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26.11.2012
Folge 344

NAS wird zum DVB-T Empfänger

In der heutigen Folge hatten wir virtuell Udo Wenzek zu Gast. Seit einigen Wochen  Experimentiert er mit seiner NAS und einem DVB-T Stick. Dabei wurde aus seiner Synology DS 290+2 NAS ein TV-Streamer und Video-Reorder.

Dazu hat er einen PCTV nanoStick Solo DVB-T Stick (73e SE) an seine DS290 angeschlossen. Synology liefert für ihre NAS-Systeme ein Programm, dass die Sticks ansteuert. Dazu gibt es eine Kompatibilitätsliste. Im Prinzip muss es ein DVB-T Stick sein, der auch unter Linux läuft, da in der NAS Linux als Betriebssystem eingesetzt wird. Obwohl die DS 290 schon 4 Jahre alt ist, ist die neue Erweiterung auch auf dem System lauffähig. Gesteuert werden alle TV-Funktionen über den Browser.

So wird die NAS zum Videorecorder, der Programme, die per EPG ausgewählt werden, aufzeichnet. Auch das direkte Streamen von Programmen in den Open Source VLC-Player ist möglich.


Wie sicher sind SSD-Speicher?

SSD-Speicher, die nun schon seit ein paar Jahren Einzug in die Unternehmenswelt gehalten haben, bergen, genau wie andere Massenspeicher, Risiken. Diese werden jedoch, vor allem aufgrund der bislang fehlenden Langzeiterfahrung, von vielen Unternehmen entweder nicht wahrgenommen oder bewusst verharmlost. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage von Kroll Ontrack, Spezialist für Datenlöschung und Information Management.

Insgesamt 48 Prozent der befragten Unternehmen sehen beim Einsatz von SSD-Speichern keinerlei Risiken. Dagegen sind sich gerade einmal 31 Prozent bewusst, dass proprietäre Verschlüsselungstechniken eine Datenrettung erschweren können. Bei den herstellereigenen Verschlüsselungs-Lösungen, wie sie für SSDs üblich sind, befindet sich der Schlüssel nicht beim Kunden selbst, sondern immer in Herstellerhand. Die Hersteller der SSD-Speicher geben diese Schlüssel auch im Fall eines Datenverlustes nicht aus der Hand, selbst wenn sie keine eigene Datenwiederherstellung bzw. –rettung anbieten. Eine Rettung der Daten wird dadurch wesentlich komplexer oder ist oft gar nicht möglich.


Die Risiken, die beim Einsatz von SSD-Speichern entstehen könnten, werden von Anwendern sehr unterschiedlich eingeschätzt. (Quelle: Kroll Ontrack)

Ein weiterer Risikofaktor ist die nur schwer absehbare Lebensdauer von SSD-Festplatten. Halten gerade spezielle Business-HDD-Festplatten oft zehn Jahre und länger, hängt bei den komplett ohne mechanische Bauteile auskommenden SSDs die Lebensdauer hauptsächlich von der Anzahl der Schreib- und Lesevorgänge ab. Je häufiger auf einen solchen Massenspeicher zugegriffen wird, desto eher wird er die ordnungsgemäße Funktion einstellen. Bei den Umfrageteilnehmern liegt allerdings immer noch die Überzeugung vor, dass SSDs eine mindestens ebenso lange Lebensdauer wie HDDs hätten (70%). Und auch das Risiko eines Datenverlustes wird stark verharmlost. So sind insgesamt 92 Prozent der Befragten der Meinung, dass klassische Festplatten häufiger Daten verlieren als SSDs.

Statistiken aus den Datenrettungslaboren zeigen jedoch, dass SSD-Speicher ähnlich oft ausfallen wie traditionelle HDD-Festplatten. In manchen Fällen liegen die Fehlerraten sogar höher als bei den mechanischen Vorfahren. Außerdem ist es weit aufwändiger, Daten von SSDs zu retten als von HDDs. So müssen für jedes SSD-Modell erst spezielle Soft- und/oder Hardware-Werkzeuge entwickelt werden, da die Hersteller sich bislang noch nicht auf einheitliche, standardisierte Konfigurationen einigen konnten. Auch die SSDs eigene Speichernutzung kann die Experten vor Hindernisse stellen. Denn das sogenannte „Wear Leveling“ – also die gleichmäßige Speichernutzung über alle Sektoren – erfordert die Überprüfung und Bewertung einer Vielzahl von Daten-Block-Duplikaten.

Eine weitere Schwierigkeit ist die RAID 0-ähnliche Konfiguration der SSD-Speicher, bei der die Daten auf 8, 16 oder 32 Einzelchips verteilt sind. Diese erzeugen durch den Aufbau aus verschiedenen Memory-Chips eine unzusammenhängende Datenstruktur, die sich nur sehr schwer wieder zusammenfügen lässt.



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