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23.04.2012
Folge 319

Wenn Landmaschinen miteinander reden



Im Projekt iGreen (http://igreen-projekt.de/iGreen/) arbeiten Wissenschaft und Industrie zusammen, um die Kommunikation zwischen Landmaschinen zu standardisieren.

Wenn heute Landwirte und Lohnunternehmer mit Erntemaschinen und Transportflotten unsere Felder bewirtschaften, ist ein Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen und dem Büro des Landwirts oft nicht möglich. Unterschiedliche Technik der verschiedenen Hersteller und fehlende Mobilfunk-Abdeckung beeinträchtigen die Kommunikation.

Das Forschungsprojekt iGreen – das den Landtechnikherstellern Raum zur gemeinsamen Forschung bietet – hat nun den Maschinenkonnektor präsentiert, der diese Schwierigkeiten überwindet. Er ist eine spezifizierte Kommunikationssoft- und hardware für Maschinen und Smartphones, mit dessen Hilfe selbst Maschinen unterschiedlicher Hersteller untereinander Daten austauschen können. Die bereitgestellten Informationen können nicht nur für die Dokumentation weiterverarbeitet werden, sondern auch den Einsatz der Maschinen im Feld effizienter gestalten. Des Weiteren kann der Maschinenkonnektor Daten von Maschinen ohne Funkverbindung an andere Maschinen übertragen, sodass diese die relevanten Daten zunächst ‚transportieren‘ und bei (einer besseren) Funkverbindung übertragen können. Dies ermöglicht eine höhere Datenübertragungsrate und geringere Providerkosten.

Auf einer Veranstaltung in Kaiserslautern präsentierten die iGreen- Partner CLAAS, John Deere und Krone zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) neue Konzepte und Implementierungen. Das demonstrierte Beispiel zeigte die Datenübertragung zwischen zwei Mähdreschern mit Bezug auf die Kornfeuchte und Position sodass der Landwirt z.B. entscheiden kann ob Trocknung erfolgen muss. Konkrete Angaben über entwickelte Produkte wurden in der herstellerübergreifenden Pressekonferenz bewusst nicht gemacht, da die im Forschungsprojekt iGreen entwickelte Basis-Technologie bei den Herstellern individuell produktspezifisch weiter entwickelt werden.

Fest steht, dass die gezeigten Ergebnisse in nationale und internationale Standardisierungsvorhaben eingebracht werden und somit der ganzen Landtechnikbranche viele innovative Möglichkeiten eröffnet werden.

Das Projekt iGreen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsprogramms „IKT 2020 - Forschung für Innovation“ bis Ende 2012 mit über 14 Millionen Euro gefördert und vom DFKI in Kaiserslautern koordiniert. Im Forschungsprojekt iGreen arbeiten 23 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand an der Konzeption und Realisierung eines standortbezogenen Dienste- und Wissensnetzwerks zur Verknüpfung von verteilten, öffentlichen und privaten Wissensquellen im Pflanzenbau. Die beteiligten Wirtschaftsunternehmen fungieren als Endanwender, Technologielieferanten und Schnittstellen zu am Markt etablierten Lösungen. Die wissenschaftlichen Partner liefern das erforderliche innovative und konzeptuelle IT-Know-how. Die Beratungsnetzwerke und Institutionen der öffentlichen Hand bringen domänenspezifisches Expertenwissen und amtlich aufbereitete Geodaten in das Vorhaben ein und partizipieren an der Umsetzung der neuen mobilen Dienste und Strukturen des Wissensaustausches.

Die Arbeitsgruppe Maschinenkonnektor innerhalb des Forschungsprojekts iGreen wird von den Landtechnik-Herstellern CLAAS, Grimme, John Deere, KRONE, sowie vom Competence Center ISOBUS (CCI) und dem DFKI getragen.




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