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05.11.2012
Folge 341

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Ein Mitarbeiter, sechs Endgeräte, zwei Drittel Schreibtisch fasst Citrix Systems die Ergebnisse einer Studie zur Arbeitswelt im Jahr 2020 zusammen. Bis dahin werden Unternehmen weltweit ihre Büroflächen um rund 14 Prozent reduzieren. Am Arbeitsplatz der Zukunft wird es im weltweiten Durschnitt nur noch 6,7 Schreibtische für zehn Mitarbeiter geben. In Deutschland sollen es nach den Ergebnissen der Umfrage 7,9 feste Arbeitsplätze für je zehn Mitarbeiter sein. Die Zahl verschiedener Endgeräte, mit denen deutsche Arbeitnehmer täglich auf das Firmennetz zugreifen, bleibt dagegen gleich: Bereits heute sind es im Schnitt rund sechs (weltweit: 4,35) unterschiedliche Devices, vom PC bis zum Smartphone.

Fast alle befragten Unternehmen (Deutschland: 94 Prozent; weltweit: 95 Prozent) wollen den Arbeitsplatz für ihre Mitarbeiter attraktiver gestalten. Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen (Deutschland: 54 Prozent; weltweit: 58 Prozent) soll die Arbeitsumgebung die Zusammenarbeit fördern und die Mitarbeiter stärker inspirieren. Dazu wollen 59 Prozent der befragten Unternehmen aus Deutschland (weltweit: 54 Prozent) flexible Arbeitsmodelle anbieten. Arbeit ist dadurch immer weniger ein Synonym für das physische Büro.


Von wo aus arbeiten die mobilen Mitarbeiter im der Zukunft. (Quelle: Citrix Global Mobile Workstyle Index)

Für den Citrix "Workplace of the Future"-Report wurden 1.900 hochrangige IT-Entscheider in 19 Ländern befragt. Die Umfrage zeigt, dass der herkömmliche Büroarbeitsplatz Konkurrenz bekommt: Nur noch rund die Hälfte (Deutschland: 53 Prozent, weltweit: 67 Prozent) der Mitarbeiter werden vorwiegend von dort aus arbeiten. Rund 60 Prozent (weltweit: 66 Prozent) bevorzugen dagegen die eigenen vier Wände und arbeiten überwiegend von zu Hause aus. Die größere Flexibilität innerhalb des Unternehmensgeländes nutzen 46 Prozent (weltweit: 58 Prozent) der Befragten in Deutschland und arbeiten an verschiedenen Orten innerhalb der Firma. Auch öffentliche Orte wie Cafés oder Flughäfen werden zunehmend zum Arbeitsplatz. Die Reisezeit in öffentlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen oder dem Auto werden laut Umfrage 60 Prozent (weltweit: 68 Prozent) der Mitarbeiter für ihre geschäftlichen Aktivitäten nutzen.

Dank mobiler Arbeitsmodelle geht die Entwicklung allgemein hin zu weniger ortsgebundenen Mitarbeitern. Inzwischen hat bereits ein Drittel (Deutschland: 33 Prozent; weltweit: 24 Prozent) der deutschen Unternehmen solche Modelle eingeführt. Der Trend ist ungebrochen: Bis 2020 wollen 94 Prozent der Befragten (weltweit: 90 Prozent) in Deutschland ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten ermöglichen.

Die Studienteilnehmer versprechen sich von mobilen Arbeitsmodellen einige Vorteile:

- Unternehmen erwarten flexiblere, wandlungsfähigere Arbeitsplätze (Deutschland: 51 Prozent; weltweit: 66 Prozent) und geringere Kosten für Immobilien (Deutschland und weltweit: 48 Prozent) sowie für Reisen und ähnliches (Deutschland: 44 Prozent; weltweit 50 Prozent). Außerdem hoffen Firmen, dadurch für Fachkräfte attraktiver zu werden (Deutschland: 42 Prozent; weltweit: 39 Prozent) oder wichtige Mitarbeiter zu halten (Deutschland: 24 Prozent, weltweit: 35 Prozent).

- Für Mitarbeiter zahlt sich mobiles Arbeiten vor allem durch höhere Flexibilität (Deutschland: 56 Prozent; weltweit: 58 Prozent), mehr Produktivität (Deutschland: 52 Prozent; weltweit: 51 Prozent), geringeren Zeitaufwand beim Pendeln (Deutschland: 46 Prozent; weltweit: 59 Prozent) und bessere Work-Life-Balance (Deutschland: 39 Prozent; weltweit: 50 Prozent) aus. Außerdem bleibt mehr Zeit, um sich seinen Kunden zu widmen (Deutschland: 35 Prozent; weltweit: 41 Prozent).

- Die Mehrheit der befragten Unternehmen wollen Bring Your Own Device (BYOD)-Programme einführen, um die große Zahl an Endgeräten zu verwalten, die von Mitarbeitern verwendet werden. In Deutschland bieten bereits 33 Prozent (weltweit: 31 Prozent) der befragten Firmen solche Modelle , weitere 44 Prozent (weltweit: 37 Prozent) planen dies innerhalb der nächsten beiden Jahre. Dabei kommt bis 2014 die Hälfte der Unternehmen für die gesamten Gerätekosten auf (weltweit: 33 Prozent), weitere 39 Prozent steuern einen Teil der Anschaffungskosten bei (weltweit: 41 Prozent).

- Die Bürogebäude werden kleiner: Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird die Fläche im weltweiten Durchschnitt um rund sieben Prozent sinken, bis 2020 wird sich diese Zahl sogar noch auf rund 14 Prozent verdoppeln.

Greift eine mobile Belegschaft von überall her mit unterschiedlichen Geräten auf Firmendaten zu, dann sind sowohl Richtlinien als auch technische Vorkehrungen nötig, um Daten und Anwendungen sicher zu verwalten.

Bei der Einführung mobiler Arbeitsmodelle müssen Firmen auf ausreichenden Schutz sensibler Daten achten. Rund 57 Prozent (weltweit: 58 Prozent) der befragten deutschen Unternehmen wollen deshalb auch die Frage der Berechtigungen als Kernelement in ihre Richtlinien zum mobilen Arbeiten aufnehmen. Entsprechend nutzen 28 Prozent (weltweit: 34 Prozent) der Firmen in Deutschland die finanzielle Unterstützung im Rahmen eines BYOD-Programms auch dazu, ein gewisses Maß an Kontrolle über die Geräte der Mitarbeiter zu behalten.

Bei der Umsetzung laufender oder geplanter Modelle für mobiles Arbeiten stehen Unternehmen zahlreiche passende Technologien zur Verfügung, immer mit dem Fokus auf sicherem Zugriff auf Anwendungen und Daten. Zu diesen Technologien gehören Desktop Virtualisierung und ein unternehmensweites Mobility-Management, aber auch Online-File-Sharing und Möglichkeiten für Konferenzen und Zusammenarbeit für eine verteilte Belegschaft.

Die Befragung zum Citrix "Workplace of the Future"-Report wurde vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im August 2012 durchgeführt. Die Studie basiert auf Interviews mit 1.900 hochrangigen IT-Verantwortlichen weltweit. In 19 Ländern, darunter Frankreich, Deutschland, Russland, Schweden, die Niederlande, Großbritannien, Brasilien, Kanada, die USA, Australien, China, Hong Kong, Indien, Japan Malaysia, Singapur, Südkorea, Taiwan und Thailand, wurden je 100 IT-Entscheider verschiedener Branchen befragt. Drei Viertel der Befragten kommen aus Unternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern, ein Viertel aus Firmen mit 500 bis 999 Angestellten.


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