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SENDUNGSARCHIV

29.01.2007
Folge 28

Vielen Dank an alle Hörer vom CCZwei



Dass wir nach so kurzer Zeit zum Gewinner des Podcastwettbewerbs gekürt wurden, dachten wir auch nicht. Wir wurden recht spät darauf hingewiesen, dass der Kongress überhaupt stattfindet. Und irgendwie kam auch eine Nominierung unserer Sendung zustande. Und dann lief alles von selbst. Den Erfolg haben wir den  fleißigen Klicks unserer Hörer zu verdanken. Von seiten der Veranstalter wurde mir gesagt, dass es lange Zeit ein Kopf an Kopf Rennen gewesen sei. Doch dann - als der Aufruf auf dieser Seite eingestellt wurde, war das Rennen vorbei. Mit Gewalt galoppierte die Statistik zu unseren Gunsten davon.

Dafür herzlichen Dank. In der Sendung werden wir kurz über die Veranstaltung berichten.



Breitbandkabel endlich aktiv

Als die Bundesrepublik verkabelt wurde, da gab es große Diskussionen. Macht das überhaupt Sinn, heute noch Kupfer in der Erde zu vergraben? Heute, das waren die 70er und 80 er Jahre. Es gab in der Tat schon Leute, die verlangten, dass der Ausbau schon mit Lichtwellenleitertechnik stattfinden sollte. Doch die Figur, die inmitten der Kritik stand, war der Bundespostminister Schwarz-Schilling, auch als BlackPenny sehr bekannt. Ihm traute man zu, dass er da ein paar besonders aktive Kontakte unterstützte.

Nun wurde die Bundesrepublik aber verkupfert und lange Zeit führte das sogenannte Kabel oder Breitbandkabel ein recht verlorenes Dasein. Mit viel Finanzkraft wurde ein Netz in die Kabelkanäle gebracht, was unheimlich viel Geld kostete. Das, was heute keiner mehr wagt, weil ihm die Kosten über den Kopf wachsen, war auf der Tagesordnung. Es wurden Straßen aufgerissen und Gräben verlegt, um das Kabel in die Keller der Wohnungen zu legen.

Doch es gab eine Menge Leute, die entsagten dem tollen Fortschritt. Andere wurden kriminell - oder so ein bisschen kriminell. Ich kann mich entsinnen, dass man die verplombte Kabelbox durch legale Manipulationen anzapfen konnte. Na ja, so ganz legal war das nicht. Da die Techniker beim Anschluss des Kabels recht großzügig die Ummantelung des Koaxialkabels abisolierten, war relativ viel Kupfer ohne Abschirmung. Das reichte, um eine Spule in die Nähe der Kabelbox zu bringen. Ohne eine Plombe zu öffnen, gelang es das Kabelsignal in das Fernsehgerät einzuspeisen. Und da hatte niemand ein schlechtes Gewissen.

Es begann dann das Satellitenzeitalter. Plötzlich waren alle Berechnungen über den Haufen geworfen. Nicht mehr drei Meter Satellitenspiegel, sondern gerade einmal 60 Zentimeter  sollte vorgehalten werden. Das Kabel rutschte in die Bewertung: teuer, alt, uninteressant.

Das blieb lange so. Viele Leute aktivierten mit großem Erfolg die Satellitentechnik und konnten damit den monatlichen Kabelgebühren entfliehen. Wie dem auch sei. Offenbar hat das Kabel jetzt begriffen, dass das digitale Zeitalter begonnen hat und dass man aquch mit Kupfer mehr machen kann, als 30 Fernsehsignale zu transportieren. Das digitale Kabel, das lange Zeit auf sich warten ließ, will sich jetzt behaupten. Neben den digitalen Filmdiensten wird vor allem verstärkt die Flatrate im Internet und die Flatrate beim Telefonieren angeboten. Offensichtlich ist die Preisgestaltung so attraktiv, dass man mit den Angeboten punkten kann.


Netzneutralität - ein neues Schlagwort

Vor allem in Ameria ist dieses Wort mittlerweile zu einem heißen Diskussionsfaktor geworden. Bis in die hohen Kreise der Politik reichen die Interessen. Auch bei uns in Europa beginnt es zu rumoren. Doch was versteht man unter Netzneutralität?

