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09.08.2010
Folge 232

Displaytechnologie spart Strom

Intelligente elektronische Begleiter erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch nach viel zu kurzer Zeit machen die Akkus schlapp. Schuld daran sind die Displays. Ein LCD ist eigentlich schon recht effizient, aber die notwendige Hintergrundbeleuchtung frisst fast ein Drittel der elektrischen Energie. An diesem Punkt setzen die neuen IMOD-Displays (http://www.qualcomm.de/qmt/) von Qualcomm (IMOD: Interferometric Modulation) an, die unter der Bezeichnung Mirasol-Displays (http://www.mirasoldisplays.com/)  auf den Markt kommen werden.


Tablet-PCs mit tagelanger Akkulaufzeit. Ein Schritt zu diesem Wunschziel sind stromsparende Anzeigen wie das Mirasol-Display . (Foto Qualcomm)

Stromspar Displays sind nicht neu. Zum Beispiel das Kindle von Amazon, zum Lesen elektronsicher Bücher, basiert auf der E-Ink Technologie (http://www.eink.com/). Die gibt es bis jetzt allerdings nur in schwarz-weiß und der Bildaufbau ist zu langsam für Videos. Die Generation mobiles Internet stellt höhere Ansprüche an die Visualisierung. Brillante Farben, eine hohe Auflösung und gestochen scharfe Bilder sind ein Muss.

Hier sollen IMOD-Displays helfen, die nach einem Prinzip der Natur funktionieren. Licht wird reflektiert, bestimmte Wellenlängen werden verstärkt, andere ausgelöscht. Nach diesem Prinzip lässt sich ein komplettes Farb-Spektrum erzeugen. Im Grunde sind IMOD-Displays also optische Resonanzsysteme. Das IMOD-Display funktioniert, so die Erfinder, wie das Leuchten von Schmetterlingsflügeln


Heinz Schmitz über IMOD, einer neuen Displaytechnologie, mit der können auch Videos wiedergeben werden.

Die Anzeige besteht aus einer freistehenden verformbaren reflexiven Membran und einer Dünnfilm-Lage. Beide Lagen fungieren als Spiegel des optischen Resonanzsystems und liegen an einem transparenten Substrat an. Einfallendes Umgebungslicht wird sowohl von der Dünnfilm-Lage als auch von der reflexiven Membran reflektiert. Durch die Veränderung des Abstands zwischen den beiden Lagen lassen sich so für einen bestimmten Wellenlängenbereich, also eine bestimmte Farbe, eine Resonanz erzeugen diese ausblenden.

Durch das ausnutzen der Reflexion verändert sich das Bild auch bei zunehmender Lichtstärke nicht. Sogar bei strahlendem Sonnenschein sollen klare Bilder möglich sein und die energiefressende Hintergrundbeleuchtung entfällt. Das Display ist bistabil das heißt, es verbraucht nur beim Bildwechsel Strom.

Erste Anwendungen von Mirasol sind kommerziell verfügbar, allerdings vorerst nur in monochromer Ausführung: So hat die Firma G-Core die neue Technologie bereits in ihren G-Core Mini Caddy (http://www.qualcomm.de/news/releases/2009/090108_Qualcomm_mirasol_Display_Technology_Adopted_by_GCORE.html) , ein 3,6 Gramm leichtes Gerät für Golfer integriert. Es erkennt gespeicherte Golfplätze mit Hilfe eines GPS-Suchmodus und liefert per Knopfdruck Details zum Fairway. Die Mirasol-Farbdisplays werden Ende des Jahres in Geräten auf eReader-Basis in den Handel kommen.


iPhone, PDF und Co


Peter Welchering

Jailbreak beim iPhone/iPad nutzt PDF-Exploit in Safari

Die aktuelle Fassung des Jailbreak für iPhone, iPad und iPod nutzt eine 0-Day-Lücke in Safari, um die Apple-Geräte mit einem PDF-Exploit zu knacken. Antivirushersteller warnen, die Lücke könne auch für das Einschleusen von Malware ausgenutzt werden.

Apples Web-Browser Safari enthält eine native Unterstützung für das Anzeigen von PDF-Dateien. Mobile Apple-Geräte wie iPhone und iPad benötigen also keinen speziellen Adobe Reader, um PDF-Dokumente darzustellen. Der von der Jailbreak-Website genutzte PDF-Exploit muss also auf einer Sicherheitslücke in Safari basieren. Hinzu kommt eine zweite Schwachstelle im Kernel von iOS 4, durch die der Jailbreak-Code root-Rechte erlangen kann.

Adobe hat zudem erklärt, es habe keine Erkenntnisse, dass die genutzte PDF-Schwachstelle auch den Adobe Reader betreffe. Der hat seine eigenen Probleme, wie der Sicherheitsforscher Charlie Miller auf der BlackHat-Konferenz in Las Vegas gezeigt hat. Dort hat er eine bislang nicht bekannte Lücke im Adobe Reader vorgestellt.

Antivirushersteller warnen in ihren Blogs davor, dass die Safari-Lücke auch ausgenutzt werden könne, um Malware einzuschleusen. Da es sich um eine Drive-by-Lücke handelt, der Besuch der Jailbreak-Website genügt bereits zur Installation von "Cydia", könnten bald auch andere Websites die Schwachstelle ausnutzen.

Von Apple gibt es bislang noch keine Stellungnahme zur der PDF-Lücke in Safari. Unklar ist auch noch, ob auch Safari 5 für Windows und Mac OS X anfällig für Exploits dieser Sicherheitslücke sind.


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