiger und werden an die Haustür geliefert. Zeichen für die Seriosität eines Shops sind ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Betreibers, kostengünstige Service-Telefonnummern und verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Auch sollten Versandkosten und Lieferzeiten klar genannt werden. Vertrauliche Bank- und Kreditkarten-Daten müssen über eine sichere Verbindung übertragen werden. Das ist erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Internet-Adresse und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol in der Statusleiste des Internet-Programms. Man kann per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte zahlen. Es gibt auch renommierte Bezahldienste zur Kaufabwicklung, bei denen die Kontodaten nur einmal hinterlegt werden. Vorkasse per Überweisung ist zwar weit verbreitet, aber riskanter.

8. Passwörter richtig wählen und Hilfsmittel nutzen
15 bis 20 Passwörter oder Zahlencodes braucht ein Nutzer von Internet- und Telekommunikationsdiensten durchschnittlich, schätzt der BITKOM. Eine solche Menge ist schwer zu merken. Riskant ist allerdings, die vertraulichen Daten auf einem Zettel neben dem Computer zu notieren – jeder Besucher könnte sie sehen. Ebenso wenig sollte man dasselbe Kennwort für alle Webseiten nutzen. Hilfe bieten so genannte Passwort-Safes: Das sind PC-Programme, in denen sich Geheimzahlen sicher speichern lassen. Dann müssen sich die Nutzer nur noch ein Passwort für den Safe merken und können damit auf alle anderen Codes zugreifen. Grundsätzlich gilt bei der Passwort-Wahl: Keine Geburtsdaten, Namen oder Autokennzeichen aus der Familie wählen. Ein guter Code besteht aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger, desto schwerer ist er zu knacken.

Zur Methodik: Basis der Angaben sind die neuesten verfügbaren Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2008. Berücksichtigt wurden alle Befragten, die das Internet in den letzten drei Monaten vor der Befragung genutzt haben.


LTE und Digitale Dividende - Begriffe der Zukunft

Im nächsten Jahr wird es auch in Deutschland ernst mit LTE, der nächsten Generation der Breitband-Mobilfunknetze. Auch die Digitale Dividende soll Gestalt annehmen. Für den Verbraucher werden die Begriffe immer abstrakter. Was steckt hinter der Abkürzung LTE? Auch wenn man den Inhalt kennt, so ist man nicht viel schlauer geworden.
Mit LTE bezeichnet man einen Begriff "Long Term Evolution". Das kann alles oder auch nichts sein. Jedenfalls steckt hinter diesem Kürzel eine Aufforderung über neue und damit auch schnellere Dienste nachzudenken. In dem Begriff steckt auch "Long Term", was wohl so viel heissen soll, wie "es wird noch lange dauern". Und der zweite Begriff scheint sogar falsch übersetzt zu sein. "Digitale Dividende" wurde aus dem englischen Begriff "Digital Divide" entwickelt. Übersetzt man es, dann kommt keine Dividende zum Voschein, vielmehr steht dahinter der Begriff "Teilung".

In Stuttgart Zuffenhausen testet Alcatel-Lucent auf dem Gelände rund ums Porsche-Museum das reibungslose Zusammenspiel aller Komponenten eines LTE-Netzes, bevor diese bei Kunden installiert werden. Zugleich nutzt Alcatel-Lucent das Testzentrum als Vorführumgebung. Das Testzentrum bildet ein komplettes LTE-Netz nach, wie es bei Kunden zukünftig aufgebaut werden wird, inklusive eines ´on the air` Funknetzes im Stuttgarter Norden.

In den Tests erprobt Alcatel-Lucent ihre LTE-Technik und verschiedene Mobilfunkanwendungen  in Hinblick auf Qualitätsanforderungen von Kunden (KPIs). Da LTE vor allem das steigende Verkehrsaufkommen durch Datendienste in den Mobilfunknetzen verarbeiten soll, testet Alcatel-Lucent die Leistungsfähigkeit der neuen Technik anhand von bandbreitenhungrigen Videodiensten im Fahrzeug: Die Fahrzeug-Insassen können zeitgleich aus dem Web übertragene Videos in HD-Qualität ansehen, mit mehreren Teilnehmern ein Videospiel übers Web spielen und eine Videokonferenz aufbauen.



Dr. Erich Zielinski, unser Studiogast, erklärt : „Mit den bisherigen Testergebnissen sind wir hochzufrieden“, Leiter Ende-zu-Ende 4G/LTE-Lösungen von Alcatel-Lucent. „Wir erreichen im Testzentrum wie auch bei Testfahrten unter realen Bedingungen sehr hohe Datenraten. Zeitkritische Anwendungen laufen ohne Verzögerung. Der Übergang zwischen zwei LTE-Zellen ist nahtlos, so dass Videoübertragungen davon nicht beeinträchtigt werden. Unsere LTE-Technik erfüllt damit alle Voraussetzungen, um die Web 2.0-Welt, die sich heute noch weitgehend im Festnetz abspielt, in Zukunft auch mobil zu erleben.“ In den Tests erzielte Alcatel-Lucent im 2600 MHz-Frequenzspektrum Datenraten von bis zu 60 Mbit/s und einer Paketumlaufzeit von 18ms – und dabei wird erst die die Hälfte des Spektrums genutzt.