Nehmen wir an, die Autobahnen wären in privater Hand. Dann könnte der Betreiber auf die Idee kommen, dass er bestimmte Geschwindigkeitsvorschriten erstellt. Der LKW, der viel Maut bezahlt, darf 120 km/h fahren, die nächste Kategorie nur 100 km/h und die sparsamsten nur 80 km/h. Ganz so abwegig ist das ja nicht.

Oder ein anderes Beispiel zeigt schon die Abstufungen. Wer DSL bestellt, kann dies in bestimmten Geschwindigkeiten bis hin zu 100 MBit/s tun. Natürlich wird es immer teurer, je schneller das Netz ist.

Die großen Provider in Amerika kamen daher auf die naheliegende Idee, den Transport der Daten davon abhängig zu machen, wie die Beziehung zu dem Lieferanten der Daten ist. Zahlt der etwas fürs transportieren hinzu, so wird er bevorzugt transportiert. Damit wäre die sogenannte Netzneutralität verletzt.

Das will man verhindern und das erste gesprochene Urteil in den USA legt die Netzneutralität als Faktum aus. Es wäre auch schade, wenn wir wieder in eine Mehrklassengesellschaft abrutschen würden. Der, der viel zahlt, kommt nach vorne und kleinere Firmen, die das Aufgeld nicht zahlen können, werden benachteiligt und fallen als Konkurrent zurück.

       


Wir sprechen in der Sendung mit Klaus Birkenbihl über dieses Thema. Er war viele Jahre der Präsident des W3C Büros in St. Augustin. W3C kümmert und kümmertesich um viele Belange des Internets. Auch er rät zur Achtsamkeit der User. Wir dürfen es nicht zulassen, dass wir zwischen die Mühlen geraten und ausgenommen werden.


007 hört Zahlenradio

Dieser reißerische Titel gehört zu unserem nächsten Thema. Wobei man sagen muss, dass die Brisanz ziemlich gewichen ist. Es war mal modern, die Anweisungen an die Spione per Radio zu übertragen. Meistens im Kurzwellenbereich. Da gab es dann so komische Ausstrahlungen, die kein Mensch verstehen konnte. Die sollte natürlich auch kein Mensch verstehen. Es handelt sich dabei um solche Mitteilungen: "Neuen, Vier, Fünef, Drei, Fünef, Neuen, Acht, Fünef usw. usw.". Hierbei wurden Anweisungen an die Agenten vor Ort gesendet. Es waren wohl Aufträge und Handlungsanweisungen an die subversiv agierenden Personen.

Es konnte wohl bisher niemand die Nachrichten entschlüsseln, weil der Geheimndienst zur Verschlüsselung immer einen Einmalcode verwandte, der sofort nach der Nachricht wieder verfallen war. So konnte man als Kryptologe kaum einsetzen, weil schon die nächste Nachricht völlig andere Codes benutzte.

Mittlerweile wird diese Methode der Kommunikation etwas altmodisch, weil es bessere Methoden gibt. Doch die Zahlenreihen kann man immer noch hören, wenn man weiß, welche Frequenz man einstellen muss.

Es gibt auf dieser Welt wohl nichts, was man nicht auch zu einem Hobby ausbauen kann. Da gibt es Leute, die solche Nachrichten aufgezeichnet haben und sie als Dokumente aufbewahrten. Den Kopf der Szene - so bezeichnet sich  unser Gesprächspartner haben wir vor dem Mikrofon. Ich hoffe, dass er uns viel erzählen kann, über ein Hobby, das sich mit Dingen beschäftigt, die irgendwann einmal komplett verschwunden sein werden.



Jochen Schäfer beim Radioempfang
(Bayerischer Rundfunk)


Wir erwarten, dass Jochen Schäfer ein paar Szenen einspielt, die die Methoden der Geheimdienste verdeutlichen. Vielleicht erfahren wir auch, wie man das heute macht. Ich nehme einfach einmal an, dass das Internet heute die Aufgabe übernommen hat.

hier ist die Internetadresse der Mailingliste ENIGMA2000:
http://groups.yahoo.com/group/enigma2000

http://www.simonmason.karoo.net/page30.html


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