ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Aktuelle Sendung
  Nächste Sendung
  Sendungsarchiv
  Downloads


SENDUNGSARCHIV

12.02.2007
Folge 30

Technik bringt Rabatte

Die Idee ist außergewöhnlich für eine Versicherung. Normalerweise kennen wir solche Gesellschaften nur, dass wir etwas absichern lassen und dafür eine Prämie bezahlen. Jetzt hat jedoch die WGV Versciherung eine Initiative ergriffen, die richtig auf Technik setzt.

Wer als jugendlicher Neufahrer ein Auto versichert, der wird recht hart heran genommen, was die Prämie angeht. Die sind 2000 Euro im Jahr nichts ungewöhnliches. Wer sich jedoch auf eine sichere Fahrweise einlässt, der kann immerhin 30 Prozent Prämie sparen. Natürlich glaubt man dem Versicherungsnehmer  nicht blind, wenn er beteuert, dass er in Zukunft alles im Verkehr richtig macht. Er bekommt einen Beifahrer, der ihn überprüft.  In Form einer Blackbox wird eine GPS gesteuerte  Navigationssoftware eingebaut.  Sie kennt vor allem auch die  erlaubten Geschwindigkeiten der meisten Straßen. Fährt der Lenker jetzt schneller als erlaubt, so wird er zuerst akustisch gewarnt. Fährt er jedoch 15 Sekunden über der erlaubten Geschwindigkeit,  so wird ein Maluspunkt vergeben. 12 Punkte darf man sich während eines Jahres erlauben. Beim 13. Punkt ist der Rabatt futsch. Immerhin bis zu 300 Euro.

Für viele Eltern ist diese Methode der Überwachung des Filius oder der Filia ein Instrument, das vielleicht viele Sorgen nehmen kann.

Wir sprechen mit dem Projektleiter Achim Schweizer über das Modell. Noch sind einige Modalitäten zu lösen, doch dann soll es schon bald mit dem Modellversuch losgehen.

http://www.wgv.de

Ein informatives Video kann man sich hier ansehen.


Google.de gekapert

Ich kann mich noch gut an den 23. Januar erinnern. Ziemlich früh erfuhr ich von dem Husarenstreich. Google.de wurde gekapert. Man sollte meinen, dass das überhaupt nicht möglich wäre. Doch, es ist möglich und wahrscheinlich könnte man es jetzt noch einmal probieren. Schuld an der Misere sind Automaten, denen man zu viel vertraut.



Und die Anwendung eines Geschäftsmodells müsste abgeschafft werden. Wenn sich ein Partner während einer Zeit von 5 Tagen nicht meldet, dann wird angenommen, er hätte ja gesagt. Und damit lässt sich der Coup rekapitulieren.

Eine (heute bekannte) Privatperson stellt bei Denic, der Deutschen Internetverwaltung einen Umzugsantrag einer Domaine, in diesem Falle von google.de . Er erfährt  natürlich, dass google.de belegt ist, aber er kann ein Häkchen anklicken und damit dokumentieren, dass er der Besitzer der Domaine ist, obwohl er es gar nicht ist. Jetzt läuft das Prozedere zwischen den Robotern gnadenlos ab. Denic schickt eine automatisierte Anfrage an den alten Provider, ob der Umzug der Seite stattfinden soll. Wenn innerhalb von 5 Tagen keine Antwort kommt, so nehmen die Automaten an, dass dies wohl o.k. sei mit dem Umzug und alles weitere wird veranlasst. Jetzt ist die Domaine beim neuen Provider gelandet. So einfach geht das.
Das Problem ist wohl dieser sorglose  Umgang mit der Bestätigung. Beim Zeitungsabo ist es ähnlich. Es wird auch automatisch verlängert, wenn nicht innerhalb einer Zeit widersprochen wird.
Für die erwähnte Nacht war für die Deutschen Google komplett weggeschaltet, weil ein Aufruf aus Deutschland mit der amerikanischen Adresse Google.com sofort in das Land zurückgeschickt wird, wo die Anfrage gestartet wurde. Damit war es nichts mit googlen.

Wir sprechen in der Sendung mit Stefan Maicher von dem Provider goneo.de, bei dem das Gaunerstück aus gestartet wurde. Jedenfalls hatten sie noch nie so viel Traffic verzeichnet, wie in dieser Nacht.


Personalisierte Tageszeitung



In den 90er Jahren, schon kurz nachdem das Internet so langsam um sich griff, redeten wir schon über die Möglichkeit, dass man sich eine Zeitung abonnieren können wird (ist das noch richtiges Deutsch: abonnieren können wird?). Mittlerweile kann man es. Wer unter http://www.newsmax.de ein kostenloses Abonnement der Zeitung bestellt, der erhält jeden Morgen in der Woche eine frische Zeitung als PDF File. Die Zeitung ist bunt  mit vielen möglichen Themenbereichen. Und das ist eben die personalisierte Zeitung. Wer sich absolut nicht für Sport interessiert, der klickt eben beim Abonnement den Sport nicht an. Wer keine Wissenschaftsthemen lesen mag, der macht es genauso.

Ich habe das seit einigen Wochen abonniert und lese die Zeitung gerne. Ich beobachte mich selbst dabei, wie ich eine solche Zeitung auf dem Bildschirm lese. Natürlich ist es ein anderes Gefühl, wenn man nicht mehr umblättern muss. Es sind eben zwei Welten, die da aufeinanderprallen.

Mittlerweile ist auch eine Seite mit dem Fernsehprogramm hinten angehängt. Das hätte ich am wenigstens erwartet, denn das brauche ich nicht mehr, weil ich fast kein Fernsehen mehr schaue. Und wenn ich das wollte, da gibt es andere Wege im Netz, um an das Programm heranzukommen.



Wir sprechen in der Sendung mit dem Geschäftsführer Daniel Pichel, der im Moment noch in der Startphase steckt und natürlich Geld zubuttern muss. Wenn alles rund läuft, dann wird man hier und da auch Werbung in der Zeitung akzeptieren müssen. Das ist aber bei meinem Kölner Stadtanzeiger auch nicht anders. Da habe ich manchmal das Gefühl, dass man ein paar Blätter benötigt, um den  Prospekten im Innern einen festen Halt zu geben.

So werden dann Gedanken aus der Mitte der 90er Jahre Wirklichkeit. Und damals schon diskutierten wir darüber, was wohl passiert, wenn man bei der Personalisierung einer Zeitung z.B. immer die Politik abbestellt - entstehen dann völlig verblödete und unpolitische Menschen?  

Die Zeitung bietet auch den Programmpunkt: Boulevard. Wer jede Woche das Goldene Blatt kauft, der abonniert eben nur die Sparte Boulevard.  Also was soll's?


Feedback

Unsere CC2-Box freut sich auf Ihr Feedback:
069 / 13303212115



zurück zum Archiv
Anhören:


Audiodatstream
Download 128 Kbit/s (~27 MB)
Download 32 Kbit/s (~7 MB)
Ogg Vorbis 56 Kbit/s (~12 MB)
RSS Feed (Audiocast, letzte 5 Sendungen)
RSS Feed (Audiocast, alle Sendungen)

Druckversion Impressum Haftungsausschluss