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02.05.2011
Folge 274

Ubuntu - LibreOffice und OpenOffice

Jedes Jahr im April und Oktober stellt Canonical (http://de.wikipedia.org/wiki/Canonical) eine neue Ubuntu-Linux  Version bereit. Ubuntu ist ein Debian Derivat  das von –Mark Shuttleworth’s  (http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Shuttleworth) Canonical gesponsert wird. Er selber hat Erfahrung mit der Debian Distribution weil er seit 1995 er an der Debian Distribution als Entwickler mitarbeitet.

Jetzt ist also Ubuntu 11.04 (Codename Natty Narwhal) aktuell. Mein alter Dell D505 Laptop ist für aktuelle Windowsversionen zu schwachbrüstig läuft aber eigentlich mit Linux noch recht fix und die Version Ubuntu 10.10 war immer stabil. Bei der Aktualisierung auf 11.04 erlebte ich allerdings eine Überraschung.


Heinz Schmitz erlebte mit dem Update auf Ubuntu 11.04 seine Überraschungen.

In Ubuntu 11.04 ist erstmals die Unity-Benutzeroberfläche (http://unity.ubuntu.com/)  als Standard implementiert. Unity-Desktop ist Canonicals Alternative zu Gnome 3 und optisch verspielter. Windows Fans könne sich zum Beispiel an den so genannten linsen erfreuen. Hier werden, ähnlich wie in der Taskleiste, die häufig benötigten Anwendungen abgelegt und sind dann von jedem virtuellen Desktop direkt zu erreichen. Schade, dass mein D505 zu alt für Unity ist. So muss ich mich weiterhin mit der herkömmlichen Gnome zufrieden geben.

Bisher kam Ubuntu immer mit OpenOffice  (http://de.wikipedia.org/wiki/OpenOffice.org) als Büropakte. Nicht so die aktuelle Version. Hier findet sich LibreOffice 3.3.2 (http://de.wikipedia.org/wiki/LibreOffice), eine Abspaltung der Open Source Community von Open Office.

Open Office (http://de.openoffice.org/) geht auf StarOffice zurück, dass von Star Division als Konkurrenz zu Microsoft Office entwickelt wurde. Die Firma Star Division wurde 1994 Marco Börries gegründet. Er verkaufte sie 1999 an Sun Microsystems, die das Paket als Konkurrenz zu Microsoft in den Markt drücken wollten. Scott McNealy stellte die Pakte ab der Version 5.1a und später 5.2 zum kostenlosen Herunterladen bereit. Dann, am 19. Juli 2000 wurde das OpenOffice.org-Projekt von Sun Microsystems ins Leben gerufen und der Code der Open Source Community übergeben. Am 13. Oktober 2000 ging Website OpenOffice.org online. Der Quelltext, einer Vorversion von StarOffice 6.0 war etwa 400 MB groß, enthielt über 35.000 Dateien mit insgesamt rund 7,5 Millionen Zeilen C++-Code. Das OpenOffice Paket 1.0 wurde am 1. Mai 2002 freigegeben. Zurzeit ist Version 3.3.2 aktuell und für Mai ist die Version 3.4 geplant.

Allerdings kaufte 2010 Oracle die Firma Sun Microsystems und löste Verunsicherung in der Open Source Szene aus, denn es sollte eine kommerzielle Version von OpenOffice entstehen, die über die Vertriebskanäle von Oracle verkauft werden sollte. Daraufhin gründete sich 2010 die Document Foundation, deren Ziel es ist, neue Beiträge zu OpenOffice. durch die Stiftung zu verwalten zu lassen. Die Stiftung wurde von OpenOffice.org-Projektmitgliedern aus Unzufriedenheit über Oracle  und die unklaren Markenrechte gegründet. Damit das weiterhin offene Büropaket zu erkennen ist, wurde es in LibreOffice (http://de.libreoffice.org/) umbenannt. Oracle lehnte eine Beteiligung an der Document Foundation allerdings ab.

Dann kam wieder ein Umdenken. Am 19.4 verkündete Oracle denn offiziellen Rückzug aus OpenOffice und will das Projekt der Community übergeben. Die Document Foundation  allerdings will die LibreOffice Strategie forstsetzen. Viele befürchten, dass jetzt die beiden Pakete unabhängig voneinander weiterentwickelt werden und somit auseinanderdriften.  Jedenfalls wird es für beide im Mai die Version 3.4 geben.


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