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15.07.2013
Folge 377

Produkte steuern ihre Fertigung

Komplexe Produkte wissen, aus welchen Einzelbauteilen sie bestehen, wie sie montiert und gewartet werden wollen und was beim Austausch beachtet werden muss. In der Fabrik der Zukunft steuern sie über so genannte cyber-physische Systeme (CPS), also den Fertigungsmaschinen und Robotern, ihre Fertigung selbst und erlauben so eine flexible Produktion. Das Projekt SmartF-IT arbeitet an cyber-physischen IT-Systemen für Industrie 4.0 und entwickelt Software-Werkzeuge für das Zusammenspiel von Prozessen, Produkten, Betriebsmitteln und Beschäftigten in multiadaptiven Smart Factories.

In SmartF-IT werden Technologien entwickelt, die die Produktion kleiner Stückzahlen in Echtzeit bei maximaler Qualität, aber dennoch niedrigen Kosten beherrschbar machen. Hersteller können so profitabel schwankende Märkte und globale Trends bedienen, eine hohe Variantenzahl oder Kleinstserien anbieten und individuellen Kundenanforderungen gerecht werden. SmartF-IT begegnet dieser Herausforderung mit dem Einsatz adaptiver cyber-physischer IT-Systeme auf allen Ebenen der Fertigung, um die Einführung, Umsetzung und den Betrieb ganzheitlicher Produktionssysteme zu erreichen.

In SmartF-IT erforschen die Wissenschaftler die nächste Generation intelligenter IT- Systeme zur Komplexitätsbeherrschung bei der Planung, dem Betrieb, der Wartung und dem Störungsmanagement von Produktionssystemen in vernetzten Smart Factories. Dabei werden diese innovativen IT-Systeme in konkreten Umsetzungsprojekten in zwei Bestandsfabriken der Kooperationspartner Bosch Rexroth und Miele sowie einer neuen Produktionslinie bei BMW in der industriellen Praxis erprobt. Das Spektrum reicht dabei von Montagelinien für hydraulische Steuerungskomponenten über elektrische Küchengeräte bis hin zu Sondermotoren für Fahrzeuge.

In den so genannten cyber-physischen IT-Systemen kommunizieren Produkte über RFID- Funketiketten und Smart Labels mit integrierten Sensoren. Sie liefern Daten über ihre Eigenschaften und Zustände und werden so vernetzt zu einem Internet der Dinge.

Die Forschungsziele in SmartF-IT gehen deutlich über die Ebene einzelner Produktionslinien hinaus. Die dezentrale Steuerung des Fabrikationsprozesses durch das Werkstück selbst ist dabei nur ein Faktor. Voraussetzung für einen effizienten und flexibel anpassbaren Produktionsprozess ist die Interoperabilität von Softwaresystemen und die reibungslose, medienbruchfreie Informationsverarbeitung innerhalb des produzierenden Unternehmens. SmartF-IT stellt die einzelne Produktionseinheit in den Vordergrund und fokussiert dabei auf den Einsatz von IT-Verfahren, um Agilität und Multiadaptivität als wesentliche Bestandteile der Smart Factory zu implementieren.

Als Basis der Smart Factory etabliert SmartF-IT ein IT-gestütztes, integriertes und ausführbares Gesamtmodell mit der bedarfsgerechten Anpassung an die menschliche Arbeitskraft und berücksichtigt das nachhaltige Wohlergehen aller am Produktionsprozess Beteiligten. Im Fokus steht die wandlungsfähige rekonfigurierbare Produktionseinheit zur optimierten Herstellung variantenreicher, kundenindividueller Produkte im Sinne von „High-Mix, Low-Volume Manufacturing“ bis hin zur Losgröße 1 in einer hybriden Zusammenstellung von Betriebsmitteln und menschlicher Arbeitskraft unterstützt durch neue personalisierte industrielle Assistenzsysteme. SmartF-IT untersucht zwei typische Anwendungsbereiche neuer Technologien: Dazu gehören in erster Linie die Migration einer bestehenden Produktion (Retrofitting) und ebenso die Neuplanung und der anschließende Betrieb einer erst aufzubauenden Produktionslinie.

Durch die IT-Methoden von SmartF-IT werden grundlegend die Aufwände für das Anfahren einer Produktion und während des Betriebs für die dynamische Rekonfiguration entscheidend reduziert. Ein CPPS-Cockpit (Cyber-Physische
Produktionssysteme) veranschaulicht die IT-Integration auf Ebene der Planung und Steuerung und bringt dabei Transparenz in die Wirkzusammenhänge multiadaptiver Prozesse.

