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03.01.2011
Folge 253

Top IT-Technologien für 2011

Heinz Schmitz

Die Marktorscher von Gartner setzen eine langjährige Tradition fort, indem sie Technologien des kommenden Jahres einzuschätzen. Strategisch wichtig sind nach der Definition Gartners Technologien, die das Potential haben, Unternehmen in den nächsten drei Jahren stark zu beeinflussen. Dazu gehört beispielsweise ein hohes Veränderungspotential, ein hoher Aufwand zur Implementierung oder die Gefahr, sich entscheidende Nachteile gegenüber der Konkurrenz einzuhandeln, wenn man zu spät reagiert. Hier die 10 Technologien, von denen die Fachleute, dass sie die IT-Verantwortlichen am stärksten bewegen werden.

Cloud Computing
Das Rechnen in der Wolke ist der Shooting Star der letzten Jahre. Die Verlagerung der IT-Aufgaben in virtuelle Welten mit all seinen Facetten wird die Verantwortlcien sicher stark beschäftigen. Das Spektrum reicht dabei von öffentlichen "Software-as-a-Service"-Angeboten wie Google Apps oder Microsofts geplantem Office 365 bis zu geschlossenen, privaten "Wölklein", die Unternehmen nur für interne Zwecke betreiben. Für den Bereich der "privaten" Clouds dürften sie sich dabei vor allem auf vorgefertigte "Instant"-Pakete aus Hardware, Software und Services konzentrieren.

Mobile Applications and Media Tablets
Apple hat mit dem iPad eine Lawine losgetreten, die eigentlich schon seit Jahren locker liegt. Die Tabeltt-PCs der vergangenen Jahre waren allerding nicht leistungsfähig genug und vor allem zu teuer. Jetzt werden Smartphones, iPad und Co. allerdings zu vollwertigen Computern mit erstaunlich viel Bandbreite und Prozessorpower. Ende 2010 werden laut Gartner weltweit rund 1,2 Milliarden Menschen solche Geräte besitzen. Die bequeme Anwendung führt zudem dazu, dass immer mehr Kunden vorzugsweise diese Geräte nutzen möchten, um mit Unternehmen zu interagieren. Möglichst schnell gute "Apps" herauszubringen wird damit für Unternehmen zu einem weiteren wichtigen Faktor im Konkurrenzkampf.

Social Communications and Collaboration
Soziale Netze wie Facebook, Xing, Wikis, Blogs, Instant Messaging etc durchdringen nicht nur den privaten Bereich. Auch im Geschäftsumfeld bieten sich neue Möglichkeiten für Kundenbetreuung, Marketing und Werbung. Dazu kommen er Dialog via so genanntem "Social Feedback" à la Amazon, Digg.com oder Del.icio.us. Gartner glaubt, dass bis 2016 in fast alle Geschäftsanwendungen eine oder mehrere dieser Social-Media-Variationen integriert sein wird.

Social Analytics
Zu der Datentechnischen Beobachtung der Kunden und Partner gehört auch die Messung, Analyse der Interaktion. Soziale Analysen können für Unternehmen wichtige Erkenntnisse bringen. Sie sind aber auch, wegen der leichten Verletzung der Privatsphäre der "Gemessenen", eine heikle Sache für das Image eines Unternehmens.

Context-Aware Computing
Bei bewusst arbeitenden Programmen kennt ein System vorangegangene Aktionen und Vorlieben eines Anwenders, seinen Aufenthaltsort oder vieles mehr. Aufgrund dieser Informationen soll das System seinen Anwender besser unterstützen könne und eventuell situationsabhängige Inhalte anbieten, die sie eventuell benützen wollen. Allerdings ist auch hier der korrekte Umgang mit dem Datenschutz ein wichtiges Thema.

New Generation Analytics
Unter dem kryptischen Begriff versteht Gartner eine Verschiebung des Schwerpunkts von der Analyse von Daten aus der Vergangenheit zur Voraussage der Zukunft mittels Simulationen und Modellen. Fortschritte in der Computertechnik könnten das Ermöglichen ohne dass man gleich einen Supercomputer anschaffen muss.

Storage Class Memory
Hierungter verstehen die Marktforscher die Verwendung von Flash-Speicher als Zwischending zwischen RAM und Harddisk in Speicher-Systemen. Parktikabel wird das durch neue Technologien, die nicht nur ganze Files beziehungsweise Blocks sondern auch Teile davon automatisiert und schnell zwischen Harddisks Flash-Disks hin- und herschieben können. Dadurch könnten die schnellen aber teuren Flashspeicher gezielter für Daten zu nützen, die häufig gebraucht werden, statt ganze SSD-Disks mit Daten voll zu müllen.

Ubiquitous Computing
Versteckte Computer sind längst Teil des Alltags geworden. Kein Auto, keine automatische Tür, keine Waschmaschine ist ohne die unsichtbaren Helfer denkbar. Die Marktforscher glauben, dass die Verbreitung von Mikrocomputern nun ein Mass erreicht, dass es zunehmend schwierig macht, Netzwerke in einem traditionellen zentralisierten Ansatz zu managen. Die Arbeiten von Marc Weiser und anderen Forschern aus dem PARC-Institut von Xerox könnten Leitlinien bieten, wie mit dem Phänomen umgegangen werden könnte.

Fabric-Based Infrastructure and Computers
Gemeint ist damit die übergreifende Virtualisierung von Servern, Speichern und Netzwerken. Das wird kombiniert mit dem Trend bei Herstellern, vorintegrierte modular ausbaubare Komplettsysteme inklusive der notwendigen Virtualisierungs- und Managementsoftware zu beziehen.


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