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08.03.2010
Folge 215

LTE steht für Zukunft in der Kommunikation

Mit Long Term Evolution übersetzt man das Kürzel, das sich jemand ausgedacht hat.


Computer können sich nach Programmabsturz selbst reparieren

Wenn große Computerprogramme plötzlich abstürzen und ganze Flughäfen oder Handelsfirmen lahm legen, sind daran oft nur kleine Softwarefehler schuld. Informatiker der Universität des Saarlandes haben jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem diese Fehler gleich entdeckt und automatisch wieder behoben werden. Das "Pachika" genannte System wird umfangreichen Computerprogrammen als eigenständiges Reparatur-Set einfach hinzugefügt. Das Forscherteam um Andreas Zeller, Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes, wird das neue Projekt auf der Computermesse Cebit 2010 in Hannover vom 2. bis 6. März am saarländischen Forschungsstand (Halle 9, Stand B 43) vorstellen.
Pachika ist der ostafrikanische Sprache Suaheli entnommen und bedeutet so viel wie "einsetzen und reparieren". Genau dies macht die Softwarebibliothek, die von dem Doktoranden Valentin Dallmeier im Team von Professor Andreas Zeller entwickelt wurde. Sie wird in ein bestehendes Computerprogramm eingefügt und beobachtet dort ähnlich wie eine Überwachungskamera, was das Programm während seiner Ausführung genau macht. Hängt sich das Programm an einer bestimmten Stelle selbst auf oder stürzt komplett ab, analysiert das Pachika-System sofort, wie sich der fehlerhafte Programmlauf von den vorhergehenden unterschieden hat. Ohne weiteres Eingreifen eines Programmierers repariert das System dann automatisch diese Fehlfunktion. Im Laborversuch konnten damit in einem von sechs Fällen große Java-Programme mit Millionen von Code-Zeilen selbständig repariert werden. "Bei Tausenden von Softwarefehlern, die täglich den Programmierern das Leben schwer machen, stimmen uns diese Zahlen sehr optimistisch", sagt Professor Zeller.

Das Pachika-System ist Teil des Forschungsprojekts "Autofix", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizer Hasler Stiftung gefördert wird. Projektpartner ist Professor Bertrand Meyer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Das Team von Professor Andreas Zeller stellt auf der Cebit 2010 außerdem Verfahren vor, mit denen in Programme gezielt Fehler gestreut werden, um damit Fehler zu finden. Außerdem wird Programmierern auf einer Web-Plattform gezeigt, ob ihr Programm den Regeln folgt, die von der Mehrheit der anderen Programmierer für richtig befunden wurden.


Bei uns im Studio war Prof. Andreas Zeller von der Universität Saarbrücken


Verschlüsselt telefonieren




Das Verschlüsselungsgerät von Rohde und Schwarz


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