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01.10.2012
Folge 336

WLAN Krisenkommunikation und eCall

von Heinz Schmitz

In Katastrophensituationen fallen unter Umständen auch die zentralen Kommunikationsmöglichkeiten, wie Telefon, Mobilfunk oder Internet aus. Für die Rettungskräfte wird die Verständigung dann schwierig oder sogar unmöglich. Damit Polizei, Feuerwehr und Sanitäter die richtigen Teams schnell an den richtigen Ort schicken können, brauchen sie zahlreiche Informationen und müssen miteinander kommunizieren. Hier könnten die WLAN-Router, die mittlerweile in fast jedem Haushalt stehen, hilfreich sein.

Ein Forscherteam der Technischen Universität Darmstadt hat vorgeschlagen, die Geräte künftig mit einem Schalter auszurüsten, mit dem sie in einen Notfallmodus wechseln können. Die Router würden in diesem Modus dann ein Netzwerk bilden. Jeder Router könnte sich mit dem des Nachbarn verbinden und das wiederum mit dem nächsten. So würden die Daten von Router zu Router weitergeleitet und die Helfer könnten Informationen austauschen.

Da WLAN-Router inzwischen so weit verbreitet sind, würde dass System in vielen Ländern der Welt funktionieren. In Deutschland, so meinen die Foprscher, sogar flächendeckend, denn moderne Router können über  mehrere hundert Meter funken. Allerdings wird die Reichweite von Gebäuden oder Betonmauern eingeschränkt. In vielen Häusern schränken Möbel, Türen und Wände die Reichweite auf gerade einmal zwei Stockwerke ein. In Ländern mit geringer Bevölkerungsdichte und mit wenigen Routern, wird es hier allerdings problematisch. Auch ob es zusätzliche Angriffsmöglichkeiten für Hacker gibt, muss noch abgeschätzt werden. Die Forscher geben zu, dass ihre Idee noch in den Kinderschuhen steckt, aber es ist ein interessanter Ansatz.

Im Auto ist man da schon weiter. Mit eCall soll ab 2015 ein elektronisches Sicherheitssystem in Autos Standard werden, durch das, im Falle eines Unfalls, das Auto selbstständig Hilfe anfordert. Realisiert werden soll das über mobile Funknetze, wie GSM, UMTS oder LTE. Die im Auto sowieso vorhandenen Sensoren analysieren den Zustand des Autos. Ungewöhnliche Veränderungen, die auf einen Unfall hindeuten lösen den Alarm aus, so wie heute schon Airbags ausgelöst werden. Das eingebaute GPS-Modul kennt den aktuellen Aufenthaltsort den Autos. Über die europaweite Notrufnummer 112 werden die Rettungskräfte an den richtigen Ort geleitet und selbst wenn alle Insassen ohne Bewusstsein sind, eilt Hilfe herbei. Allerdings muss man sich auch vor Augen halten, dass dann im Auto Technik zur Verfügung stehet, alle Fahrten automatisch zu überwachen.  Hier sind Nutzen und Risiko sorgfältig abzuwägen.


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