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28.11.2011
Folge 298

Weihnachtsbedrohungen im Netz

Weihnachten bedeutet auch Shopping und das zunehmend online. Darüber freuen sich Produkthersteller aber auch Internetkriminelle. Wo im Geld verdient wird sind Cyberkriminelle meist nicht fern. McAfee warnt vor den Weihnachtsbedrohungen im Netz.

Die Weihnachtszeit und damit die Shoppingzeit steht vor der Tür. Wie in der heutigen Zeit üblich, bestellen viele Menschen ihre Geschenke über das Internet, organisieren Familientreffen per E-Mail oder versenden weihnachtliche E-Cards an ihre Freunde und Bekannte. Kurzum, zur Weihnachtszeit verbringen die Menschen wesentlich mehr Zeit vor dem Computer als sonst. Dass sich darüber nicht nur diverse Produkthersteller freuen sondern auch Internetkriminelle, ist zu erwarten. Wo im Internet Geld verdient wird, sind Cyberkriminelle meist nicht fern, um mit immer perfideren Tricks an das Geld argloser Online-Shopper zu gelangen.

Die Experten des Sicherheitsanbieters McAfee haben die aktuellen Gefahren zur Weihnachtszeit zusammengetragen und geben Tipps, wie Nutzer unbeschadet durch die Feiertage kommen:

1. Malware auf mobilen Endgeräten:
Gut die Hälfte aller Smartphone-Besitzer nutzt ihr Telefon auch für Weihnachtseinkäufe, sollte hierbei aber entsprechend auf der Hut sein. Internetkriminelle versuchen häufig, über auffällig billige Produktangebote oder Geschenk-Codes arglose Benutzer in die Falle zu locken und mobile Malware auf dem Smartphone zu installieren.

2. Gefährliche mobile Anwendungen:
Gratis-Applikationen für das Smartphone können darauf abzielen, die Daten, die im Telefon gespeichert sind, zu stehlen oder unbemerkt SMS Nachrichten an überteuerte SMS Services zu schicken. Achten Sie also genau darauf, was für Rechte Sie einer mobilen Applikation bei der Installation einräumen.

3. Gefälschte Facebook Promotionsaktionen und Gewinnspiele:  
Um die Weihnachtszeit herum gibt es nur wenige Fanseiten auf Facebook, die kein Gewinnspiel oder andere Promotionsaktionen bieten. Internetkriminelle wissen um die Attraktivität dieser Gewinnspiele und richten häufiger verlockende Gewinnspiele auf Facebook ein, die in Wirklichkeit den Rechner mit Viren oder Trojanern verseuchen oder schlicht weg Daten und Passwörter stehlen können. Zu gewinnen gibt es meist nichts, zu verlieren jedoch viel.

4. Scareware (gefälschte Antiviren-Software):
Scareware ist eine Software, die dem Nutzer vorgaukelt, der eigene PC sei mit Malware verseucht. Der Nutzer wird aufgefordert, für einen gewissen Betrag eine Antivirensoftware zu kaufen, die die Probleme behebt. Sowohl die Virenmeldungen auf dem PC als auch die Software selber sind aber Fälschungen, und das Geld wird umsonst bezahlt.

5. Weihnachts-Bildschirmschoner:
Schneeflocken rieseln über die Mattscheibe, sobald der Benutzer nicht am PC arbeitet, wie schön! Wirklich unschön ist aber, dass der klassische Bildschirmschoner aus dem Internet immer noch eine sehr beliebte Möglichkeit ist, dem Benutzer Malware unterzujubeln. Evtl. erhält man sogar einen Bildschirmschoner, bemerkt aber nicht, dass neben dem Schoner auch ein datenstehlender Trojaner mitinstalliert wird.

6. Malware auf dem Mac:
Wird ein Mac-Nutzer gefragt, ob er sich um Malware Gedanken macht, er gibt vermutlich immer die gleiche Antwort: „Ich habe doch einen Mac, da gibt es keine Viren.“. Weit gefehlt: die gesteigerte Nutzung von Macs hat auch die Internetkriminellen auf den Plan gerufen, die schon seit geraumer Zeit mehr und mehr Viren und Trojaner für Apple’s Mac PCs programmieren. McAfee kann aktuell jeden Monat einen Anstieg von Mac-Malware um 10% verzeichnen.

