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19.02.2007
Folge 31

Webradio, Podcast & Co

Es gibt seit der Wellenkonferenz in Genf eine magische Zahl: 2015. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen noch die analogen Radios mit Programm gestützt werden. Ab dann soll es komplett digital werden; nach dem Muster des terrestrischen Fernsehens.



Kaum jemand glaubt daran, dass dann wirklich Schluss sein soll mit dem geliebten UKW. Mittelwelle, Langwelle und auch große Teile der Kurzwelle könnte man dann sicherlich abschalten und durch digitale Medien ersetzen.  Sollte das Jahr 2015, das früher schon einmal 2010 war, tatsächlich den analogen Wellen den Garaus machen, dann haben wir einen großen Haufen Schrott zu bewältigen. Wieviel Millionen dann alter Radios dürften sich in den Haushalten stapeln?

Bis 2015 ist es zwar noch ein weiter Weg, doch niemand kann im Moment überschauen, was noch alles kommen wird. Ob es dann überhaupt noch terrestrische Radios geben muss, ist dahingestellt. Natürlich wird man auf mobile Möglichkeiten Rücksicht nehmen. Doch viele andere Wellen könnte man auch über andere Techniken transportieren. Das Internet wird bis dahin noch viele Akzente setzen. Mit der nun angegangenen VDSL Technik werden Bandbreiten generiert, die ein kleines Radio einmal so nebenbei mitschleppen können.

Auch wie Szene im Jahr 2015 aussehen wird, kann niemand vorhersehen. Im Moment bloggt es überall und Webradios werden aus dem Boden gestampft. Alleine bei Shoutcast.com werden 20.000 Stationen geführt.  Diese Tendenz wird sicherlich noch weiter anhalten.

Heute müssen wir uns zuerst einmal in unserer neuen Welt zurechtfinden. Die technischen Möglichkeiten alleine reichen nicht, um erfolgreich die neuen Medien bedienen zu können. Überall beginnt man die Hand aufzuhalten. Ob die Abzocke GEMA oder GVL heißt, sicherlich kommt auch noch die VG Wort hinzu. Wer heute ein gutes Radioprogramm im Internet gestaltet, der wird sogar bestraft, wenn viele Hörer den Sender einschalten. Die GVL verlangt zum Beispiel mindestens 500 Euro im Jahr, ansonsten für jeden Hörer 5.76 € im Jahr. Wenn jemand das Pech hat und ihn hören 2000 Leute, dann müsste der private Webradiomann über 10.000 € im Jahr abdrücken.

In der Sondersendung am Rosenmontag wollen wir ein mal die Situation näher beleuchten und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln.




Für die Sparte Privates Webradio haben wir den Geschäftsführer des Eifelaktiv Radios eingeladen. Er unterhält vier Streams . Thomas Golz berichtet von den Problemen, die einem Enthusiasten in den Weg gestellt werden.


http://earadio.de




Für die Sparte Private Blogs war Marc C. Schmidt in der Diskussionsrunde. Wir lernten Marc auf dem Podcast Kongress kennen und entdeckten, dass er durch seine Arbeit als Organisator der Veranstaltung einen guten Überblick der Szene hat. Auch er kann über die juristischen Probleme berichten, die so mancher Neuling in der Szene kennen lernen muss.



http://www.fresh-info.de




Für das große Feld Öffentlich Rechtliches Radio war Rüdiger Malfeld zugegen. Er ist Sendeleiter des WDR-Hörfunks und Leiter der Hauptabteilung Zentrale Aufgaben in der Hörfunkdirektion. "Wenn man so will, also der Hierarch in der Bastelbude", so nennt er sich selbst.

Als ehemaliger Kollege verstand ich so einige Probleme, die er aufführte besonders gut. Natürlich muss auch der WDR mit der Zeit gehen und dieer darf die Blogwelt nicht vernachlässigen. Natürlich sind die ÖR Sender mit mehr Geld ausgestattet, als jeder private Blogger. Aber Geld alleine macht es auch nicht. Oftmals kommen die zündenden Ideen aus anderen Bereichen.



Einen interessanten Artikel zur Zukunft des Radios finden Sie hier


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