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11.08.2014
Folge 433

Schlüsselkinder 2.0

Mit Rudi Kulzer sprachen wir über eine Entwicklung, die die Technik mitbringt. Wurden Schlüsselkinder früher mit einem Wohnungsschlüssel ausgestattet, damit sie die Wohnräume verlassen und betreten konnten, wenn die Eltern auf der Arbeit waren, so werden Schlüsselkinder 2.0 zusätzlich mit Smartphones ausgestattet. Knapp 40 Prozent der Grundschüler besitzen bereits ein eigenes Smartphone.


Rudi Kulzer über die modernen Schlüsselkinder 2.0

Unter Teenagern sind sie längst das Statussymbol Nummer Eins, doch Smartphones erobern inzwischen auch die Klassenzimmer deutscher Grundschulen: Wie eine aktuelle Elternumfrage des Mobiltaschenexperten KAVAJ zeigt, besitzen mehr als 39 Prozent aller Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren bereits ein eigenes Smartphone. Rund 20 Prozent nutzen ein älteres, nicht internetfähiges Mobiltelefon, während rund 25 Prozent von ihren Eltern in Einzelfällen ein Handy erhalten. Lediglich 16 Prozent der befragten Eltern halten es nicht für sinnvoll, ihren Kindern bereits im Grundschulalter ein Telefon anzuvertrauen. Das ruft auch die Ausrüster auf den Plan, die Produkte speziell für die Schlüsselkinder entwickeln wollen, wie zum Beispiel einen Schulranzen der auch als Solarladestation arbeitet.

Smartphones sind inzwischen nicht nur für die Kinder ein cooles Accessoire, sondern nehmen in ihrer Erziehung und Betreuung eine zunehmend wichtige Rolle ein. Egal ob mit Partner oder alleinerziehend: Immer mehr Eltern müssen sich mit mangelnden Betreuungsangeboten, nicht-familienfreundlichen Arbeitszeiten oder langen Pendelstrecken herumplagen. Eigene Mobiltelefone sind zwar kein Ersatzbabysitter, erleichtern die Betreuung der ‚Schlüsselkinder 2.0‘ aber spürbar. Eltern sind so nicht nur für ihre Kinder jederzeit erreichbar, sondern können mit einem kurzen Anruf überprüfen, ob es Tochter oder Sohn gut geht oder die Hausaufgaben gemacht sind. Mit Diensten wie TrackYourKid lässt sich zudem jederzeit der genaue Standort des Kindes bestimmen – besonders praktisch bei längeren oder unsicheren Schulwegen. Allerdings sollten Eltern ihre Kontrollwut nicht übertreiben.

Fachleute raten den Eltern, ihren Kindern frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Mobiltelefonen beizubringen sowie klare Regeln für die Nutzung festzulegen – insbesondere wenn das Handy Zugang zum Internet oder App Store bietet. Spezielle Smartphone Apps ermöglichen es Eltern, den Zugriff ihrer Kinder auf verschiedene Funktionen gezielt einzuschränken und zu überwachen. Prepaidkarten sorgen zudem dafür, dass es mit der monatlichen Abrechnung keine bösen Überraschungen gibt und helfen Kindern, ein Gefühl für Gesprächs- und SMS-Kosten zu entwickeln.

Weitere Informationen unter:
http://kavaj.de/
http://www.scout-schulranzen.de/
http://heinz-schmitz.org/index.php/cc2-nachrichtenleser/cc2-audio-433-schluesselkinder-20.html



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