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06.12.2010
Folge 249

Zahlsysteme im Internet

Heinz Schmitz

Eigentlich war es Zufall, dass ich Roelant Prins traf. Im Hotel kamen wir ins Gespräch. Der Holländer arbeitet für eine Firma, deren Name wohl die meisten, so wie ich, noch nie gehört haben: Adyen (http://www.adyen.com/de). Dabei sind die Niederländer seit Jahren im Internet sehr aktiv und viele sind schon mit Ihnen in Kontakt gekommen, ohne es zu bemerken. Unsichtbar waren sie auf den Seiten unterwegs, wenn sie die Rechnung für online bestellte Waren über Zahlungsseiten, die vermeintlich ihrem Händler gehören, beglichen.

Adyen ist ein Zahlungsdienstleiter für Online-Händler. Bekannt sind die Zahlungsabwicklungen über Amazon oder die eBay Tochter PayPal, aber Firmen wie Groupon (http://www.groupon.de/), HotSpotSystem (http://www.hotspotsystem.com) oder Spreadshirt (http://www.spreadshirt.de) wickeln, wie fast 1000 andere Shops weltweit, ihre Kundenzahlungen über die 55 Leute starke Firma in Amsterdam ab. Vor allem für kleinere Shopbetreiber ist es schwierig, mit allen internationalen Kreditkartenorganisationen, Banken und anderen Zahlungsorganisationen Verträge abzuschließen und zu pflegen, um den Kunden möglichst flexible Zahlungsweisen zu bieten. Dabei ist es Adyen wichtig, dass der Kunde nie den Eindruck erhält, die Seite seines Händlers zu verlassen. Über Stylesheet bleibt ein kontinuierlicher Eindruck erhalten. Die Verträge mit Banken etc. hat das Adyen und wickelt die Zahlungsprozedur ab. Automatisch werden Listen übermittelt, die in der Software des Händlers Zahlungseingänge verbucht und die Auslieferlogistik anstößt. Für ihre Dienstleistung berechnen die Niederländer maximal10 EuroCent (http://www.adyen.com/downloads/AdyenPricingOverview.pdf). Das Software-System, das Adyen entwickelt hat, hat die englische Barclay Bank (http://www.barclays.co.uk) so überzeugt, dass Sie auf dieser Basis einen eigenen Bezahldienstleistung anbieten wird.

Amazon und PayPal bieten ähnliche Dienste auch an. Allerdings hört man auch Händlerkreisen gerade gegen PayPal immer harschere Kritik. So lässt die Rechtsanwältin Elisabeth Keller-Stoltenhoff (http://www.it-recht-kanzlei.de/Brauchen_wir_PayPal.html?search=paypal) in einem Artikel der Computer Reseller News vom 2. Dezember 2010 (http://www.crn.de) kein gutes Haar an der eBay Tochter. Sie moniert nicht nur die hohen Transaktionsgebühren von 35 EuroCent, sondern kennt auch Fälle in denen Verkäuferkonten einfach gesperrt wurden. Der Grund war eine Ähnlichkeit mit Namen auf den schwarzen Listen der amerikanischen Homesecurity-Behörde. Einige Unternehmen werden auch bei Amazon ins Grübeln kommen, seit der Amazon-Cloud Service die Wikileak-Seiten einfach vom Netz genommen hat.


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