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29.10.2012
Folge 340

Wachsende Aufgaben erhöhen Komplexität der Rechenzentren

Laut der aktuellen 2012-State-of-the-Data-Center-Studie von Symantec führen steigende Datenmengen und neue Technologien für 79 Prozent der Befragten zu höherer Komplexität in Rechenzentren. Die Umfrage unter 2453 IT-Verantwortlichen aus 34 Ländern liefert Erkenntnisse über die Gründe und Herausforderungen dieser Entwicklung. Als wichtigste Gegenmaßnahme sehen Firmen dabei die Entwicklung  und Umsetzung von umfassenden Information-Governance-Strategien an.

Pro Jahr haben Unternehmen weltweit im Schnitt mit 16 Rechenzentrumsausfällen zu kämpfen und erleiden so durchschnittlich einen Gesamtschaden von etwa 5,1 Millionen US-Dollar. Zu den Hauptursachen gehören Systemausfälle, gefolgt von menschlichem Versagen und Naturkatastrophen.  


Heinz Schmitz über die wachsende Komplexität in Rechenzentren. Sie resultiert daraus, dass immer mehr geschäftskritische Abläufe von der IT-Abteilungen maßgeblich begleitet werden.

Erschwerend wirkt sich die zunehmende Komplexität von Rechenzentren auf Unternehmen jeglicher Größe, Branche oder Region aus. Hierin waren sich die Befragten weitgehend einig. Fast alle bewerteten diese Entwicklung mit mindestens 6,6 oder mehr Punkten auf einer Skala von eins bis zehn. Als größte Herausforderung gelten für die Unternehmen dabei die Themen Sicherheit mit einer durchschnittlichen Bewertung von 7,1 Punkten, gefolgt von Infrastruktur, Disaster Recovery, Storage und Compliance.

Weil IT-Verantwortliche sich um immer mehr geschäftskritische Anwendungen kümmern müssen, behalten 65 Prozent der Befragten weltweit (52 Prozent in Deutschland) nur schwer den Überblick. Zudem tragen in Deutschland IT-Trends wie  Mobile Computing (53 Prozent), und Cloud-Projekte (53 Prozent) zu den Herausforderungen bei.

Fast die Hälfte der Firmen nennt bei der Frage nach den Konsequenzen steigende Kosten. Weiter rangieren verringerte Flexibilität (39 Prozent weltweit, 33 Prozent in Deutschland), längere Laufzeiten für Storage Migration (39 Prozent global, 34 Prozent deutschlandweit) und Storage Provisioning (38 Prozent weltweit, 32 Prozent in Deutschland), Sicherheitslecks (35 Prozent global, 31 Prozent hierzulande) und IT-Ausfälle (35 Prozent weltweit, 28 Prozent in Deutschland) ganz oben auf der Liste.

Die IT-Leiter reagieren auf die Herausforderungen vor allem mit Trainings, Standardisierung, Zentralisierung und höheren Budgets. In der Tat glauben weit mehr als die Hälfte der Befragten (63 Prozent weltweit), dass sie mit mehr Geld das Problem komplexer Rechenzentren in den Griff bekommen können. Den größten Fokus legen Unternehmen allerdings darauf, eine umfassende Information-Governance-Strategie einzuführen. Ganze 90 Prozent weltweit und 91 Prozent in Deutschland setzen  sich deshalb intensiv mit dem Thema Information Governance auseinander oder haben sogar schon Tests oder vollständige Programme eingeführt. Es handelt sich hierbei um standardisierte Prozesse, die es Firmen erlauben, Daten zu klassifizieren, vorzuhalten und zu analysieren.

Die Sicherheit zu verbessern erachten 74 Prozent der deutschen Firmen als sehr wichtig. Außerdem erhoffen sich 73 Prozent der deutschen Befragten, schneller die richtigen Daten zu finden; 68 Prozent wollen Kosten für Informationsmanagement und 70 Prozent Kosten für Storage reduzieren. Nicht zuletzt möchten deutsche Unternehmen rechtliche und Compliance-Risiken minimieren (57 und 55 Prozent respektive).


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