Partner im SamrtF-IT Konsortium:
• DFKI GmbH, Saarbrücken (Konsortialleitung) • Bosch Rexroth AG, Stuttgart und Homburg (Saar) • Fortiss GmbH, München • Miele & Cie. KG, Bünde • PLATOS GmbH, Herzogenrath • Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen • TU Darmstadt, DiK - Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion und IAD - Institut für Arbeitswissenschaft • Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH (ZeMA), Saarbrücken • BMW AG (assoziiert), München


Komplexester mobiler Schädling der Welt

Die Sicherheitsexperten des Kaspersky Lab haben einen Android-Trojaner untersucht, der als der derzeit der komplexeste mobile Schädling gilt – „Obad.a“. Das Schadprogramm ist auch deswegen so einzigartig, da es neben seine anspruchsvollen Aufbau eine Reihe von unveröffentlichten Schwachstellen ausnutzt. Die mobile Malware erinnert daher mehr an einen Windows-basierten als an derzeit eingesetzte mobile Schädlinge und zeigt: nicht nur die Anzahl mobiler Malware steigt, sondern auch deren Qualität. Ist der mobile Trojaner auf einem Smartphone, kann er mehrere Funktionen ausüben, wie zum Beispiel SMS-Versand an Premiumnummern, Download und Installation weiterer Malware auf dem infizierten Gerät sowie das Weiterleiten dieser Schädlinge via Bluetooth. Darüber hinaus steht der Trojaner mit dem Command-and-Control-Server (C&C) androfox.com in Verbindung und kann dadurch Geräteinformationen und Nutzerdaten stehlen sowie aus der Ferne Befehle entgegen nehmen.

Der Multifunktionstrojaner wird von den Experten als „Backdoor.AndroidOS.Obad.a“ eingestuft. Die folgenden Merkmale sind neben den oben aufgeführten bemerkenswert:

- Die Malware-Entwickler nutzten Fehler in der beliebten Software DEX2JAR sowie im Android-Betriebssystem, um die Entdeckung des Trojaners zu erschweren. „Obad.a“ besitzt kein Interface und agiert im Hintergrund.

- Die bei der Malware verwendeten Zeichenketten sind alle verschlüsselt. Bei Programmstart wird eine weitere Dechiffrierungsroutine gestartet. Dies erschwert eine dynamische Analyse erheblich.

- Der Trojaner nutzt eine Zero-Day-Schwachstelle in Android, um an die Administratorenrechte zu gelangen. Damit kann „Obad.a“ nicht mehr vom Gerät gelöscht werden. Über die erweiterten Administratorenrechte kann der Schädling den Bildschirm des infizierten Geräts für bis zu zehn Sekunden blockieren. Dies geschieht, wenn das Smartphone mit einem freien WLAN-Netzwerk verbunden oder Bluetooth aktiviert ist. Steht eine Verbindung zur Verfügung, kann der Trojaner sich selbst und weitere Schadprogramme auf andere Geräte kopieren, die sich in der Nähe befinden.

- Der mobile Trojaner steht in Kontakt mit einer Kommandozentrale, einem Command-and-Control-Server (C&C). Er ist in der Lage, folgende Informationen verschlüsselt an seinen C&C-Server (Androfox.com) zu schicken: die MAC-Adresse des Bluetooth-Geräts, den Namen des Betreibers, die Telefonnummer, die IMEI-Nummer, das Konto-Guthaben des Nutzers und die Ortszeit. Zudem verschickt er eine Information, ob Administratorenrechte erfolgreich erlangt werden konnten.

- Durch die Verbindung mit einem C&C-Server kann der Trojaner daneben Textnachrichten versenden, Remote-Shell-Befehle ausführen, als Proxy agieren, Verbindungen mit bestimmten Adressen aufbauen, Dateien vom Server herunterladen und installieren, eine Liste der verwendeten Applikationen und Nutzerkontaktdaten an den Server sowie Dateien an alle entdeckten Bluetooth-Geräte schicken.

Die komplette Analyse über „Backdoor.AndroidOS.Obad.a“: http://www.securelist.com/en/blog/8106/The_most_sophisticated_Android_Trojan



Das fliegende Modelauto

Unter dem Namen „B“ bietet der britische Erfinder Witold Mielniczek von der Universität Southampton einen Bausatz für ein wirklich ungewöhnliches Spielzeug. Ein Modelauto das Fliegen kann oder einen Quadcopter der fahren kann. Für 400 Euro soll das Gerät angeboten werden. Finanziert werden soll die Serienreife über Kickstarter (http://www.kickstarter.com/projects/2017062404/b-go-beyond)

Besonders ist die Rauaufhängung am unteren Rand der der Räder. Dadurch ist es möglich die Propeller für den Flug in die Mitte der Räder zu platzieren. In einer späteren Version soll das Flugauto auch auf dem Wasser landen können als zu Flugschwimmauto werden.


B und seine Funktionen

Auf YouTube ist ein Film in dem der Entwickler spektakulär B vorführt:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nZjAw267jWo



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