7. Ferien-Phishing:
Mit Phishing-E-Mails werden Benutzer meist durch verlockende Angebote oder Social Media Beiträge zu Handlungen aufgerufen, die sie normal nicht im Internet vornehmen würden. Ein häufiges Beispiel hierfür ist: Bank-Phishing. Da viele Nutzer zur Weihnachtszeit mehr Geld ausgeben, prüfen sie auch öfters ihren Kontostand. Genau diesen Umstand machen sich Internetkriminelle zunutze, indem sie gefälschte E-Mails einer Bank an den Benutzer schicken mit der Aufforderung, seine Daten inkl. PIN und TAN einzugeben. Diese Daten landen dann direkt bei dem Cybergangster.

8. Gefälschte Online-Coupons:
Durchschnittlich 63 % der Online-Shopper suchen nach Online-Coupons oder anderen verbilligten Angeboten, zudem lösen viele diese Coupons heute per Smartphone oder Tablet PC ein. Hierbei sammeln Kriminelle oft einfach nur sensible Daten, wenn der Nutzer beim Einlösen des Coupons seine kompletten Informationen freiwillig hinterlässt.

9. Mails zu falschen Banküberweisungen von Hotels:
Viele Menschen reisen zur Weihnachtszeit und so verwundert es nicht, dass Internetkriminelle auch hier E-Mails fälschen, um den Empfänger zum Klicken auf einen Link oder eine angehängte Datei zu bewegen. Zur Reisezeit werden öfters Mails erstellt, die vorgeben, ein Hotel hätte fälschlicherweise eine Überweisung erhalten, die nun wieder auf das Konto des Empfängers zurückgesendet werden soll. Angehängt ist dann ein Bogen, in dem zur Richtigstellung alle Bankinformationen vom Nutzer eingetragen werden sollen. Die Bankinformationen landen aber auch hier wieder nur bei einem Kriminellen.

10. Verlockende Geschenk-Angebote:
Es gibt einige Geschenke (z.B. Spielsachen, elektronische Geräte), die schon früh in der Saison vergriffen sind. Kriminelle nutzen genau diesen Umstand und bieten auf ominösen Websites oder in sozialen Netzwerken diese heiß begehrten Geschenke an, obwohl sie sie natürlich nicht besitzen. Aber der arglose Nutzer ist geblendet von dem Angebot und leicht verführt, seine Kreditkartendaten beim Kauf des Geschenkes einzugeben. Das Geschenk erhält er natürlich nicht, hat dafür aber einem Kriminellen seine Kreditkartendaten übertragen.

11. Die „Ich bin nicht zu Hause“ Masche:
Viele Menschen posten leider immer noch viel zu freizügig ihren Aufenthaltsort in sozialen Netzwerken und sind dort gleichzeitig mit Menschen vernetzt, die sie nicht wirklich oder nur über das Internet kennen. Der Hinweis, dass man gerade in den einwöchigen Urlaub startet, kann dann schnell Einbrecher auf den Plan rufen, die in der Zeit der Abwesenheit in aller Ruhe die Wohnung des Urlaubers ausräumen. Die Adresse der meisten Menschen finden sie entweder auch im sozialen Netzwerk oder ganz einfach über Google.

Schutz ist durch Vorsicht möglich:
- Mobile Applikationen sollten nur aus den offiziellen Onlinemärkten wie z.B. iTunes oder dem Android Market heruntergeladen werden und dabei sollte man immer auf die Kommentare anderer Nutzer achten.

- Wachsamkeit ist notwendig beim Prüfen und Beantworten von Mails.

- Bei Angeboten, die einfach zu gut sind, um wahr zu sein (z.B. gratis Flugtickets oder ein geschenktes iPad) ist größte Vorsicht geboten

- Bei der Teilnahme an Promotionsaktionen sollten niemals die gesamten sensiblen Informationen angegeben werden (vor allem keine Bankdaten).

- Freundschaftsanfragen in sozialen Netzwerken von Menschen an, die man nicht im wahren Leben kennt sollte man ablehnen.

- Informationen und Bilder zum erholsamen Urlaub sollten erst in sozialen Netzwerken gepostet werden, wenn man wieder zu Hause ist.

- Nie ohne adequaten Schutz ins Internet gehen. Ein Antivirenprogramm ist Pflicht!


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