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16.08.2010
Folge 233

Blackberry als Informationshandy

Diesmal liegt die Informatsionsgewinnung auf der anderen Seite. Die Geheimdienste haben ihre Probleme auch mit dem Blackberry.


Peter Welchering

Seit einigen Tagen ist auch der BlackBerry, das Konkurrenzmodell zum iPhone, im Gerede, immer mehr Länder verlangen, dass ihre Sicherheitsbehörden Mails und Kurznachrichten mitlesen lassen, die mit dem BlackBerry verschickt werden. Verschwindet die Privatheit der Kommunikation hier völlig?

Indien fordert das, die Vereinigten Arabischen Emirate wollen das demnächst den BlackBerry-Gebrauch verbieten. Noch sagt allerdings der BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) sehr klar, dass sie die Schlüssel zum Entschlüsseln der Mail nicht herausgegeben und Regierungen nicht mitlesen lassen.
Der Kampf tobt hier noch, bisher sind die BlackBerry sicher, niemand kann mitlesen, zumindest offiziell nicht, Gerüchte, dass Geheimdienste doch mitlesen, sind das, was sie sind, nämlich Gerüchte, aber wenn RIM dem Drängen der Regierungen nachgeben sollte, um nicht aus den Märkten dieser Länder zu fliegen, dann sind natürlich auch deutsche Anwender betroffen, wenn sie mit BlackBerry-Nutzern in diesen Ländern E-Mail-Verkehr haben.

Wie sicher sind denn Mails, die mit dem BlackBerry verschickt werden?

RIM hat eine eigene Infrastruktur dafür aufgebaut mit Servern in Nordamerika und in Großbritannien. Mail wird auf dem BlackBerry verschlüsselt und direkt auf diesen internen Server geschickt. Insofern sicherer als die meisten Smartphones.


Lohnen sich IT-Investitionen

Die IT-Abteilung wird oft reiner als Kostenverursacher eingestuft. Unternehmenslenker fragen sich häufig, ob sich die Investments in Hard- und Software überhaupt lohnen. Müssen ständig Software Updates beschafft werden, können Server und Arbeitsplatzrechner nicht ein paar Jahre länger laufen?

Es geht ja, global gesehen, um sehr viel Geld. Laut einer Prognose des IT Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner werden sich die IT Ausgaben im laufenden Jahr auf 3,35 Billionen US Dollar belaufen; dies entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber den 3,225 Billionen US Dollar im Vorjahr.  Das ist fast das Zehnfache des Bundeshaushaltes.


Heinz Schmitz zu IT-Investitionen und deren Auswirkungen auf den Geschäftserfolg

Unternehmen geben also jährlich viel Geld für Informationstechnologie (IT) aus, vor allem für Business Software. Eine echte Kosten-Nutzen-Analyse ist indes oft nicht möglich, da der erzielte positive Nutzen den getätigten IT-Investitionen nur schwer direkt zuzurechnen ist. Vor diesem Hintergrund wurde in einer aktuellen Studie der Universität in Koblenz untersucht, inwieweit IT-Investitionen einen Einfluss auf zentrale betriebswirtschaftliche Kennzahlen haben.

Viele Manager tun sich mit Investitionen in IT schwer, weil es nicht ohne weiteres möglich ist zu überprüfen, inwieweit der erwartete Nutzen, zum Beispiel hinsichtlich einer gesteigerten Produktivität, mittels der neuen IT erzielt wurde. Zudem ist IT in den meisten Unternehmen so weit verbreitet, dass eine Erzielung von Wettbewerbsvorteilen mittels neuer IT teilweise infrage gestellt wird.
Vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) stellen IT-Investitionen wichtige Investitionsentscheidungen dar, nicht zuletzt aufgrund der Kapitalbindung und der Auswirkung auf betriebliche Arbeitsprozesse während der Implementierungsphase.

Vor diesem Hintergrund sind Prof. Dr. Gianfranco Walsh, Professor am Institut für Management an der Universität in Koblenz, und seine Kollegen Prof. Dr. Petra Schubert von der Copenhagen Business School sowie Universität Koblenz-Landau und Colin Jones vom Australian Innovation and Research Centre der Frage nachgegangen, welche betrieblichen Wertschöpfungsprozesse am stärksten von IT-Investitionen profitieren. Dabei unterscheiden sie zwischen primären Wertschöpfungsprozessen, beispielsweise Beschaffung, Verkauf, Kundenservice wie auch sekundären Wertschöpfungsprozessen, zum Beispiel Rechnungswesen und Personalmanagement. Mittels einer Befragung von Managern von über 500 KMUs konnten Walsh und Kollegen zeigen, dass IT-Investitionen zur Unterstützung von primären Wertschöpfungsprozessen einen positiven Einfluss auf ökonomische Kennzahlen wie den Umsatz haben, ebenso wie auf unternehmerische Aktivitäten, die eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zum Ziel haben.

Auch wenn für IT-Investitionen in sekundäre Wertschöpfungsprozessen kein direkter  Einfluss auf ökonomische Kennzahlen oder die Wettbewerbsfähigkeit nachgewiesen werden konnte, so zeigt die Studie dennoch, dass die erfolgreichsten KMUs diejenigen sind, die IT- Investitionen zur Unterstützung von primären und sekundären betrieblichen Arbeitsprozessen vornehmen. Hingegen zählen zu den in Bezug auf ökonomischen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit weniger erfolgreichen KMUs diejenigen, die insgesamt unterdurchschnittliche IT-Investitionen tätigen oder ihre Investitionen auf sekundäre Wertschöpfungsprozesse fokussieren. Folglich sind IT-Investitionen von hoher strategischer Relevanz für Unternehmen.



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