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28.03.2011
Folge 269

Prof. Holger Hermanns aus Saarbrücken berichtet über die große Softwarekonferenz

http://www.etaps.org/
Unter dieser URL findet man die Informationen zu der großen Softwarekonferenz in Saarbrücken. Im Gespräch mit Prof. Hermanns erfahren wir, dass man auch heute noch solche Konferenzen benötigt, da die Software nach wie vor selten fehlerfrei funktioniert.


Prof. Hermanns von der Uni Saarbrücken


Thunderbolt der schnelle Donnerkeil

Thunderbolt ist eine schnelle serielle Schnittstelle, die gemeinsam von Apple und Intel entwickelt wurde. Die ersten Systeme mit dieser neuen Schnittstelle ist das neue MacBook Pros von Apple. Ursprünglich handelt es sich bei der Technologie um die von Intel unter dem Codenamen “Light Peak” entwickelte Universalschnittstelle.

Thunderbolt (http://de.wikipedia.org/wiki/Thunderbolt_(Schnittstelle)) überträgt Daten mit maximal 10 GBit/s und damit doppelt so schnell wie USB 3, jedenfalls theoretisch. In der Schnittstelle werden zurzeit die PCI-Express (http://de.wikipedia.org/wiki/PCI-Express) und DisplayPort (http://de.wikipedia.org/wiki/DisplayPort) Datenprotokolle in einen seriellen Datenstrom gepackt und beim Empfänger wieder parallelisiert. Als Stecker hat Apple dann auch für die MacBooks die Mini Display Port Stecker gewählt. Lightpeak wurde ursprünglich auch für die Übertragung per Lichtleiter definiert. Weil die dazu notwendigen Kabel und Stecker aber noch rar sind, hat man sich zunächst auf Kupferkabel konzentriert.


Heinz Schmitz über Donnerkeil, einen neue Schnittstelle zur schnellen Datenübertragung.

Der größte Vorteil der neuen Schnittstelle ist sicher ihre Fähigkeit, verschiedene Arten von Daten gleichzeitig zu übertragen. So kann nicht nur auf üblichem Wege der Mini DisplayPort genutzt werden, um einen kompatiblen Monitor anzuschließen, sondern auch externe Datenspeicher und Peripheriegeräte problemlos gleichzeitig über den einen Ausgang am Mac betrieben werden. Unterstützt werden Daten-, Video-, Audio-, und Netzwerkdaten. in der aktuellen Verbindung über Kupferkabel ist auch die Stromversorgung von Geräten möglich. Mit Kupfer kann man drei Meter überwinden. Zukünftig soll, mit optischen Leitern, auch 10 Meter Distanz möglich werden. Allerdings ist dann die Stromversorgung von Peripheriegeräten über das Datenkabel dann nicht mehr gegeben.

Thunderbolt verfügt über zwei Kanäle, die gleichzeitig genutzt werden können. Dementsprechend sind beispielsweise das Kopieren einer größeren Datei wie eines HD-Films auf einen externen Speicher und eine Datensicherung in die andere Richtung ohne Geschwindigkeitsverlust gleichzeitig möglich. Außerdem kann währenddessen ein Mini-DisplayPort-fähiger Monitor genutzt werden, um zum Beispiel einen HD-Film zu schauen, während die Übertragung läuft.

Die Anzahl der Thunderbolt kompatiblen Geräte hält sich auch noch stark in Grenzen. Das MacBook spielt hier den Vorreiter. Hersteller wie LaCie, Western Digital und Promise wollen künftig Speichersysteme verkaufen, die einen Thunderbolt-Anschluss bieten. Auch im Bereich des Videoschnitts werden Firmen aktiv: Hier sollen Avid und Blackmagic an einer Unterstützung der Thunderbolt-Schnittstelle arbeiten.

Während USB (http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus) eine Bussystemarchitektur hat werden bei Thunderbolt die Geräte in Reihe geschaltet, der sogenannten Chain. Dadurch benötigt jedes Peripheriegerät zwei Buchsen eine zum Anschließen an den Rechner und eine zum Anschluss weiterer Geräte, wie es auch vom Firewire (http://de.wikipedia.org/wiki/FireWire) bekannt ist. Es könne bis zu sieben geräte hintereinander geschaltet werden. Der Nachteil einer solchen Architektur ist, dass immer das langsamste Gerät in der Reihe das Tempo bestimmt. Bei Thunderbolt ist aber eine Funktion vorgesehen, die den Rechner alle Zentrale entlasten kann. USB hat immer eine Master/Slave Funktion. Der Master (meist der Rechner) ist in jeden Datentransfer aktiv eingebunden. Bei Thunderbolt können diese Funktionen an die angeschlossenen Geräte delegiert werden. So kann zum Beispiel die externen Festplatte Filme direkt auf das Displayport kompatible TV-Gerät streamen, währen der Rechner nach der Initialisierung des Vorgangs, für andere Aufgabe  frei ist.

Thunderbolt ist sicherlich eine interessante Schnittstelle. Früheinsteiger werden noch einige Zeit auf eine Palette von Peripheriegeräte warten müssen. Oft hat sich gezeigt, dass Gerätehersteller schnell den Wert neuen Schnittstellen erkennen und kompatible Systeme auf den Markt bringen. Öffnet sich doch mit neuen Schnittstellen immer auch neue Märkte.


Notfunk ist auch heute noch wichtig

Wir konnten einen Funkamateur gewinnen, der uns etwas über den Notfunk erzählen konnte. Diese Form existiert schon sehr lange und die wird von Menschen praktiziert, die ihr Hobby in den Dienst der Sache stellen.

Man sollte meinen, dass heutzutage die Welt so perfekt verbunden ist, dass Informationen jederzeit vom Sender zum Empfänger gelangen.
Doch weit gefehlt: bei vielen Naturkatastrophen liegen alle Kommunikationsmöglichkeiten lahm Da geht dann weder Funk noch Telefon - und damit ist auch das Internet außen vor.
Amateure kümmern sich immer wieder um die Wiederherstellung von Informationsleitungen aus den Notgebieten. Sie heißen Funkamateure und arbeiten selbstlos für ihr Hobby. Sie können gar verpflichtet werden, für den Erhalt der Kommunikation ihre Freizeit zu opfern.

Es gibt viele Erfolgsgeschichten der Vergangenheit, in denen der Notfunk der Funkamateure erfolgreich helfen konnte. Einer der letzten Einsätze, die das System leisten konnte, war die Wiederherstellung einer Datenverbindung nach Neuseeland, als die große Flut eine Katastrophe heraufbeschwor.

Wer sich selbst für diese Art der Notkommunikation interessiert, der findet weitere Informationen bei dem großen Verband der Funkamateuere,
http://www.darc,de
Schneller kommt man an die Informationen der Berliner Notfunkgruppe:

Ein ausführliches Video hat der dritte Wolfgang, Wolfgang Noelke in Berlin gedreht. Es ist für Interessierte sehenswert.
http://www.youtube.com/watch?v=djjM1JufCb0
Für uns heißt es einen Dank auszusprechen für die aufopfernde Arbeit bei der Hilfe, unsere Welt zu begreifen.


Eine treibende Kraft in dieser wertvollen Arbeit ist Michael Becker, Berlin.

Michael Becker, Fubkamateur aus Leidenschaft

Wir können uns nur dafür bedanken, dass diese Arbeit selbstlos erbracht wird.


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