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19.05.2014
Folge 421

IBM und HP setzen auf OpenStack-Cloud

Mit Rudi Kulzer sprachen wir über das zunehmende Engagement der Computerriesen IBM auf offene Lösungen. Dabei steht im Falle des sich rasch entwickelten Angebot aus der Internetwolke die offene Cloud-Software OpenStack im Mittelpunkt des Interesses. Die OpenStack Foundation, eine Organisation, die Entwicklung und Verteilung von OpenStack organisiert wird von den beiden Giganten unterstützt.


Autor und Gesprächspartner: Rudi Kulzer

An Cloud Lösungen kommt heute kein Unternehmen und kein Anbieter mehr vorbei. IBM wie auch HP versuchen aktiv Unternehmen dazu zu bewegen, bei der Suche nach IT-Lösungen auf das Softwareangebot aus der Cloud zurückzugreifen. Dazu startete IBM Ende April zusammen mit einer Reihe von Partnern einen neuen Cloud-Marktplatz. Hewlett-Packard stellte einen Tag später sein Programm HP Helion vor, in dessen Rahmen die Cloud-Aktivitäten des IT-Konzerns aus Palo Alto gebündelt werden sollen. In beiden Fällen geht es darum, die Position gegen bisher erfolgreiche Cloudanbieter wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) oder Google stärken, aber auch Alternativen gegenüber direkten Konkurrenten wie Cisco, EMC, SAP oder Oracle zu bieten. Auf dem Cloud-Marktplatz will IBM zukünftig das eigene Cloud-Portfolio mit den Diensten von Partnern und Drittanbietern bündeln. Das Angebote aus der Service-Wolke richtet sich an drei Kundengruppen: Softwareentwickler, IT-Manager und Führungskräfte in Unternehmen.

In einer Mischung aus Marketingplattform und Apps-Store können sich Kunden über aktuelle Cloud-Angebote informieren, neue Cloud-Anwendungen testen und cloudbasierte Services für Anwendungen kaufen. Dazu stehen online mehrere hundert Cloud-Services zu Verfügung. IBM arbeitet bei seinen Cloud-Angeboten stark mit der offenen Gemeinde der OpenStack Foundation zusammen. Im April 2012 kam Big Blue zusammen mit Red Hat in diesen engagierten Kreis offener Cloud-Software.

Die IBM Programme basieren weitgehend auf der Rechenzentrums-Technik des Cloud-Spezialisten Softlayer Technologies, den IBM im Sommer vergangenen Jahres übernommen hat. Die ebenfalls akquirierte Datenbanksoftware Cloudant aus Massachusetts soll ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des BlueMix genannten Angebots werden. Beim Thema Datenbanken für polystrukturierte NoSQL-Lösungen (nicht relationale Daten) will IBM verstärkt mit MongoDB  zusammenarbeiten. Der Datenbankspezialist für Big Data Aufgaben gilt derzeit als die beste Lösung für das Arbeiten in diesem rasch wachsenden Aufgabenbereich der Unternehmens-IT.

Mit HP Helion stellt Hewlett Packard ein Portfolio von Cloud-Lösungen und -Services vor, die Unternehmen und Behörden dabei helfen, Arbeitslasten in hybriden IT-Umgebungen zu betreiben. Die Initiative bündelt bestehende Cloud-Angebote von HP mit neuen  Lösungen auf Grundlage der OpenStack-Technologie sowie entsprechende  Serviceangebote in einem einheitlichen Portfolio Damit will HP sein Engagement in die OpenStack-Technologie sowie in hybride IT-Bereitstellungsmodelle erweitern. In den nächsten zwei Jahren plant der Konzern aus Palo Alto  über eine Milliarde US-Dollar in Cloud-bezogene Produkte und Entwicklungsprojekte im Rahmen einer  weltweiten Verbreitung von HP Helion zu investieren.

Der aufgeheizte Wettbewerb der Anbieter von Cloud-Lösungen hat eine große Ähnlichkeit mit dem Kampf um den Mobilfunkmarkt mit seinen mächtigen Smartphones, auf dem namhafte Player wie Apple, Google und Microsoft um die Aufmerksamkeit der Entwickler kämpfen, die ihre die Anwendungen auf den jeweiligen  drahtlosen Betriebssysteme iOS, Android oder Windows Mobil portieren sollen.

Nun geht es um die Aufmerksamkeit der Cloud-Computing- Entwickler. Player wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) oder Google finden sich bisher eher in einem Lager, in dem die Server-Prozessoren von Intel das Feld beherrschen. Die Mehrheit bisheriger Cloud-Lösungen finden in diesem Umfeld satt. Mit der Ankündigung seiner neuen Server-Reihe unter POWER8 will IBM ein starkes Cloud-Angebot auf der Basis dieser Architektur aufbauen. HP findet sich eher im Intel-Lager. Oracle hat mit den von Sun stammende Sparc-Prozessoren die Möglichkeit einer eigenen Chip-Platform. Diese Prozessoren haben aber keine kritische Masse auf dem Weltmarkt.


Siehe auch:
https://www.openstack.org/
http://www.ruk-publishing.com/
http://heinz-schmitz.org/index.php/cc2-nachrichtenleser/cc2-audio-421-ibm-und-hp-setzen-auf-openstack-cloud.html



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