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29.05.2011
Folge 278

Macht Chrome OS das Rennen?


Prof. Thorsten Riemke-Gurzki

Die "Wolke" ist ein Stichwort, das heute in vielen Veröffentlichungen und Podiumsdiskussionen diskutiert wird. So recht weiß man noch nicht, wie weit die Technologie in unser Leben eingreift. Wird man der Wolke vertrauen und die eigenen Daten von anderen Dienstleistern speichern lassen? Hierzu gehört Vertrauen.

Google sieht den Weg zur persönlichen Wolke vorgegeben. Mit dem in Entwicklung befindlichen Chrome OS, als Chrome Operation System, soll es möglich werden, vor allem dem always on Gedanken zu fördern.
Always on heißt auch, dass ich immer und überall alle Dienste nutzen kann, die jetzt aus dem Netz angeboten werden. Ich benötige keine eigene Textverarbeitungssoftware auf meinen kleinen "schwachbrüstigen" Geräten. Die Werkzeuge zu dem, was ich arbeiten will, hole ich angepasst aus dem Netz und habe stets ein aktuelles Werkzeug zur Verfügung. Selbst das Ergebnis, z.B. der fertige Brief soll nicht mehr in meinem lokalen Gerät gespeichert werden - er wird in der "Wolke" gespeichert und ist daher auch von jedem Ort der Welt mit Internet wieder einsehbar.

"Wir führten ein Gespräch mit Professor Thorsten Riemke-Gurzki

Er ist Professor für Webtechnologien, insbesondere Unternehmensportale und Usability, im Studiengang E-Services an der Hochschule der Medien in Stuttgart und Leiter des Forschungsschwerpunkts Business Process- & IT-Engineering am Institut für angewandte Forschung (IAF) der Hochschule. Er ist damit einer der wenigen "Portal-Professoren" dieser Art.

Thorsten Riemke-Gurzki gehört zu den führenden Experten für webbasierte Anwendungen, Unternehmensarchitekturen, Portale und Prozessmanagement. Er ist Autor und Mitautor einer Vielzahl von Publikationen im Themenfeld Electronic Business, unter anderem der "Marktübersicht Portal Software" und der Studie "Unternehmensportale in der betrieblichen Praxis.


Smartphones vs. Zeitung

Eigentlich ist das iPad alles schuld. Die Verlage von Zeitungen und Zeitschriften verfallen in eine regelrechte iPad-Mania. Sie haben alle Angst, den Absatzmarkt der Zukunft zu verpassen. Mit dem Aufkommen und der zunehmenden Verbreitung von TabletPCs, Smartphones und Co., angeführt von iPhone, iPad, sind die Träger der mobilen Informationszentralen immer Online. Google News und Co. liefern ununterbrochen Nachrichten. Aber nach erfolgreichen Bezahlmodellen suchen die Verleger immer noch. Das musste auch Bernd Ziesemer, ehemaliger Chefredakteurer des Handelsblatt erfahren: „Da habe ich mich fundamental geirrt. Ich habe leider die Hoffnung mit der Wirklichkeit verwechselt. Ich glaube, die Hoffnung lebt immer noch, weil es eigentlich der einzige Weg ist für die klassischen Medien. Aber die Wirklichkeit stellt sich leider anders dar. Es ist äußert schwierig, im Internet oder auf dem iPad Bezahlmodelle durchzusetzen. Ich habe es mir einfacher vorgestellt damals. Nur sehr wenige Verlage sind konsequent an dem Thema drangeblieben“, so Ziesemer in einem Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (http://www.epd.de/medien/medien_index_88150.html)


Heinz Schmitz über die iPad-Mania der Verlage und die Nutzung von Medien durch der Verbraucher.

Die Ohio State Universitty hat das Thema wissenschaftlich untersucht und festgestellt, dass Smartphones und Co. kein Ersatz für den traditionellen Nachrichtenkonsum in Zeitungen und Fernsehen sind. Die Forscher sind der Ansicht, dass zumindest vorerst die Verbraucher ihren gewohnten Medien treu bleiben. Die Menschen verlassen sich trotz des Mobile-Booms nach wie vor auf die vertrauten Quellen, aus denen sie schon bisher Informationen bezogen haben. Eine Veränderung bringt der Vormarsch der mobilen Alleskönner dennoch mit sich: Es werden mehr Medien konsumiert als früher.

Jedes Medium hat demnach seine Nische, die es sinnvoll ausfüllen soll. Statt die klassischen Medien zu verdrängen, füllt die Mediennutzung auf mobilen Geräten jene Lücken im Alltag der Konsumenten immer mehr aus, in denen sie bislang keine Medien konsumiert haben. Smartphone und TabletPC decken eher den Medienhunger während Wartezeiten ab, wenn Bahn und Bus mal wieder Verspätung haben oder das Flugzeug zu spät abfliegt. Hubert Burda hat die verschiednen Rollen in einem Vortrag mal sehr gut beschrieben: „Online begleitet ein Ereignis, Print berichtet darüber.“

Jedem Medienkanal kommen nach Erkenntnis der Wissenschaftler im Alltag eigene typische Nischen zu. Während das Fernsehen etwa primär am Abend eine Rolle spielt, finden Zeitungen am Morgen ihren Platz. Dem Radio schenken die Konsumenten vorwiegend im Auto ihre Aufmerksamkeit. Nachrichtenmedien am Computer nutzen sie hingegen bei der Arbeit, während Smartphones primär unterwegs zur Überbrückung von Wartezeiten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einsatz kommen.

Allerdings habe sich die fünf  amerikanischen Verlage Conde Nast, Time, Hearst, Mederith und die News Corp. zum „Next Issue Media“ Verbund zusammengeschlossen. Sie bieten eine App für das Samsung Galaxy Tablet an, mit dem die Inhalte von Magazinen digital zugänglich sein werden.  Es ist der vesuch einen neuen Vertriebsweg aufzubauen. In der laufenden Betaphase sind es zunächst nur 7 Magazine in der Endausbaustufe sollen es 40-50 Titel sein. Die News Corp. sammelt zurzeit ja erste Erfahrungen mit „Daily“, einer Tageszeitung, die es nur auf dem iPad gibt. Während der amerikanischen Verlage mit dem Versuch vorpreschen, beschränken sich die deutschen Verlage und Verbände aufs Beobachten.


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