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12.03.2007
Folge 34

Computerspiele de Luxe

Vor wenigen Jahren wäre eine Echtzeit-Ray-Tracing Anwendung überhaupt nicht vorstellbar gewesen. In Echtzeit? Damals erinnere ich mich an eine Anwendung, die Intel zur Verfügung gestellt hatte. Man konnte sich seinen eigenen Namen in raygetracten Buchstaben machen lassen. Aber natürlich nicht in Echtzeit -so nach einer halben Stunde Wartezeit schickte der Intelrechner das Ergebnis. Aber jetzt sind die Grenzen gefallen.


Prof. Dr. Ing. Philipp Slusallek

Eine neue, interaktive Visualisierungstechnik, das so genannte Echtzeit-Ray-Tracing, wird jetzt für die Welt der Computerspiele interessant. Informatikern der Universität des Saarlandes ist es erstmals gelungen, diese Technologie auf programmierbaren Graphikkarten, den GPUs, einzusetzen, so dass interaktives Ray-Tracing auch auf einem einzelnen Computer möglich wird. Bisher mussten dafür mehrere PCs in einem Cluster zusammen geschaltet werden, um die enormen Rechenleistungen zu bewältigen. Mit dem neuen Ansatz wird diese Technologie auch für den Massenmarkt interessant und lässt für die Zukunft viel realistischere Computerspiele erwarten.
Auf der CeBIT 2007 (15. bis 21. März) in Hannover werden die Computergraphiker um Prof. Dr. Philipp Slusallek die Technologie am Stand der Universität des Saarlandes und im Future Talk präsentieren. Echtzeit-Ray-Tracing kann im Gegensatz zu bisherigen Methoden komplexe optische Beleuchtungseffekte automatisch und in Echtzeit simulieren. Der Spiele¬-Programmierer kann sich so vollständig auf das Design des Spielgeschehens konzentrieren. Durch Ray-Tracing werden Spiegelungen, Lichtbrechungen und indirekte Beleuchtung immer physikalisch korrekt wiedergegeben, so dass seine im Computer erzeugten Bilder immer naturgetreu aussehen. Die Automobil- und Flugzeugindustrie nutzt das Verfahren bereits, um ihre Produkte interaktiv und photorealistisch am Bildschirm zu entwickeln und Planungsfehler von vornherein zu vermeiden.

Für die Spieleindustrie war die benötigte hohe Rechenleistung von Ray-Tracing bisher ein Hindernis. Dies ändert sich jetzt: Durch neue Algorithmen und angepasste Datenstrukturen gelang es den Saarbrücker Computergraphikern erstmals die extrem hohe Rechenleistung von Graphikprozessoren (GPUs) effektiv auch für Ray-Tracing zu nutzen. Sie erreichen bei einfachen Szenen über 50 Mio. Strahlen pro Sekunde und selbst bei relativ komplexen Szenen noch mehr als 11 Mio. Strahlen - ein Faktor 30 schneller als die bisher besten Ergebnisse auf GPUs. Dabei werden noch gar nicht alle Optimierungen ausgenutzt, so dass eine weitere deutliche Beschleunigung zu erwarten ist.

Das neue Verfahren erlaubt es erstmals, auch komplexe optische Effekte in Spielen exakt zu simulieren statt wie bisher viele Tricks einzusetzen. Die Programmierer von Computerspielen können damit einzelne Objekte oder ganze Szenen durch Ray-Tracing viel realistischer darstellen. Vor allem wird das Design neuer Spiele stark vereinfacht, da jede Szene und beliebige Kombinationen von optischen Effekten automatisch und ganz ohne zusätzlichen Aufwand immer korrekt und realistisch dargestellt werden. Zusätzlich kann Ray-Tracing auch dazu benutzt werden, Kollisionen zu erkennen und zu vermeiden und die einfache Sicht in Spielen zu simulieren. Das wurde beispielhaft für das Spiel Quake-4 demonstriert.

Auf der CeBIT 2007 zeigen die Mitarbeiter von Professor Slusallek am Messestand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand B 65) die Echtzeit-Ray-Tracing-Methode.


