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13.02.2012
Folge 309

Rust - eine Open Source Programmiersprache

Heinz Schmitz

Seit 2006 arbeitet Graydon Hoare (http://blog.mozilla.com/graydon/) an Rust, einer objektorientierten Programmiersprache, die mit den Mankos der bisherigen Sprachen aufräumen soll.  Seine Arbeit übergab er 2009 an die Open Source Organisation Mozilla, bekannt durch Firefox, Thunderbird etc. Seit dem Arbeitet die Community an der Implementierung. Ende Januar 2012 wurde dann die erste Alpha Version 0.1 freigegeben, mit der Bitte dass sich Programmierer in Rust austoben sollen und ihre Erfahrung dem Entwicklungsteam mitteilen.

Rust (http://www.rust-lang.org/) wird als funktionsfähige Sprache für die Systemprogrammierung. Die jetzt erschienene Version 0.1 ist vor allem für sogenannte Early Adopter und Sprachenthusiasten gedacht. In seinem Blog lädt Graydon Hoare andere Programmierer ausdrücklich zur Beteiligung an der Weiterentwicklung der Sprache ein.


Die Syntax von Rust erinnert an die bekannte C, C++ oder C# Syntax.

Die syntaktische Ähnlichkeit von Rust zu C und anderen von C beeinflussten Sprachen ist lediglich oberflächlich. In vielen syntaktischen und semantischen Details sind Abweichungen zu erkennen. Neben der prozeduralen Entwicklung unterstützt Rust auch Parallelität, objektorientierte Programmierung sowie Elemente funktionaler Programmierung. Darüber hinaus ist generische und Metaprogrammierung sowohl statisch als auch dynamisch möglich.

Die Rust-Entwickler wollen eine Sprache schaffen, die durch die Trennung von Zuständigkeiten auch für sehr große Projekte geeignet ist. Die Sprache wird kompiliert, wobei zu C und C++ kompatible Objekte entstehen und vorhandene C- und C++-Bibliotheken lassen einbinden.

Die Sprache soll vor allem den gefürchteten Memory-Overflows Einhalt gebieten. Durch Garbage Collection in den einzelnen Funktionsblöcken werden unbenutzte Speicherbereiche immer wieder frei gegeben. Darüber hinaus wird der Austausch von Daten zwischen Funktionsblöcken nicht über gemeinsame Speicherbereiche sondern nur über sogenannte Pipes möglich. Dadurch können auch viele Programmieren parallel an komplexen Softwareprojekten arbeiten, nur die Pipes definiert sein müssen und jeder seinen Funktionsblock entwickelt kann, ohne andere Programmteile zu beeinflussen. Darüber hinaus soll der Compiler später die Parallelisierung von Prozessen und Programmen unterstützen, damit zukünftige Software die üblichen Multiprozessorarchitekturen besser ausnutzen. Die aktuelle Version des Compilers und der Entwicklungswerkzeuge kann von GitHub heruntergeladen werden.

Mehr Informationen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Rust_(programming_language)
https://github.com/mozilla/rust/wiki/Doc-project-FAQ



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