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05.03.2012
Folge 312

Ubuntu für Android-Smartphones

Heinz Schmitz

Canonical Vater der Ubuntu-Linux Distribution stellt mit „Ubuntu for Android" (http://www.ubuntu.com/devices/android) eine Benutzeroberfläche für Android Geräte vor. Als ich die Meldung zuerst sah, glaubte ich, für die Smartphones und Tablets käme jetzt ein Linux-Betriebssystem auf den Markt aber es handelt sich hier nur um die Oberfläche namens Unity, die jetzt bei Ubuntu Standard ist. Ihre Aufnahme war allerdings bisher gemischt. Die Benutzeroberfläche ist jedenfalls mit einer Seitenleiste, die große Symbole anzeigt und deswegen für kleinere Bildschirm und Touchbedienung geeignet ist.

Ubuntu for Android wird parallel zu Googles Betriebssystem aufgespielt. Es kommt nur zum Einsatz, wenn sich das Android-Gerät mit einer bestimmten Dockingstation verbindet, über die ihm Tastatur und Maus und ein größerer Bildschirm zur Verfügung stehen. Das Handy wird damit zur Zentraleinheit, wie vormals der PC. Wenn man ein mit der Software ausgestattetes Android-Gerät in ein Dock steckt; zusammen mit Maus und Tastatur am Dock verwandelt die Umgebung so ein Smartphone in etwas PC-Ähnliches. Die dafür zuständige Software läuft parallel zu jener, mit der Anwender normalerweise auf ihren Android-Geräten interagieren.


Mit Dockingstation, Tastatur, Maus und Bildschirm wird das Android-Handy zum Bildschirmarbeitsplatz. (Quelle: Ubuntu)

Zum Softwarepaket gehören der Browser Chromium und der Mailclient Thunderbird ebenso wie der Mediaplayer von VLC. Als Systemanforderungen nennt Canonical eine Dual-Core-CPU mit 1 GHz Takt und 2 GByte Speicherplatz für das Betriebssystem, außerdem mindestens 512 MByte RAM. Das Smartphone sollte außerdem in der Lage sein, Video über HDMI auszugeben, und seine Grafik muss OpenGL ES/EGL unterstützen.

Das Paket kann nicht, wie sonst gewohnt, von der Ubuntu-Webseite geladen werden, sondern steht erst mal nur Geräteherstellern zur Verfügung. Nach eigenen redet Canonical schon seit 18 Monaten mit Partnern über den Multi-Platform-Release. Ubuntu arbeitet mit Hardware-Partnern an konkreten Produkten. Wenn es Fortschritte gibt, so die Aussagen, nimmt Ubuntu den gerätespezifischen Code, stellt ihn unter Open-Source-Lizenz und integriert ihn in Standard-Ubuntu. Wann es konkrete Produkte geben wird, ist allerdings noch nicht bekannt und es bleibt abzuwarten, ob eine zweite Benutzeroberfläche auf einem Tablet wirklich interessiert.



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