Um die hohe Datenrate und die niedrigen Reaktionszeiten von LTE zu demonstrieren, greift Alcatel-Lucent u.a. auf Applikationen von ngconnect-Partnern zurück. Dazu gehört die B-to-B-Anwendung „Digital Signage“ der Firma Signexx aus Frankfurt. Mit dieser Anwendung für die Werbebranche lässt sich per Handy oder Laptop mit Datenkarte die Werbung auf elektronischen Anzeigetafeln auswechseln. In der LTE-Testumgebung bauen sich neue Werbemotive sehr schnell und flüssig auf. Anhand des Online-Spiels „Powerboat Challenge“ der Firma Fishlabs aus Hamburg, bei dem mehrere Spieler ein Rennen gegeneinander fahren, zeigt Alcatel-Lucent die äußerst kurzen Reaktionszeiten der Technik.

Die ngconnect-Initiative hatte Alcatel-Lucent Anfang 2009 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Anbieter von Infrastruktur, Endgeräten, Anwendungen und Inhalten zu vernetzen und ein „Ökosystem“ rund um 4G-Netze zu schaffen. Vorteil für die Netzbetreiber: automatische Integration neuer Zellen Die Tests im Stuttgarter LTE-Testzentrum umfassen auch sogenannte selbstorganisierende Netze (SON), eine völlig neue Form der Selbstkonfiguration von Mobilfunknetzen. Für Alcatel-Lucent ist SON eine Schlüsseltechnologie, um Mobilfunknetze einfacher und damit kostengünstiger als heute zu optimieren und zugleich die Netzqualität aus Sicht der Mobilfunkkunden deutlich zu verbessern. Mit SON lassen sich neue Mobilfunkzellen in ein bestehendes LTE-Netz automatisch integrieren und konfigurieren (Plug 'n' Play-Ansatz) und die Funkzellen automatisch optimieren. Die Schnittstellen für die Technik sind durch den 3GPP Mobilfunkstandard vorgegeben und wurden von Alcatel-Lucent durch zusätzliche, in den Bell Labs entwickelte Algorithmen, ergänzt.

LTE als Breitbandalternative für den ländlichen Raum

Ab sofort testet Alcatel-Lucent in Stuttgart auch die LTE-Technik für den Einsatz im Frequenzspektrum von 800 MHz testen (Digitalen Dividende). Das 800-MHz-Frequenzspektrum wird durch die Digitalisierung des Rundfunks frei und eignet sich dafür, den ländlichen Raum mit Breitband¬verbindungen zu erschließen. Das in Deutschland ebenfalls für LTE vorgesehene 2600-MHz-Frequenzspektrum wird voraussichtlich eher in Ballungsräumen zum Einsatz kommen.

„Bei der Anpassung der LTE-Technik an die 800 MHz-Frequenz wird uns zugute kommen, dass wir momentan für Verizon in den USA ein LTE-Netz aufbauen, das mit der benachbarten 700 MHz-Frequenz arbeitet“, erklärt Dr. Erich Zielinski. „Wir werden deshalb schnell eine LTE-Lösung anbieten können, mit der Netzbetreiber in Deutschland alternativ zum Glasfaserausbau die ´weißen Flecken` auf der Landkarte schließen können.“ „Nur, wenn wir eine generelle Versorgung mit Breitband haben, kann das schnelle Internet seinen positiven Einfluß auf die Wirtschaftsentwicklung vollständig ausspielen“

In weiteren Tests wird das Augenmerk auch darauf liegen, neben Datenverkehr auch Sprach- und SMS-Verkehr über LTE-Netze abzuwickeln. Dafür setzt Alcatel-Lucent auf die IMS-Technik (IP Multimedia Subsystem), entwickelt aber auch die alternative Technologie VoLGA (Voice over LTE Generic Access).

Das Stuttgarter LTE-Testnetz ermöglicht vollständige End-zu-Ende Tests. Es umfasst neben dem Funkzugang (Evolved UTRAN) mit fünf eNodeBs im Labor und drei eNodeBs im freien Gelände auch die Paketdatenübertragung im Kernnetz (Evolved Packet Core) sowie Prototypen von mobilen Endgeräten. Neben der LTE-FDD Variante (getrennte Frequenz-Bänder für Up- und Downlink), die hauptsächlich im amerikanischen und europäischen Markt zur Anwendung kommt, arbeiten die Mobilfunkspezialisten von Alcatel-Lucent in Stuttgart auch an dem LTE-TDD Standard (Zeitmultiplex in einem Frequenzband) für den asiatischen Markt.


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