Spiele auf der CeBIT



Mit Felix Buschbaum hatten wir in der Redaktion einen Beobachter der Spieleszene in Deutschland und des internationalen Marktes. Heute hat er immer noch ein Auge auf alle Entwicklungen, die sich auf dem Markt ausbreiten. Felix ist einer der fleissigsten Lösungsbuchschreiber.Mittlerweile sind es über 70 Lösungsbücher, die er verfasst hat und er  schreibt schon wieder an dem nächsten. Eigentlich hätte ich ein Foto von ihm in meiner Sammlung haben müssen, denn Felix war jahrelang in meiner Redaktion beschäftigt. Doch dann fand ich eins ganz versteckt bei einer Diskussion in Leipzig. Auch wenn Google keine Treffer liefert, so sollte man nicht aufgeben.

Wir wollten von ihm wissen, was sich auf der CeBIT in punkto Spiele tut. Denn wir selbst sind ziemliche Spieleidioten. Es wird dort während der CeBIT der Samsung European Championship als Weltmeisterschaft veranstaltet. 250 Spieler aus 25 Nationen sind am Start und kämpfen gegeneinander. Mittlerweile hat nur jemand eine Chance, der das Spielehobby professionell betreibt. Man kann dort auf einer Tribüne dem Treiben zuschauen.

Im März 2005 startet die neue Saison der  World Cyber Games, der wohl wichtigste eSport-Event der Welt. In diesem Jahr werden dabei neben dem Hauptevent in Singapore erstmalig auf der CeBIT in Hannover vom 10.3.2005 bis 13.3.2005 die „WGC 2005 - Samsung Euro Championship“ ausgetragen werden.

Dazu werden die besten Spieler aus 30 Europäischen Nationen eingeladen, die dann um mehr als 150.000 Euro Preisgeld kämpfen dürfen. Die Spieler werden in folgenden PC-Spielen gegeneinander antreten: FIFA Football 2005, Need for Speed Underground 2, Starcraft: Broodwar, Warcraft 3: The Frozen Throne, Unreal Tournament 2004 und Counter-Strike 1.6. Um die ganze Bandbreite des Gaming abzudecken wird es mit Halo 2 und Project Gotham Racing 2 zwei Xbox Turniere geben, sowie erstmals ein europaweites Mobile Tournament auf  Handys.

Auf dem Robotersektor  tut sich auch was. Die sogenannten Humanoiden, also menscvhenähnliche Roboter machen in punkto Fortbewegung große Fortschritte. Die beiden Videos zeigen die Anybots in eleganter Bewegung.

Hier geht es zu den Videos.


Mit Simulation in die Lüfte

Ein Flugsimulator ist ein wichtiges Gerät auf dem Wege zum Lufthansapiloten. Wir hatten, als wir in Ahaus bei Tobit waren, die Möglichkeit, ein bisschen von diesem Gefühl selbst zu erleben. Denn dort ist ein Virtual Aero genannte Diskothek angeschlossen, bei der auch 4 amerikanische Simulatoren werkeln.


Virtual Aero bei Nacht.

Das Innere dieses Unterhaltungstempels zeigt ein gewisses Flair, das nach Luft und Abenteuer riecht.


Ein richtiger Fahrkorb dient als Theke.

Wen es zum tanzen drängte, der konnte dies tun. Vor und nach dem Flug.



Im Flugzentrum nebenan stehen die 4 Simulatoren. Mit Trockeneis und Nebelmaschine wird der richtige Eindruck erweckt. Man sieht hier ein geschlossenes Cockpit, das auch richtige Loopings drehen kann.



Jetzt sind wir dran. Mit Gurt und einem Metallbügel wird man recht fest in der Kanzel fixiert.  



Wolfgang Rudolph wurde zum Piloten ernannt, während ich mit meinem Aufnahmegerät die Hände voll zu tun hatte. Nach Überprüfung aller Sicherheitsvorschriften konnten wir dann bald loslegen.


Einige Anweisungen waren zu befolgen.

Und am Ende, da fühlten wir uns wie richtige Piloten  mit jahrzehntelanger Flugerfahrung.



Sind Sie gespannt, wie der Flug in der Aerea 51 verlief. Jedenfalls hatten wir engen  Kontakt mit einem UFO. In der Sendung mehr von unseren Erlebnissen.


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