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03.09.2012
Folge 332

SpatialSound für 3D Klang

Unser Gast heute im virtuellen Studio war Clemens Clausen vom Thüringer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (http://www.idmt.fraunhofer.de). Thema war die 3-D Beschallung von Räumen mit einem im Institut entwickelten System, das SpatialSound genannt wird. Mit Hilfe von vielen Lautsprechern und intelligenten Algorithmen, die die Schallquellen quasi im Raum beliebig wandern lassen können. Ein echtes räumliches Audioerlebnis. Bekannte Einsatzorte sind das Zeiss-Planetarium Jena und die Nobeldisko P1 in München.


Dipl.-Ing. Clemens Clausen vom Fraunhofer IDMT Produktmanager SpatialSound Stage Professional Audio

Während in der Disko die DJ’s die Schallquellen, bzw. die Musik um die Tanzenden herumfliegen lassen können ist  SpatialSound Wave im Planetarium als Beschallungssystem für den Produktions- und Vorführbetrieb im Einsatz. Das Audio-System steuert 60 Lautsprecher an, die sowohl in der Innenkuppel sowie horizontal um das Publikum angeordnet sind. In Kombination mit dem digitalen Ganzkuppelprojektionssystem entstehen dreidimensionale Welten für Auge und Ohr.

Das SpatialSound Wave ist ein Beschallungs- und Produktionssystem zur richtungsgerechten Wiedergabe von Audio-Inhalten und akustischen Umgebungen – ohne Limitierung auf bevorzugte Hörerplätze. Es basiert auf den langjährigen Erfahrungen des Fraunhofer IDMT mit räumlichen Audiowiedergabe-Technologien, wie der Wellenfeldsynthese.

SpatialSound Wave ist ein skalierbares Raumklang-System, das sich an die Qualitätsanforderungen und räumlichen Gegebenheiten anpassen lässt. Das System erzeugt einen erweiterten Sweet Spot und bietet die Möglichkeit zur Bewegung und Platzierung von Klangquellen in Echtzeit. Eine Erweiterung des Systems um echte 3D-Quellen ist bei entsprechend vorhandenen Lautsprechern möglich. Durch die freie Verwendung von Klangobjekten kann SpatialSound Wave zur individuellen Soundgestaltung von Live- und Playbackzuspielungen sowie zur Produktion von effektvollen Shows genutzt werden. Optional bietet das System eine interaktive akustische Raumsimulation. Damit kann der erzeugte Raumklang an die jeweiligen Anforderungen einer Veranstaltung, wie z. B. Sprachwiedergabe oder Konzertakustik, angepasst werden.

Das System basiert auf einem Audio-Server auf Linux-Basis. Die Audiosignale werden standardmäßig per MADI über die RME-Soundkarten bereitgestellt. Eine typische Konfiguration sind 32 Eingangskanäle bei 64 Ausgangskanälen.

Die Rendering-Software der Processing Unit sowie die Steuerungsapplikation diesen zur Steuerung und Platzierung der Klangereignisse. Die Bedienung erfolgt über das SpaMix User Interface. Ausgangsseitig wird das System über DA-Wandler direkt an Verstärker und Lautsprecher angekoppelt. Eingangsseitig können Mischpulte oder DAWs direkt über MADI bzw. über AD-Wandler angeschlossen werden, wobei 32 Inputs gleichzeitig verarbeitet werden.


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