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30.11.2009
Folge 196

Tipps fürs Onlineshopping

Weihnachten steht vor der Tür und dazu gehören Geschenke. Viele wollen sich mittlerweile den Kampf um die Gaben in den Geschäften sparen. Sie setzen sich lieber gemütlich an den Rechner. Dort werden Waren gesucht und bestellt. Immerhin 14,3 Millionen Deutsche kaufen dieses Jahr Weihnachtsgeschenke über das Internet. Das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr und entspricht jedem fünften Bundesbürger ab 14 Jahren. Hinzu kommen weitere 8,6 Millionen, die Interesse am Online-Kauf von Präsenten haben, aber noch unentschlossen sind. Das ergab eine Umfrage von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut forsa. „Für bis zu 23 Millionen Deutsche ist das Web die ideale Shopping-Meile im Weihnachtseinkauf“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Computerspiele, Handys, PCs, Flachbild-Fernseher und Digitalkameras sind laut Umfrage besonders beliebte Geschenke.



Vor allem junge Erwachsene ordern ihre Geschenke im Netz. In der Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren geht jeder Dritte online auf Shopping-Tour. Dagegen wollen nur drei Prozent der Senioren ab 60 Jahren diese Möglichkeit nutzen. Ebenso gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 23 Prozent der Männer Präsente im Web ordern, sind es bei den Frauen nur 18 Prozent. Ein Vergleich der Berufsgruppen zeigt, dass Beamte deutlich herausstechen. 41 Prozent der Beamten kaufen Weihnachtsgeschenke im Web – gegenüber 32 Prozent der Schüler und Studenten und lediglich 14 Prozent der Arbeiter.

So verlockend die Online-Angebote oft sind, sie können auch Fallen darstellen. Wegen der Anonymität im Internet werden leider auch viele unseriöse und kriminelle Anbieter angelockt. Vier einfache Tipps des BITKOM können vielleicht helfen, die virtuellen Klippen des World Wide Web zu umschiffen:

1. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Lassen Sie sich von knalligen Webseiten nicht beeindrucken. Zeichen für die Seriosität sind ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Geschäftsführers sowie verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Der Anbieter muss neben dem Kaufpreis auch die Versandkosten nennen. Kunden sollten die Datenschutzerklärung lesen und prüfen, ob unerwünschte Werbe-Mails abgelehnt werden können. Manche Shops werden von unabhängigen Experten geprüft und erhalten ein Zertifikat oder Siegel. Mit die beste Kontrolle üben die Kunden selbst aus: Auf Shopping-, Preisvergleich- und Auktionsseiten können sie die Händler beurteilen. Anbieter mit guten Bewertungen rücken in die engere Wahl.

2. Sicher bezahlen
Konto- oder Kreditkartendaten müssen über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Das ist erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Adresse der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Programm (Browser). Zukünftig sind sichere Webseiten auch an einer grün hinterlegten Adresszeile erkennbar, wenn sich der Betreiber einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Man kann per Lastschrift, Kreditkarte oder Rechnung zahlen. Es gibt auch Bezahl-Dienste zur Kaufabwicklung, bei denen die Bankdaten nur einmal hinterlegt werden. Vorkasse per Überweisung ist verbreitet, aber riskanter.

3. Die wichtigsten Vorgänge dokumentieren
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die einzelnen Bestellschritte inklusive Geschäftsbedingungen (AGB) ausdrucken. E-Mails, in denen der Händler die Order bestätigt, sollten Kunden ebenfalls aufbewahren.

4. Im Fall der Fälle: Widerrufsrecht nutzen
Die Ware ist gerade geliefert, doch sie erfüllt nicht die Erwartungen? Binnen zwei Wochen darf sie in der Regel an den Verkäufer zurückgeschickt werden. Dann muss der Kaufpreis erstattet werden – und auch die Rücksende-Kosten, wenn der Artikel mehr als 40 Euro gekostet hat.

Neben diesen einfachen Grundregeln ist es Wichtig, dass der heimische Rechner frei von Schädlingen, wie Keyloggern ist. So warnt zum Beispiel der Sicherheitsanbieter Kaspersky Lab vor den Gefahren beim Online-Shopping mit Kreditkarte, denn Cyberkriminelle versuchen verstärkt an Kreditkarteninformationen zu gelangen. Die hohe Verbreitung des Online-Shoppings bietet ein lukratives Ziel für Cyberbetrüger, gerade in der Vorweihnachtszeit. Um dennoch sicher im Internet zu shoppen, sollten sich Anwender der bestehenden Gefahr bewusst sein und einige Regeln beachten. Wichtig ist vor allem die gesicherte Transaktion der Zahlung. Wird die Übertragung nicht per SSL-Verschlüsselung abgesichert, sollte man die Transaktion sofort abbrechen. „Ein weiteres Risiko lauert mitunter auf der eigenen Festplatte“, erklärt Magnus Kalkuhl, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Keylogger, die im Hintergrund alle Tastatureingaben inklusive der Kreditkartennummer aufzeichnen, sind nicht nur beim Online-Shopping ein Risiko – auch Passwörter für E-Mail, Amazon, PayPal, EBay & Co werden von diesen Schädlingen gesammelt und online an den Angreifer verschickt.“ Neben dem gesunden Menschenverstand beugt eine installierte Antiviren-Software Gefahren beim Online-Shopping vor. Zudem sollten Anwender persönliche Informationen wie Kreditkartennummern nie unverschlüsselt auf dem PC abspeichern.

Die Sicherheitsexperten der G Data warnen denn auch vor einem gefährlichen Banking-Trojaner, der Jagd auf Kreditkartenkunden macht. Der Schädling, genannt  Trojan.Win32.Sasfis.vbw flattert als Zahlungsaufforderung ins Postfach.

Als Zahlungsaufforderung getarnt, fordern die Täter vermeintliche Kunden dazu auf, ihre Rechnung zu begleichen oder die Zahlung mit Hilfe eines angehängten Tools zu
stornieren. Hier verbirgt sich die Falle. Statt eines Tools installieren Anwender den gefährlichen Banking-Trojaner, der Kontodaten an die kriminellen Elemente weiterleitet.


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